So beranken Sie Rosengitter mit prächtiger Blütenpracht

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Tipps & Tricks, wie Sie Rosengitter mit prächtiger Blütenpracht beranken

„Eine Rose sagt mehr als tausend Worte." So heißt das bekannte Sprichwort. Aber was sagen dann erst Hunderte Rosen, die im Hochsommer in voller Blüte stehen und Ihren Garten in ein herrlich duftendes Blumenmeer verwandeln?
Die Rose ist die Königin aller Blumen und wird umrankt von unzähligen Mythen und Geschichten. Die Literatur kommt nicht ohne sie aus, genauso wenig der klassische englische Garten. Je nach Farbe hat sie eine andere ganz bestimmte Bedeutung und findet als Blumenstrauß, in Form eines Strauches oder eben als Rankenpflanze ihren Platz in unserer Gesellschaft. Die robuste, mehrjährige Pflanze ziert Eingänge und Gartentore und verführt jeden Gast schon beim Anblick der zarten Blüten in Dornröschens Märchenland.

Geschichte der Königin der Blumen

Seit Jahrtausenden beschäftigen sich die Menschen aller Kulturen mit der zarten Rosenpflanze. Das Altertum widmete die Blume der schönen Göttin Aphrodite. Die Germanen bescherten sie ihrer Göttin Freya. Sie ist das Symbol für die Liebe und Vergänglichkeit, ein Zeichen für Verschwiegenheit und der süßen Geheimnisse. Die Rose findet ihren Platz in beinahe allen großen Weltreligionen und spielt in unzähligen Sagen, Legenden, Gedichten und Balladen eine tragende Rolle.

Über 200 verschiedene Arten der zarten Blüte gibt es weltweit. Aufgrund der hohen Nachfrage werden ständig neue Rosenarten gezüchtet und präsentiert. Allgemein unterscheidet die Botanik in Wild- und Kulturrosen. Zu den Wildrosen zählt auch die Hagebutte, die Hunds-Rose und die Rose mit dem intensiven Geruch nach frischen Äpfeln – die Zaun-Rose. Für Ihren Garten kommen natürlich auch diese Wildrosenarten infrage, edler und ausdrucksstärker sind jedoch die vielen verschiedenen Kulturrosen. Vor allem die sogenannten Edelrosen haben es den Liebhabern angetan. Diese langstieligen, meist nur ein Blüte tragenden Gewächse wurden aus bestimmten Kreuzungen verschiedener Rosenarten gezüchtet. Die bis heute am häufigsten verkaufte Rose ist die berühmte Gloria Dei. Die große gelbe Blüte kam im Jahr 1945 auf den Markt und ist auch beinahe 70 Jahre danach noch immer ungemein beliebt. Aufgrund der hohen Symbolkraft für Liebe und Romantik, denken viele in erster Linie immer an rote Rosen als den Klassiker unter den Rosengewächsen. Da sich diese Farbe allerdings tatsächlich nur im entsprechenden Kontext verschenken lässt, greifen die meisten doch eher zu neutraleren Farben, wie Gelb, Rosa oder Weiß.

Die schönsten Arten für den Garten – Rosen als Rankenpflanze

Wenn Sie einen Torbogen oder eine Wand mit den auffälligen Blüten bepflanzen möchten, dann greifen Sie vorzugsweise zu den Kletterrosen. Hierzulande sind nur zwei Arten wirklich heimisch, die Ackerrose und die Rosa pendulina. Kletterrosen für den Garten werden meist aus verschiedenen Rosenarten gezüchtet.

Gloire de Dijon und Excelsa

Seit dem 19. Jahrhundert haben sich jedes Jahr neue Lieblingssorten herausgebildet. Eine der ersten favorisierten Rosenarten als Rankenpflanze war die zartrosa bis gelblich schimmernde Gloire de Dijon. Sie wurde bereits 1853 vorgestellt und stammt ursprünglich von einer Teerose ab. Die wohl bekannteste Kletterrose ist die tiefrote Excelsa, die ab 1910 die ersten Ziergärten schmückte.

