So bleiben Seitenmarkisen und Gelenkarmmarkisen lange schön

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Pflege Ihres Sonnenschutzes: So bleiben Seitenmarkisen und Gelenkarmmarkisen lange schön

Eine Markise ist ideal, um Schatten zu spenden und Fremden den Blick auf die Terrasse zu verwehren. Sie müssen sich bei einem Eigenheim keine Gedanken über die Farbe oder die Musterung der Markise machen, auch dürfen Sie diese einfach anbringen. Leben Sie in einer Mietwohnung, müssen Sie erst eine Erlaubnis vom Vermieter einholen und sich vor dem Kauf erkundigen, ob der Vermieter eine bestimmte Farbe vorschreibt. Es gibt zum Glück auch Modelle, für die Sie keine Löcher bohren müssen; mittels Klemmstange lassen diese sich ganz schnell anbringen und auch wieder beseitigen. Das mag auch ganz praktisch sein, wenn Sie ganz oben in einem Hochhaus wohnen; im 8. Stock will niemand auf der Leiter auf dem Balkon stehen. Bevor Sie einkaufen gehen, nehmen Sie aber erst gründlich Maß, damit die neue Markise auch wirklich passt. Machen Sie sich auch vorab Gedanken, wie Sie die Markise reinigen können, denn für ein gutes Modell, müssen Sie auch viel Geld investieren; natürlich muss sie dann auch lange halten und das bedarf Ihrer Pflege.

Diese Markisen gibt es

Manche Balkone sind so angebracht, dass sie von den Seiten einsichtig sind. Natürlich stört Sie das und Sie hätten gerne einen Sichtschutz: Eine Seitenmarkise macht das möglich. Diese Seitenmarkisen gibt es in verschiedenen Ausführungen, manche haben die Form eines Fächers, andere dagegen werden wie ein Rollo heruntergezogen. Sie können mit einer Teleskopstange eingespannt werden oder man muss sie richtig anbohren. Was besser ist, hängt auch davon ab, wie windig es in Ihrem Balkon ist. Für die Seite ist es immer sinnvoll, wenn Sie eine Markise kaufen, die Sie auch wieder aufrollen können, da gerade der Wind von der Seite manchmal sehr stark sein kann. Der Schutz vor der Sonne von oben wird mit einer Gelenkarmmarkise möglich gemacht. Diese rollt sich auf und bei Bedarf können Sie sie mit einer Fernbedienung oder per Hand ausrollen; dabei ist sie in der Höhe auch zum Teil verstellbar. Diese Markisen können Sie auch mit einer Teleskopstange kaufen und zwischen Decke und Boden einklemmen oder richtig an die Decke bohren. Welches Modell Sie wählen, hängt davon ab, wie oft Sie die Markise nutzen wollen. Bei sehr häufigem Gebrauch lohnt sich ein teures Modell, das angebohrt werden muss auf jeden Fall. Für ein elektrisches Modell, brauchen Sie auf dem Balkon auch einen Stromanschluss, ist dieser nicht vorhanden, können Sie solche Modelle aber auch mit einer Handkurbel benutzen. Fragen Sie notfalls bei Ihrem Vermieter nach, manche sind so freundlich und lassen dann auf den Balkon ein Stromkabel legen oder geben wenigstens die Genehmigung dafür. Dann müssten Sie sich nur um einen Elektriker kümmern - machen Sie das auf keinen Fall selber. Haben Sie noch einen Balkon mit einer Brüstung aus Gittern, ist es ratsam, wenn Sie eine Markise auswählen, zu deren Musterung oder Farbe es auch einen Stoff für das Balkongitter gibt. Es sieht einfach harmonischer aus, wenn alles gut zusammenpasst.

Die Reinigung des Stoffes ist heikel

Wenn Sie im Frühjahr die Terrasse wieder für den Sommer schön machen, fällt eine Menge Arbeit an. Natürlich werden Sie dann auch die Markise reinigen wollen und das ist auch gut so. Wind und Wetter können Ihrer Markise sehr zusetzen; die Farbe bleicht langsam aus und unter Umständen wird die Markise auch schmutzig. Damit Ihre Markise keinen Schaden nimmt, entfernen Sie Äste oder Laub immer von dem Stoff, bevor Sie die Markise einrollen. Hat es geregnet, und die Markise war offen, ist es ratsam, diese erst trocknen zu lassen. Durch die Nässe kann es bei der eingerollten Markise zu Schimmelflecken kommen. Natürlich werden Sie die nasse Markise aber einrollen, falls ein starkes Unwetter oder ein Sturm ist. Dann lassen Sie sie später trocknen. Damit Ihre Markise sauber bleibt, reinigen Sie sie einmal im Monat mit dem Gartenschlauch oder mit einem Besen und klarem Wasser. Damit der Stoff dicht bleibt und auch nicht beginnt zu reißen, besprühen Sie ihn zweimal im Jahr mit einem Imprägniermittel. Nun ist es aber auch so, dass Sie die Markise schlecht reinigen können, wenn Sie im 8. Stock eines Wohnhauses leben. In einem solchen Fall, lassen sie einfach gelegentlich den Regen die Markise reinigen und besprühen Sie den Stoff gelegentlich auf der Unterseite mit dem Imprägnierspray. Waren Sie vorausdenkend und haben Sie eine Kassettenmarkise gekauft, müssen sie nicht so viel machen; alleine schon die Kassette schützt den Stoff vor grober Verschmutzung. Wird der Stoff nass, müssen Sie ihn aber auch trocknen lassen. Diese Markisen haben meist einen Volant, der außerhalb der Kassette verbleibt und deshalb auch leicht verschmutzt. Meist sind diese aber an einer Nut befestigt, damit Sie sie einfach herausziehen können. Das hat den Vorteil, dass Sie den Volant im Winter in den Keller räumen können und er somit auch nicht schmutzig wird. Sie können auf diese Weise den Volant auch reinigen; bedenken Sie aber, dass es nicht gut aussieht, wenn der Volant strahlend sauber ist und der Rest der Markise schon vergilbt oder ausgeblichen ist.

