So bauen Sie neue Lichter & Leuchten professionell ein

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So bauen Sie neue Lichter & Leuchten professionell ein

Die Beleuchtungseinrichtung gehört zu den wichtigsten Teilen eines Autos. Ihre Aufgaben sind vielfältig. Sie ermöglicht nicht nur Ihnen gute Sicht, sie sorgt auch dafür, dass andere Verkehrsteilnehmer Sie gut sehen. Darüber hinaus trägt die Beleuchtungsanlage immer auch zur Optik eines Fahrzeugs bei.

Im Folgenden erfahren Sie alles Wichtige über die verschiedenen Lampen, die in Autos verbaut werden. Einleitend erhalten Sie einen Überblick über die einzelnen Leuchten und ihre Funktionen. Anschließend weist Sie der zweite Teil des Ratgebers auf wichtige Aspekte bei Einbau und Kauf hin.

Welche Bestandteile gehören zur Fahrzeugbeleuchtung?

Ehe im Folgenden genaue Informationen zu Ausbau und Wechsel von Beleuchtungskomponenten vermittelt werden, folgt eine Begriffsbestimmung. Unter Fahrzeugbeleuchtung werden alle technischen Einrichtungen eines Fahrzeugs verstanden, die Licht spenden. Neben den Scheinwerfern, die bei schlechten Sichtverhältnissen die Orientierung ermöglichen, zählt hierzu auch die Beleuchtung im Innenraum.

Zur Serienausstattung eines jeden Fahrzeugs gehört eine Standardbeleuchtung. Sie ist für jede Fahrzeugart genau vorgeschrieben. Die Grundausstattung kann um zusätzliche Einrichtungen erweitert werden. Mit zusätzlicher Steuerelektronik und Sensoren stellt man automatisch funktionierende Lichtanlagen her.

Bei Kraftfahrzeugen besteht die Regel, dass an der Vorderseite nur weißes und gelbes Licht verwendet werden darf. Auf der Rückseite ist nur das Anbringen von rotem und weißem Licht gestattet. Seitenlichter sind gelb.

Ein PKW hat drei Gruppen von Leuchten. Dazu gehören zwei Leuchten vorn, zwei Rückleuchten und Markierungsleuchten an der Seite. Jede dieser Leuchten sendet verschiedene Arten von Licht aus. In den folgenden Abschnitten erhalten Sie einen kurzen Überblick.

Die wichtigsten Vorderleuchten

Mit den Vorderleuchten werden die folgenden Arten von Licht ausgegeben:

  • Fernlicht: Dient dem großräumigen Ausleuchten der Straße. Dieses Licht ist nur erlaubt, wenn kein Gegenverkehr kommt. Man kann es als Dauerlicht oder kurz (Lichthupe) verwenden. Bei Nebel oder Schnee sollte es nicht verwendet werden. Es führt zur Eigenblendung. Zur Herstellung nutzt man BILUX-Lampen.
  • Abblendlicht: Dieses Licht dient der normalen Straßenausleuchtung. Es blendet den Gegenverkehr nicht und sorgt dafür, dass man gesehen wird. Man verwendet eine BILUX-Lampe, die von einer Abdeckung teilweise abgeschirmt ist.
  • Das Blinklicht: Dieser Fahrtrichtungsanzeiger hat eine orangene Farbe. Zur Information der Straßenteilnehmer trägt ein astabiler Multivibrator oder ein Mikrocontroller bei.
  • Der Nebelscheinwerfer: Nebelscheinwerfer sind besonders breit abstrahlende Scheinwerfer, die tief an der Fahrzeugfront angebracht  werden. Man schaltet sie ein, wenn die Sichtweite durch Regen oder Nebel erheblich eingeschränkt ist. Sie reduzieren die blendende Wirkung, die Licht ausübt, dass  auf feine Wassertropfen fällt. Die Reichweite ist allerdings geringer als beim Abblendlicht. Idealerweise verwendet man beide entsprechend der Bedingungen im Wechsel.

Neben diesen Hauptscheinwerfern gibt es noch weitere Ausführungen. Hierzu zählt das Standlicht. Es wird im Dunkeln angeschaltet, wenn das Auto steht. Darüber hinaus gibt es ein einseitiges Parklicht, ein Kurvenlicht, einen Weitstrahler, Tagfahrlichter und Kennleuchten.

Die wichtigsten Rückleuchten

Schlussleuchten

Das Grundelement sind die roten Schlussleuchten. Sie geben den Hinterherfahrenden eine Orientierung. Die roten Bremsleuchten strahlen wesentlich stärker als das Schlusslicht. Seit 1998 muss in allen Neuwagen, die in der EU ausgeliefert werden, eine zusätzliche dritte Leuchte angebracht sein. Sie befindet sich in der Mitte des Hecks und über den beiden anderen Leuchten. Bei Kombis variiert die Position aufgrund der Form der Heckklappe ein wenig. Sie ist hinter der Heckscheibe. Bei einfachen Modellen befindet sie sich auf der Kofferraumklappe.

