Smartphones ohne Vertrag: So verschaffen Sie sich einen Überblick

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Smartphone Handy ohne Vertrag: So verschaffen Sie sich einen Überblick über für Sie passende Angebote

Das Smartphone ist beides: eine Art Prestigeobjekt und durch die Multifunktionalität zugleich ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand, der für viele nahezu unverzichtbar geworden ist - man geht nicht mehr ohne aus dem Haus. Entsprechend der Nachfrage gibt es eine Vielzahl an Herstellern, die stets die neuesten technischen Möglichkeiten aufgreifen, um neue Modelle mit immer weiteren Funktionen auf den Markt werfen. Zu den bekanntesten Herstellern derzeit gehören etwa Apple, Samsung, Sony, Motorola oder Nokia, um nur einige zu benennen.

Ähnliches gilt auch für das Angebot an Handyverträgen, die sich an die unterschiedlichen Zielgruppen richten - vom Wenignutzer bis hin zum Dauertelefonierer. Als Interessent hat man die Möglichkeit, ein Handy ohne Vertrag zu erwerben oder subventionierte Hardware mit Vertrag zu erwerben - der Vorteil dabei liegt im niedrigeren Anschaffungspreis, allerdings haben diese Tarife fast immer eine Laufzeit von 24 Monaten, bevor diese wieder gekündigt werden können.

Der nachfolgende Ratgeber gibt Ihnen Tipps und Anhaltspunkte mit auf den Weg, wie Sie sich am besten einen Überblick über passende Angebote verschaffen können und welche Kriterien beim Smartphone-Handy selbst eine wichtige Rolle spielen - wer sich dabei weniger für die Historie interessiert, kann den nachfolgenden Abschnitt direkt überspringen.

Vom ersten Handy bis zum heutigen Smartphone: Ein kleiner Rückblick

Die Entwicklung der Handys bis zu den aktuellen Smartphones kann durchaus als rasant bezeichnet werden: Als weltweit erstes kommerzielles Mobiltelefon gilt das DynaTAC 8000X von Motorola, das im Jahr 1973 vorgestellt wurde, aber erst 10 Jahre später offiziell auf den Markt kam. Der Preis lag bei knapp unter 4.000 US-Dollar, was umgerechnet in etwa 7.000 Euro entspräche. Ebenfalls interessant dabei die Größenverhältnisse im Gegensatz zu heute, die mit 33 x 4,5 x 8,9 Zentimetern angegeben wird - die Empfangsantenne hatte dabei eine Länge von 20 Zentimeter. So gesehen feiert das Handy im Jahr 2013 also sein dreißigjähriges Jubiläum - herzlichen Glückwunsch.

Der nächste entscheidende Meilenstein stammt ebenfalls aus dem Hause Motorola: 1992 wurde das erste GSM fähige Mobiltelefon vorgestellt unter der Modellbezeichnung International 3200. Passend dazu wurden in Deutschland im Jahr 1992 das D-Netz und 1994 das E-Netz in Betrieb genommen, die beide dem GSM Standard entsprachen (Global System for Mobile Communications) - das digitale Kommunikationszeitalter hatte begonnen.

Das erste erwähnte Smartphone stammt aus dem Jahr 1993 und wurde von den Unternehmen BellSouth und IBM entwickelt, trug den Namen Simon und verfügte bereits über einen Touchscreen. Schritt für Schritt ging die Entwicklung weiter bis zu den heutigen Smartphones, so wurden Kameras und Video-Cams integriert, Music-Player und vieles mehr inklusive Schnittstellen wie USB oder Bluetooth. Ebenfalls weiterentwickelt wurden die Displays: Zunächst kamen vor allem resistive Touchscreens zum Einsatz, die mit einem Pen oder auch mit dem Fingernagel bedient werden konnten. Mittlerweile kommen fast ausschließlich kapazitive Displays zum Einsatz, auf denen die Funktionen durch den Einsatz der Finger gesteuert werden.

Smartphone oder klassisches Handy mit Tastatur?