Das Warten der Markise

Wie bei allen mechanischen Teilen, gehört auch die Markise regelmäßig gewartet, um Unfälle verhindern zu können und damit sie auch lange hält. Es reicht ein handelsübliches Haushaltsöl oder ein Silikonspray, um die Gelenke und Schrauben geschmeidig zu halten. Gehen Sie das Gestänge von unten bis oben durch und ölen Sie jede Schraube und jedes Gelenk. Es reicht, wenn Sie die Wartung im Frühjahr und Herbst machen. Sollte Ihnen aber ein quietschendes Geräusch oder eine lockere Schraube zu einer anderen Zeit auffallen, beheben Sie das Problem sofort. Arbeiten Sie mit dem Öl, müssen Sie aufpassen, dass Sie nicht an die Markise kommen. Die Ölflecken auf dem Stoff bekommen Sie kaum heraus und durch die Imprägnierung würden Sie beim Reinigen auch noch verschmieren und wesentlich schlimmer aussehen. Wenn die Elektronik Ihrer Markise Probleme macht, dann holen Sie den Kundendienst der Herstellerfirma oder einen Elektriker. Auf keinen Fall dürfen Sie als Laie selbst an den Kabeln etwas reparieren; es kann zu gefährlichen Situationen kommen und die Garantie würde auch erlöschen. In der Montagebeschreibung Ihrer Markise steht in der Regel auch, wie Sie diese zu warten und reinigen haben. Halten Sie sich immer genau an diese Beschreibung, da die der Hersteller speziell für seine Modelle gemacht hat und somit die beste Pflege gewährleistet wird. Vielleicht bietet der Hersteller Ihrer Markise auch Öle und Wartungswerkzeug an. Dieses zu kaufen, kann eine Investition wert sein, weil es zum Teil spezielle Sachen sind, die Sie nicht in Ihrem Werkzeugkoffer haben. Das wird man Ihnen aber bereits beim Kauf der Markise anbieten.

Kleine Schäden beseitigen

Hat der Stoff der Markise einen Riss bekommen, können Sie bei manchen Herstellern ein Reparaturkit kaufen. In diesem Set ist ein Stoffkleber und ein wenig Stoff; kleine Löcher lassen sich damit sehr gut reparieren. Falls es so ein Set nicht gibt, können Sie auch selber mit ein wenig Kleber kleine Risse reparieren. Unter Umständen können Sie auch mit einer Nadel und einen passenden Faden den Stoff wieder flicken; da der Stoff aber unter Spannung steht, ist es meist sehr schwierig, diesen wieder zu flicken. Sollten andere Stellen schadhaft sein, also das Gestänge, der Gelenkarm oder was auch immer, ist es ratsam, den Kundendienst anzurufen. Bei vielen Teilen können Sie in der Regel einen Ersatz bestellen, der sich auch selber einbauen lässt. Bei manchen Teilen ist der Kundendienst sogar bereit, jemanden zu schicken, der sich der Reparatur annimmt. Bedenken Sie immer, dass auf dem Gestänge der Markise viel Gewicht lastet, es wäre somit fahrlässig, wenn Sie diese Stelle nicht reparieren würden. Nicht nur, dass die Markise dadurch kaputt gehen kann, was Sie wieder Geld kostet; gerade bei einem Hochhaus, könnte die Markise in die Tiefe fallen und einen Fußgänger verletzen. Um Schäden zu vermeiden, ist es für Sie wichtig, dass Sie die Markise immer einrollen, wenn Sie länger nicht im Haus sind. Zwar ist es toll, Schatten zu haben, damit die Räume nicht zu heiß werden, es reicht aber schon ein kleiner Sturm aus, um den Stoff zu zerreißen oder das Gestänge zu verbiegen. Die Markise sollte immer aufgerollt werden, bevor Sie gehen, dann kann auch ein kleines Unwetter keinen Schaden anrichten.

Nach dem Winter wieder in Betrieb nehmen

Bevor Sie die Markise in den Winterschlaf schicken, ist es ratsam, sie zu imprägnieren und alle Scharniere und Schrauben mit Öl zu behandeln. So übersteht sie auch die kalten und eisigen Tage recht gut. Im Frühjahr kontrollieren Sie auch wieder die Schrauben und Scharniere und ölen diese falls nötig. Rollen Sie die Markise ab und schauen Sie, ob der Stoff auch den Winter gut überstanden hat, sollte er sich sehr nass anfühlen, lassen Sie ihn gleich trocknen. Bürsten Sie den Stoff mit einer weichen Bürste gut aus und entfernen Sie Flecken mit einem weichen Schwamm und einer milden Seifenlösung. Auf keinen Fall dürfen Sie mit einem Dampfstrahler auf die Markise halten, der Stoff würde Schaden nehmen und die Imprägnierung würde auch abgehen. Wenn nötig, imprägnieren Sie die Markise gleich erneut und lassen Sie sie dann noch einmal gut trockenen. So ist sie dann gut geschützt für den kommenden Sommer. Als Alternative zu Markisen können Sie bei eBay ein großes Sonnensegel kaufen

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