So bauen Sie neue Batterien fachgerecht ein

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So bauen Sie neue Batterien fachgerecht ein

Ohne Autobatterie kann ein Wagen nicht betrieben werden. Sie liefert den elektrischen Strom für den Anlasser. Auch die Bordtechnik wie das Navigationsgerät und das Radio erhalten die Energie über den Akkumulator. Wenn die Batterie ausfällt, stellt sich für die Besitzer die Frage, ob das Fahrzeug in die Werkstatt muss. Dieser Gang ist mit Kosten, Zeit und einem Leihwagen verbunden. Deshalb wollen viele die Stromquelle im Auto in Eigenregie tauschen. Im folgenden Bericht wird gezeigt, wann dieser Schritt tatsächlich notwendig ist. In einer ausführlichen Anleitung erfahren Sie, wie Sie einen Wechsel fachgerecht vornehmen. Um einen schnellen Ablauf zu gewährleisten, werden abschließend Tricks zur Arbeitserleichterung aufgezeigt und Kniffe zur Langlebigkeit des Akkumulators gegeben.

Anzeichen, die auf eine defekte Autobatterie hinweisen

Wenn das Auto nicht mehr startet, ist die Stromquelle eine häufige Ursache dafür. Oft dauert es aber länger, bis sie tatsächlich endgültig aussetzt. Die Beobachtungsgabe des Fahrers ist in diesem Fall gefragt.

Wenn folgende Punkte mehrmals auftreten, sollte man die Batterie überprüfen lassen:

  • Startet der Motor mit Verzögerung, wenn der letzte Kaltstart einige Zeit zurückliegt?
  • Setzt oder fällt das Radio öfter aus?
  • Kommt die Heizung nur sehr langsam auf Betriebstemperatur?
  • Zeigt das Display eine Warnmeldung, die die Batterie betrifft, an?

Bei der Fahrt lädt sich die Stromquelle des Wagens von selbst wieder auf. Dann werden auch die oben beschriebenen Defekte bald ausbleiben. Vorsicht ist weiterhin geboten: Die Batterie ist nicht in ihrem Normalzustand und sollte unbedingt gecheckt werden.

Wer ein Voltmeter bei sich hat, kann die Spannung der Batterie leicht überprüfen. 13 bis 14 Volt ist der Normalzustand. Wenn das Gerät einen Wert um 10 Volt anzeigt, ist ein Wechsel unabdingbar.

Vor dem Einbau kommt der Ausbau

Man sollte bei Arbeiten am Auto immer ein gewisses Grundverständnis für die Elektrik mitbringen. Zudem müssen bestimmte Arbeitsutensilien vorhanden sein. Der Zeitaufwand beträgt circa zehn Minuten.

Das sollten Sie zur Hand haben:

- eine neue Autobatterie

- passende Schraubenschlüssel, um die Kabel von den Polen zu entfernen

  • Eine Zange
  • Arbeitshandschuhe
  • Saubere Tücher zum Reinigen von Kontakten und des Motorinnenraums
  • Polfett
  • Eine Bürste
  • Einen Besen
  • Eventuell ein Ladegerät für Autobatterien, falls man die alte Batterie noch einmal laden möchte

Ausbau

Der wichtigste Punkt beim Ausbau ist die richtige Reihenfolge, in der man die Kabel abklemmt. Wer diese nicht beachtet, kann einen Stromschlag erleiden, aber auch einen Kurzschluss herbeiführen.

  1. Es werden zuerst alle Geräte, die Strom benötigen, ausgeschaltet
  2. Danach öffnet man die Motorhaube und zieht sich die Handschuhe über. Diese schützen vor Schmutz, aber auch vor Säure, die in der Batterie enthalten ist
  3. Der Stromkreis wird unterbrochen. Wichtig: Zuerst wird das schwarze Minuspol-Kabel entfernt. Mit dem bereitliegenden Schraubenschlüssel hebt man die Mutter, die auf der Leitung sitzt, hoch und zieht das Kabel heraus
  4. Erst jetzt klemmt man das Pluspolkabel in Rot ab. Dazu löst man die Abdeckung und lockert die festgestellte Schraube. Nun kann die Stromleitung herausgenommen werden
  5. Man entriegelt alle Schrauben, mit der die Autobatterie in der Halterung festgemacht ist. Durch die vorhandenen Griffe kann man den defekten Stromerzeuger leicht entnehmen

Mitunter kann die Batterie bis zu 25 Kilogramm wiegen. Deswegen sollte man notfalls noch eine weitere Person zur Seite haben, die Unterstützung geben kann. Bei einem Sturz auf den Boden kann die Batterie möglicherweise aufbrechen. Die darin enthaltene Säure ist hoch ätzend und sollte bestenfalls nicht auslaufen.