Ein Unterfangen, das gar nicht so einfach ist bei der großen Auswahl - stöbern Sie einfach einmal bei eBay und verschaffen Sie sich einen ersten Überblick über das Angebot. Hilfreich ist zudem, sich zunächst ein realistisches Bild über das eigene Nutzerverhalten zu verschaffen.

Wenn Sie ausschließlich telefonieren möchten, ist ein Smartphone schlicht und einfach überdimensioniert, ein normales Handy mit Tastatur tut es, was einige Vorteile mit sich bringt; allerdings wird es zukünftig schwieriger werden, entsprechende Modelle zu finden, sofern diese neu sein sollen. Ein typischer Vertreter der Candy-Bar-Modelle wäre etwa das Nokia 6300 oder das Razr V3 von Motorola als Klapphandy, um nur zwei Beispiele zu benennen. Ein Hersteller, der sich stark auf dieses Marktsegment spezialisiert hat, ist zudem das Unternehmen Emporia, das verschiedene Modelle anbietet, die sich für Puristen ebenso wie für Senioren eignen, die sich nicht mit den vielfältigen Funktionen auseinandersetzen möchten.

Was macht das Smartphone so smart?

Die beruhigende Nachricht vorab: Natürlich können Sie mit einem Smartphone nach wie vor telefonieren, trotz aller zusätzlichen Funktionen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Auswahl schon deutlich schwieriger dar. Fragen Sie sich zunächst, was Sie mit dem Smartphone alles zusätzlich machen möchten:

  • Im Internet surfen
  • Spiele spielen
  • Kurznachrichten versenden
  • Bilder schießen
  • Videos aufnehmen.

Dabei liegt es auf der Hand, dass das Display selbst eine gewisse Größe besitzen sollte, typische Maße wären etwa:

Die Größenangabe gibt die Bildschirmdiagonale an - um sich das besser vorstellen zu können, entsprechen 3,5 Zoll 8,89 Zentimeter, 4 Zoll 10,16 Zentimeter und 5 Zoll letztlich 12,7 Zentimeter. Zu den aktuell größten Modellen zählt das Ascend Mate von Huawei mit satten 6,1 Zoll, was knapp 15,5 Zentimetern entspricht. Die Frage ist, ob das Sinn macht, denn: Zwar lassen sich die Touchsscreens wunderbar bedienen, allerdings passt das Smartphone nicht mehr in die Hosentasche und kann im Grunde nicht mehr einhändig bedient werden - Vor- und Nachteile müssen sorgfältig abgewägt werden.

Multimediaanwendungen & Co.

Mit zu den wirklich praktischen Dingen bei Smartphones zählt die integrierte Kamera, mit der man zumeist Bilder und Videos aufnehmen kann, die Hobbyansprüchen durchaus genügen. In diesem Zusammenhang werfen die Hersteller im fast wahrsten Sinne des Wortes mit Megapixeln um sich, was auf die maximal mögliche Auflösung hinweist, aber kein allgemeingültiges Kriterium hinsichtlich der Bildqualität ist. Neben den Megapixeln spielt der sogenannte Bildsensor noch eine gewichtige Rolle: Generell lässt sich sagen, dass die Bildqualität steigt, wenn ein kleiner Bildsensor mit weniger Megapixel zum Einsatz kommt, weil die Bildpunkte einfach größer sind. Je höher die Anzahl an Megapixeln, desto größer sollte auch der Bildsensor sein. Ein Extrembeispiel etwa wäre das neue Nokia Pureview 808 mit 41 Megapixeln und einem Bildsensor, dessen Größe denen digitaler Kompaktkameras entspricht.

Ebenfalls häufig wird das Smartphone als Music-Player verwendet: Neben dem hardwareseitig eingebauten Player kommt es noch auf weitere Kriterien an, die ein Musik-Handy ausmachen: Dazu zählt etwa ein hochwertiger Equalizer, Software zum bequemen Verwalten und Bearbeiten der Musikstücke und nicht zuletzt die Anschlussmöglichkeit für Kopfhörer, hier sollte auf einen 3,5mm-Klinkenanschluss geachtet werden, Angaben dazu finden Sie in den Produktbeschreibungen der Anbieter. Zu den aktuellen Top-Geräten in diesem Zusammenhang zählen laut Testberichten aktuell zum Beispiel die Optimus Reihe von LG, bei HTC gehört das One X dazu und Apple steuert derzeit das iPhone 5 bei, um einige Beispiele zu benennen.