Wie an der Vorderseite befinden sich auch auf der Rückseite zwei Leuchten, die die Fahrtrichtung anzeigen. Sie sind orange und blinken in der gleichen Frequenz wie die Leuchten vorn.

Rückstrahler

Bei den Rückstrahlern handelt es sich nicht um Scheinwerfer im eigentlichen Sinne. Es sind rote Reflektoren, die einfallendes Licht in die Richtung der Quelle zurückstrahlen. Die Spiegelung hat den Zweck, dass ein Fahrzeug von hinterherfahrenden Fahrzeugen gesehen wird. Damit der Hinterherfahrende nicht geblendet wird, sind die Rückstrahler minimal abgewinkelt. Es kommt zu einer Streuung des einfallenden Lichts.

Kennzeichenbeleuchtung

Eine weitere wichtige Leuchte ist die Kennzeichenbeleuchtung. Sie hat eine weiße Farbe und bestrahlt das Nummernschild. Alternativ hierzu nutzt man selbstleuchtende Nummernschilder. Bei Kennzeichenbeleuchtungen gibt es die Vorschrift, dass sie immer gemeinsam mit Rück- und Begrenzungsleuchten ein- und ausschaltbar sind. Man nutzt vorzugsweise Leuchtdioden. Gegenüber normalen Glühlampen haben sie den Vorteil, dass sie nur geringe Wärmeverluste haben und langlebiger sind.

Nebelschlussleuchten

Nebelschlussleuchten sind sehr helle Zusatzleuchten, die am Heck des Fahrzeugs angebracht sind. Sie haben eine rote Farbe und dienen dazu, das Auto bei besonders schlechter Sicht besser erkennbar zu machen. Für den Einbau gibt es bestimmte Vorschriften. Sie dürfen nur paarweise symmetrisch oder einzeln links und mittig am Heck angebracht werden. Nebelschlussleuchten können den nachfolgenden Verkehr aufgrund ihrer Helligkeit stark blenden. Aus diesem Grund dürfen sie nur bei Sichtweiten unter 50 Metern benutzt werden.

Rückscheinwerfer

Die weißen Lichter am Heck sind Rückfahrscheinwerfer. Sie leuchten nur auf, wenn das Auto sich im Rückwärtsgang befindet. Dadurch sollen hinter dem Auto sich befindende Personen zu erhöhter Vorsicht angehalten werden.

LED, Halogen oder Xenon

Verschiedene Scheinwerfer unterscheiden sich nicht nur in Position und in der Farbe, sondern auch in der Funktionsweise. Die wichtigsten Typen sind LED-, Halogen- und Xenonscheinwerfer. Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick über die Besonderheiten der verschiedenen Modelle, Vor- und Nachteile.

Der LED-Scheinwerfer

Bei diesen Geräten wird die Beleuchtung durch eine Diode gewährleistet, die Licht emittiert. Die Dioden basieren auf der Halbleitertechnik. Das heißt, dass der Strom nur in jeweils eine Richtung fließen kann. Der Chip der LED wandelt elektrischen Strom in Lichtenergie um.

An Autos werden LEDs auf drei verschiedene Weisen verbaut. Der erste Anwendungsbereich besteht in Scheinwerfern, deren zusätzliche Funktionen auf Grundlage von LED funktionieren. Hierzu zählen Tagfahrlicht, Rückfahrlicht, Rückleuchte, Kennzeichenbeleuchtung und Blinker. Bei einer zweiten Klasse von Fahrzeugen werden LEDs für das Abblendlicht genutzt. Darüber hinaus gibt es Scheinwerfer, die vollständig auf der Grundlage von LED-Technik funktionieren. Man bezeichnet Sie als Voll-LED-Scheinwerfer.

Ein Vorteil der LED besteht darin, dass bei der Umwandlung nur sehr wenig Wärme entsteht. Darüber hinaus läuft sie sehr lang ohne Probleme. Eine Lebensdauer von bis zu 50.000 Stunden ist ohne Totalausfall möglich. Ihre hohe Robustheit trägt weiterhin dazu bei. Weitere Vorteile ergeben sich durch die Möglichkeit, sie ohne Verzögerung ein- und auszuschalten. Dies ist besonders für die optische Gestaltung wichtig. LEDs tragen darüber hinaus zur Sicherheit bei. Sie blenden entgegenkommende Fahrer wesentlich geringer als andere Lampentypen.