Bobby James und Aloha

Heute zählt nicht mehr nur allein die ansprechende Optik der Rose. Sie muss zudem frostbeständig und genügsam in der Pflege sein. Als besonders robust erweist sich dabei die alte Rosenart Bobby James. In Sachen Wetterbeständigkeit steht sie auch den neueren Züchtungen in Nichts nach, hat jedoch den Nachteil, dass sie nur eine kurze Blütephase besitzt.
Wenn Sie sich für ein karibisches Flair in Ihrem Garten begeistern können, dann ist die wunderschöne, apricotfarbene Aloha eine gute Empfehlung. Die sehr stark gefüllten Blüten erinnern an die Blumenketten der hawaiianischen Hula-Mädchen und verdanken diesem Umstand auch ihren Namen. Gleich zweimal im Jahr können Sie sich an der Blütenpracht erfreuen und einen echten Hingucker mit Inselzauber in Ihrem Garten kreieren. Bei richtiger Pflege erreicht die Kletterrose eine Höhe von bis zu 2,5 Metern. Ein wenig Platz sollten Sie also schon bei der Pflanzung einplanen.

Amadeus und Golden Gate

Sollten Sie die klassische blutrote Farbe der Rose bevorzugen, dann werfen Sie einen Blick auf die Kletterrose Amadeus. Die ersten großen Blütendolden blühen im Juni und zeigen sich bis hinein in die erste Frostphase im frühen Winter.
Wenn Sie zwar die Optik der Rose schätzen, jedoch den starken Geruch nicht vertragen, ist die Amadeus die ideale Wahl für Sie. Die Kulturrose ist geruchslos, frostbeständig und einfach zu pflegen. Einen Traum in Gelb zaubern Sie mit der Sorte Golden Gate an Ihre Hauswand. Die halbgefüllten zarten Blüten verströmen einen intensiven, betörenden Duft und zeigen einen starken Wuchs. Die Kletterrose ist äußerst widerstandsfähig gegen Krankheiten und erreicht ihren Blütehöhepunkt im ausgehenden Juni.

Guirlande d'Amour, Jasmina und Kir Royal

Sie sehnen sich nach einem Blütenmeer ganz in Weiß? Dann bepflanzen Sie Ihren Torbogen mit der Guirlande d´Amour. Unzählige weiße Blüten reihen sich aneinander und blühen bis weit in den September hinein. Ein starker Duft unterstreicht die füllige Optik. Vor allem ihre sehr gute Widerstandsfähigkeit, Frostbeständigkeit und der rasche Wuchs machen die Sorte auch unter Hobbygärtnern äußerst beliebt.
Ein weiterer Klassiker mit Auszeichnung ist die Kletterrose Jasmina. Ihre gut gefüllten, weißrosa Blüten erreichen ihren Höhepunkt erst im August und verströmen einen angenehm dezenten Duft.
In einem ähnlichen Farbton und doch ganz anders präsentiert sich die Kletterrose Kir Royal. Die zartrosa Blüten sind durchsetzt von hübschen rötlichen Sprenkeln, die der Blüte eine freche Note verleihen.

Laguna und Rosanna

Besonders imposant zeigt sich die Sorte Laguna mit sehr großen Blüten in einem intensiven Pink. Die Kletterrose verströmt einen starken Duft und ist in ihrer Hochphase beinahe ausschließlich von prächtigen Blüten bedeckt. Etwas dezenter, doch nicht weniger attraktiv, hält es die Rosenart Rosanna in einem rosa Lachston. Auch hier öffnen sich große Blüten, allerdings verteilen sie sich weiter gestreut und nehmen nicht die komplette Oberfläche in Beschlag.

