So bewahren Sie antike Flaschen fachgerecht auf

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   So bewahren Sie antike Flaschen fachgerecht auf

Sammelobjekte sind gleichermaßen Hobby, Dekoration und spannende Boten aus vergangenen Zeiten. Antike Flaschen gelten dabei als besonders beliebte Objekte. Glasmacherkunst und Tongefäße, die früher Wein, Wasser, Medizin oder Säfte beinhalteten, sind interessante Zeitzeugnisse und wunderschöne Dekorationen. Doch wer die Flaschen aus alten Zeiten schätzt, sollte auf die richtige Aufbewahrung und Lagerung seiner Sammelstücke achten.
 

Antike Flaschen aus dem alten Rom

Schon die alten Römer entwickelten zu ihrer Zeit Tongefäße, in denen sie Pflanzensäfte oder Weine lagerten. Da es noch keine Kühlschränke gab, vergruben die Römer ihre Flaschen tief in der Erde, um die natürliche Kühlung für die Flüssigkeiten zu nutzen. Die Flaschen und Gefäße aus dieser Zeit, die noch intakt sind, weisen deshalb mitunter Flecken oder Deformierungen auf. Bei diesen Tonobjekten ist es wichtig, auf eine trockene Aufbewahrung zu achten. Schützen Sie diese Flaschen vor übermäßig feuchter Luft oder Nässe. In einer Vitrine oder einem Schrank sind die Tonflaschen aus dem alten Rom gut aufgehoben.


Glas – das wertvollste Material antiker Flaschenherstellung

Schon im Mittelalter war die Kunst des Glasblasens ein wichtiges Geschäft. Man erkannte früh, wie wertig, schützend und langlebig Glas ist. So lagerten schon die Germanen ihr Bier und ihre Medizin in dunkel gebrannten Flaschen. Zu dieser Zeit entstand auch die bis heute gängige Form von Flaschen. Der schmale Hals und der breite Bauch sollten ein leichteres Ausgießen ermöglichen und zudem für mehr Inhalt sorgen. Der Flaschenhals ließ sich auf einfache Weise mit Korken, Stoffballen oder Wachs verschließen, sodass die Flasche zum wichtigen Objekt zur Lagerung und Erhaltung von Flüssigkeiten avancierte. Glasflaschen aus dem Mittelalter sollten Sie ebenfalls trocken und geschützt vor Staub und zu großer Kälte oder Hitze aufbewahren. Auch, wenn Glas ein robustes Material ist, sind die antiken Glasflaschen empfindlich und drohen bei zu starker Temperaturschwankung zu springen.

 

Antike Flaschen aus fernen Ländern – Kulturzeugen in kunstvollem Gewand

Andere Länder, andere Sitten – so sagt man. Auch im Bereich der antiken Flaschen finden sich regionale Unterschiede in der Herstellung und der Verzierung von Glas- und Tonflaschen. Im Russland vergangener Epochen pflegte man den Vodka in üppig verzierte Flaschen zu füllen. Gravuren, Tonverzierungen und farbenprächtiger Schmuck aus Kupfer oder Gold schmücken die Sammlerobjekte aus dieser Zeit. Schlichter ging es da bei den Griechen und Italienern zu. Hier wurde allerdings gerne Bast und Stroh eingesetzt, um den Flascheninhalt vor Licht und Hitze zu schützen. Die bauchigen Rotweinflaschen im Bastkleid sind dabei wohl die berühmtesten Sammlerobjekte und werden auch heute noch gerne imitiert. Generell gilt für diese Flaschen: Licht ist Gift. Sowohl die prachtvollen Flaschen als auch die alten Bastkrüge bleichen im Licht der Sonne aus, der Bast wird mitunter schnell brüchig. Stellen Sie diese Flaschen an einem licht- und hitzegeschützten Ort auf.

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