Nachteile liegen besonders im Bereich der Kosten. Sie müssen für LEDs wesentlich mehr bezahlen. Weiterhin ist bei Verwendung von Leuchten in hoher Umgebungstemperatur eine zusätzliche Kühlung notwendig. Andernfalls kommt es zu starken Beschädigungen. Zudem sinkt die Effektivität der LED. Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Lampen im Innern beschlagen können. Die Stärke des Lichts beträgt in der Regel lediglich 11.000 Lumen.

Wie bauen Sie LED-Lichter ein?

So bauen Sie LED-Lampen ein - Beispiel Rücklichter: 

Der erste Schritt besteht im Ausbauen der alten Rücklichter. Entfernen Sie zunächst die Abdeckungen im Kofferraum. Damit werden die Rücklichter zum Austausch verfügbar. Entnehmen Sie anschließend die Fassungen für die Glühlampen. Den Stecker für den elektronischen Abschluss ziehen Sie ebenfalls ab. Im dritten Schritt entfernen Sie die Schrauben, die die Rücklichter befestigen. Sie befinden sich in der Regel auf der Rückseite.

Nehmen Sie anschließend die Rückleuchte heraus. Reinigen Sie anschließend die Dichtungsfläche, um die LED-Lichter gegen Nässe zu schützen. Anschließend setzen Sie die neuen Rücklichter ein und ziehen die Schrauben fest. Im letzten Schritt bringen Sie die Abdeckung wieder an. Der Einbau der anderen im Folgenden beschriebenen Lampen erfolgt auf die ähnliche Weise. Bedenken Sie, dass im Lieferumfang eine Betriebserlaubnis enthalten ist. Werden Sie kontrolliert, müssen Sie sie vorzeigen.

Der Halogenscheinwerfer

Bei dieser Technik senden die Scheinwerfer das Licht über Reflektoren oder Projektorlinsen aus. Die Helligkeit geht von einer glühenden Wendel aus. Die Glühlampen können einfach ausgetauscht werden. Der Einsatz stärkerer Lichtquellen ist problemlos möglich. Halogenlampen werden vorwiegend bei günstigen Fahrzeugen verbaut, Sie sind besonders preisgünstig.

Beachten Sie bei Kauf und Einbau, dass es Halogenscheinwerfer mit unterschiedlichen Sockeln und als Einfaden- und Zweifadenausführung gibt. H7-Lampen werden in Systemen mit vier Scheinwerfern verwendet. Ein Problem besteht darin, dass sie unter hohem Druck stehen. Beachten Sie dies beim Wechseln.

Das Xenonlicht

Xenonlampen haben eine erheblich größere Leuchtkraft. Das Licht wird von einem Lichtbogen erzeugt, der sich zwischen zwei Elektroden befindet. Ein Impuls von 25.000 Volt zündet das Gas im Kolben. Bis zum Einsetzen der Beleuchtung sind einige Sekunden nötig. Bei einigen Autos verwendet man Xenonlampen beim Abblendlicht und Halogenscheinwerfer für das Fernlicht. Unterschiedliche Intensitäten und Farben können dabei zu einem unausgewogenen Gesamteindruck führen.

Was ist beim Einbau von Xenonlampen zu beachten?

Die hellen Gasentladungslampen dürfen nicht mit allen Fahrzeugen betrieben werden. Dies schreiben StVZO und ECE-Regel 48 vor. Um sie montieren zu dürfen, muss Ihr Fahrzeug über eine Streuscheibenreinigungsanlage und eine automatische Leuchtweitenregulierung verfügen. Nur in diesem Fall ist gewährleistet, dass andere Autofahrer nicht geblendet werden.

Xenonlampen haben neben der höheren Leuchtkraft den Vorteil eines geringeren Energieverbrauchs. Mit einer hohen Leuchtdichte punkten sie ebenso wie mit Kontrastverstärkung und einer natürlichen Lichtfarbe.

Nachteile sind hohe Anschaffungskosten und ein schwierigerer Einbau. Bedenken Sie, dass zu der erst beschriebenen Installation das Anbringen eines Vorschaltgeräts kommt. Darüber hinaus ist mehr Platz im Innern erforderlich. Stellen Sie vor dem Einbau die Kompatibilität mit Ihrem Auto sicher. Für die Wartung ist in jedem Fall eine Fachwerkstatt aufzusuchen.

Neue Lichter und Leuchten gibt es für viele verschiedene Modelle

Sie können Scheinwerfer für alle Positionen auswechseln. Ob Halogenlampen oder Xenon- und LED-Ausführungen, bedenken Sie immer welche Automarke Sie fahren. Zum Beispiel: 

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