Ein weiterer Hinweis: Wenn die Batterie ausgebaut wird, können gespeicherte Daten der Uhr oder des gesamten Bordcomputers gelöscht werden. Dies ist bei jedem Fahrzeugtyp und –modell verschieden. Die jeweilige Bedienungsanleitung muss man vorher konsultieren.

Der fachgerechte Einbau der Autobatterie

Wenn die alte Stromquelle sicher ausgebaut worden ist, kann man sich um den Einbau kümmern. Auch bei diesem Vorgang muss man das Gewicht der neuen Batterie beachten und sich eventuell eine Person holen, die beim Einsetzen hilft.

1. Man sollte sich bewusst machen, wo der Plus - und wo der Minuspol im Auto liegt. Dadurch kann man die Batterie sofort richtig ausrichten.

1. Die Griffe, die entweder an den Seiten oder der Oberseite des neuen Stromerzeugers liegen, werden auseinandergezogen. So wird die Batterie in die Halterung des Autos gesetzt.

2. Dort wird sie mit den Schrauben festgestellt. Dies sollte von einer kräftigen Person durchgeführt werden. So kann die Batterie später nicht verrutschen. Bei vielen Modellen gibt es ein Metallplättchen, welches zusätzlichen Schutz verleiht. Dieses wird an der dafür vorgeschriebenen Metallleiste angebracht.

3. Die Polen werden jetzt wieder befestigt. Die beiden dürfen sich niemals berühren. Nun wird zuerst das rote Kabel festgeklemmt (Vorsicht! Umgekehrte Reihenfolge zum Ausbau!). Dabei ist darauf zu achten, dass die Leitung fest aufsitzt, damit sie sich während der Fahrt nicht lösen kann.

4. Das schwarze Kabel steckt man an den Minuspol und schraubt die Halterungen fest.

5. Damit die Leistung der Batterie in Zukunft nicht durch Verschmutzungen an den Kontakten beeinträchtigt wird, können diese mit einem speziellen Polfett eingerieben werden.

6. Am Ende werden die Muttern zur Stabilisierung der Kabel auf die Schrauben gesetzt und sehr festgestellt.

Zu beachten: Der richtige Ablauf ist entscheidend. Um einen Funkenregen oder gar eine gefährliche Explosion zu vermeiden, muss beim Einbau immer zuerst das rote und dann das schwarze Kabel eingesetzt werden. Kommt man versehentlich gleichzeitig mit einem Batterieanschluss und der Karosserie des Autos (mit einem leitenden Werkzeug) in Berührung, kann kein Kurzschluss entstehen.

Tipps für den Einbau

  • Wenn die Batterie noch nicht wieder eingesetzt wurde, kann man den Innenraum vorab reinigen. Größerer Schmutz kann mit einem Besen entfernt werden. Die Kontakte im Auto, die an die Batterie angeschlossen werden, sollte man mit einem sauberen Tuch abwischen. Etwas Polfett kann helfen, einer Schädigung der Batterie vorzubeugen. Außerdem dient es dazu, dass immer die optimale Menge an Strom für den Wagen geliefert wird.
  • Oftmals ist es schwierig, die Kabel auf die Pole zu stecken. Sie sitzen nicht fest oder lassen sich gar überhaupt nicht ansetzen. Hierfür kann man ein gut schmierendes Öl verwenden. Die Enden werden geschmeidig und gleiten in die vorgeschriebene Halterung.
  • Wer nicht möchte, dass alle technischen Geräte im Wageninneren die vorgespeicherten Daten verlieren, sollte sich um ein Spenderfahrzeug bemühen. Dessen Batterie muss voll geladen sein. 