Eine Frage der Farbe – die Symbolik der Rosenblüte

Wenn Sie es vor dem Rosenkauf ganz genau nehmen wollen, dann beachten Sie auch die Bedeutung der Farbe Ihrer Lieblingsrose. Farbsymbolik spielt in unserer Gesellschaft eine große Rolle und hat sich vor allem in Bezug auf die Rose im kulturellen Bewusstsein etabliert. Je nach regionalem Kontext, können die Blütenfarben eine andere Bedeutung haben. Im deutschsprachigen Raum ist die rote Rose allgemein als Symbol für Liebe und Zuneigung bekannt. Dies war nicht immer so. Im Mittelalter galt die Rosenblüte noch als ein Zeichen für unschuldige Liebe und Jungfräulichkeit. Später wandelte sich das Bild und bekam auch eine erotische und sinnliche Bedeutungsebene. Der Begriff „Defloration" kommt nicht von ungefähr.
Setzen Sie in Ihrem Garten ein Zeichen für die Liebe und pflanzen Sie Ihren Blütentraum in Blutrot. Weiße Rosen eignen sich nicht für Krankenhäuser und Seniorenparks. Die Farbe steht neben der Unschuld und Reinheit seit jeher auch für die Vergänglichkeit und den Tod. Allerdings passen die weißen Blüten herrlich in einen frischen Sommergarten voller Spiel, Spaß und jungem Glück. Tiefe Verehrung drückt hingegen die gelbe Rose aus. Die Farbe Rosa symbolisiert die Jugend und die Schönheit. Natürlich hat die Farbe der Blüten eine gewisse Bedeutung, allerdings müssen Sie sie es damit nicht allzu genau nehmen. Die einzelnen Tönungen und Farbverläufe heutiger Rosenarten sind so vielfältig und verschieden, dass Sie sich getrost auf Ihren Geschmack und ihre Vorlieben verlassen können. Kombinieren Sie weiße, gelbe und tiefrote Rosensträucher und zaubern Sie sich Ihren ganz persönlichen Rosengarten. Ihrer Vorstellung sind dabei keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist alles, was gefällt.

Verschiedene Formen der Rosengitter

Rankhilfen und Rosengitter gibt es in Baumärkten und Pflanzencentern in verschiedensten Formen, Größen und Materialien. Die Qualität sollte hierbei eine Rolle spielen. Ob als Torbogen, als Kletterhilfe an der Hauswand, als frei stehender Halbbogen oder zur Verschönerung des Gartenzauns – Rosengitter müssen eine gewisse Stabilität aufweisen. Viele Rosensorten erreichen eine stolze Höhe von mehreren Metern und diese müssen auch bei starkem Wind und Gewitter sicher gehalten werden. Rankhilfen aus Plastik eignen sich daher nur bedingt und wenn, dann nur für kleinere Rosenpflanzen. Vor allem die frei stehenden Konstruktionen sollten aus einem stabilen, rostfreien Material gefertigt sein, zum Beispiel verzinktem Eisen. Verankern Sie die Gitter tief und sicher in der Erde und führen Sie behutsam die ersten Triebe der Pflanzen durch die einzelnen Verstrebungen.

Pflege der Kletterrose

Die meisten Zierkletterrosen sind sehr pflegeleicht und wetterbeständig. Pflanzen Sie die Rosen immer so, dass sie genug Platz nach oben haben und gut wachsen können. Ein Sonnenplatz ist den meisten Rosenarten dabei lieber als der Schatten. Bei frisch gepflanzten Ranken ist eine ausreichende Wasserversorgung das A und O. Hat sich die Rosenpflanze an ihren neuen Standort gewöhnt, reicht es, wenn Sie nur zu Trockenzeiten und bei extremer Hitze gießen. Dabei nutzen Sie bitte die Zeiten vor und nach dem Sonnengang, da die empfindlichen Blüten sonst verbrennen können. Ab dem zweiten Jahr können Rosen einen Dünger aus Rinderdung oder einen speziellen Rosendünger gut vertragen. Die Starkzehrer bevorzugen dabei die organischen Dünger vor den mineralischen.

Bei Rosen kommt es vor allem auf den richtigen Schnitt an. Alle Hölzer, die älter als zwei Jahre sind, werden dabei abgeschnitten. Je nach Sorte und Art gibt es bestimmte Zeiten, die sich für den Rosenschnitt am besten eignen. Lassen Sie sich dazu von einem Experten gleich beim Kauf der Pflanze beraten. Im Winter bedürfen die meisten Kletterrosen keinen extra Schutz. Bei extremen Frosttemperaturen können Sie den Boden um etwa 15 cm weitere Erde anhäufen. Bei der richtigen Pflege und einem humusreichen Boden werden Sie die Pflanzen alle Jahre wieder mit ihren prächtigen Rosenblüten erfreuen.

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