So funktioniert das Überbrücken

1. Man benötigt zwei Starthilfekabel

2. Alle Stromverbraucher und die Zündung müssen ausgeschaltet sein

3. Mit dem roten Starthilfekabel werden die Pluspole beider Autobatterien verbunden

4. Ein Ende des schwarzen Kabels wird am Minuspol der Spenderbatterie befestigt

5. Das andere Ende sollte man an ein Metallteil des Empfängerautos im Motorraum oder am Motorblock selbst klemmen. Auf keinen Fall darf das Kabel an den Minuspol kommen! Auch sollte ein Kontakt mit dem Kühlerventilator und dem Keilriemen vermieden werden

6. Erst jetzt wird der Motor des Spenderwagens gestartet

7. Das Empfängerauto anlassen

8. Bevor man das Minuskabel am defekten Auto abmontiert, sollten die Scheinwerfer oder ähnlich große Verbraucher eingeschaltet werden. So wird die Bordelektrik nicht überspannt

9. Wenn das erledigt ist, werden die Starterkabel entfernt (erst Minus, dann Plus)

  • Außerdem kann man sich vor dem Abklemmen der alten Autobatterie eine noch geladene besorgen. Diese wird durch Überbrückungskabel an die Polklemmen der alten Batterie gezwickt. Dafür darf alte Batterie nicht komplett entladen worden sein.
  • Wenn es kein Spenderauto gibt, muss man alle Daten erneut eingeben. Für das Radio benötigt man einen Code. Dieser ist in der Bedienungsanleitung zu finden. Ebenfalls kann man dort die einzelnen Schritte zum richtigen Programmieren nachlesen.

In manchen Fällen kann es vorkommen, dass die Zentralverriegelung des Wagens nicht sofort funktioniert. Dies gibt sich jedoch nach einiger Stromlaufzeit wieder.

Langlebigkeit der Batterie

  • Der Stromerzeuger sollte regelmäßig gesäubert werden. Einige einfache Handgriffe verhindern, dass die Batterie in kurzer Zeit wieder gewechselt werden muss. Tücher und frisches Wasser können groben Schmutz lösen. Wichtig ist, dass man alle Bezeichnungen auf dem Akkumulator lesen kann. Damit kann zum Beispiel einer Verwechslung der Pole vorgebeugt werden.
  • Einige Autobatterien müssen noch gewartet werden. Bei diesen Modellen muss man ab und an den Flüssigkeitsstand in den sechs Zellen kontrollieren. Dazu sind die sechs Stopfen abzuziehen. Einwandfrei ist der Zustand, wenn man die Flüssigkeit immer über den Platten liegen sieht. Zum Nachfüllen ist ausschließlich destilliertes Wasser zu benutzen. Batteriesäure oder normales Leitungswasser schädigen die Batterie. Zudem sollte der optimale Sitz der Batterie sowie der der Anschlusskabel und der Schrauben alle drei Monate getestet werden.
  • Um aktiv an der Langlebigkeit der Autobatterie zu arbeiten, sind extreme Kurzstreckenbetriebe zu vermeiden. Zusätzliche Verbraucher wie die Heizung, die Lüftung oder das Radio entladen den Stromerzeuger. Durch den abgekürzten Weg kann er sich aber gleichzeitig nicht mehr aufladen. Auf Nebelscheinwerfer oder Nebelschlussleuchten ist für eine Fahrt von zwei Minuten im Idealfall zu verzichten. Nur für Frost gilt: Heizgebläse auf höchster Stufe laufen lassen. Normalerweise genügt eine mittlere bis niedrige Einstellung.
  • Wer seiner Batterie etwas Gutes tun will, sollte den Wagen in einer Garage überwintern. Wenn keine solche vorhanden ist, kann der Akkumulator auch ausgebaut werden. Er sollte dann kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Zudem sollten Besitzer auf eine Tiefentladung verzichten. Das bedeutet, dass man die Batterie nicht komplett entladen darf. Alle zwei bis drei Monate ist sie nachzuladen. Hat man den Stromerzeuger aus dem Auto entnommen, ist das mit einem externen Ladegerät durchzuführen. 
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