Dass Bilder, Videos und Musikstücke Speicherplatz und nochmals Speicherplatz benötigen, ist keine Frage, unter 8 GB (GibaByte) kann es unter Umständen sehr schnell eng werden. Bei vielen Handys lässt sich die Speicherkarte über den vorhandenen Slot gegen eine größere auswechseln - allerdings geht der Trend bei diversen Herstellern bereits hin zu fest eingebauten Speicherelementen wie es zum Beispiel Apple macht.

Die Geschwindigkeit als Entscheidungsfaktor

Smartphones sollten schnell sein, gerade, wenn viele multimediale Anwendungen zum Einsatz kommen: Die Gesamtgeschwindigkeit ergibt sich dabei aus der Kombination von Prozessor (CPU), Arbeitsspeicher (RAM) sowie der Zugriffsklasse auf den Massenspeicher, die zumindest die Klasse 6 haben sollte, um ein möglichst flüssiges Abspielen von beispielsweise Musik oder Videos zu ermöglichen -- je höher desto besser natürlich. Die Prozessortaktung sollte eine Rate von einem GHZ (Gigahertz) an aufwärts vorweisen und der RAM sollte nicht unter einem GB liegen, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Auf den Preis kommt es an

Die Anschaffung und Auswahl eines Smartphones hängt selbstverständlich immer auch mit dem eingeplanten Budget zusammen. Beim Abschluss eines Handytarifs inklusive Smartphone kann man zwar Geld sparen, diese sind jedoch fast immer mit einer aktuellen Laufzeit von 24 Monaten verbunden, man sollte daher genau vergleichen, ob man die Tarifleistungen tatsächlich benötigt oder ob es auf die Dauer betrachtet nicht günstiger ist, sich die Hardware selbst zu kaufen und dafür den Tarif frei auswählen zu können.

Auf was Sie bei Smartphones ohne Vertrag noch achten sollten

Um ein Smartphone überhaupt verwenden zu können, benötigen Sie eine SIM-Karte (Subscriber Identity Module), mit der Sie sich im Mobilfunk-Netz anmelden und identifizieren, achten Sie daher darauf, ob das gewünschte Handy mit einer SIM-Lock Sperre versehen ist, da solche Geräte sonst nur für das dafür vorgesehene Mobilfunk-Netz (D1, D2, UMTS, LTE) durch einen bestimmten Provider verwendet werden können. Die SIM-Lock Sperre ist dabei vor allem bei subventionierten und damit an einen Vertrag gebundene Handys vorhanden.

In den Herstellerangaben finden Sie noch eine weitere wichtige Information, nämlich die Netzwerkfähigkeit der einzelnen Modelle nach den folgenden Standards:

· GMS (G2) mit GPRS und EDGE

· UMTS (G3) mit HSDPA für schnellere Downloads und HSUPA für schnellere Uploads

· LTE (G4) mit LTE Advanced

Mit einem GMS-Handy etwa können die höheren Übertragungsgeschwindigkeiten von UMTS oder LTE nicht genutzt werden, von daher lohnt sich ein Blick auf die Angaben, bevor eine Auswahl getroffen wird. LTE- oder UMTS fähige Handys sind abwärtskompatibel, was von Vorteil ist, wenn am Standort nur ein GMS-Netz zur Verfügung steht.

Eine Frage des Betriebssystems

Mit dem Einzug effektiver Betriebssysteme wie etwa iOS von Apple, Android von Google und Windows Mobile von Microsoft, können Smartphones im Grunde als tragbare Computer bezeichnet werden. Inzwischen etwas exotischer ist das Betriebssystem Symbian OS von Nokia, das allerdings laut Pressemeldungen nicht mehr weiter entwickelt wird, der Hersteller wird vermutlich verstärkt auf Windows Mobile setzen.

Welches Betriebssystem sich für Sie besonders eignet, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab - was verfügbare Apps anbetrifft, haben derzeit Android und iOS die Nase vorn, wie schnell sich der Markt für Windows Mobile entwickeln wird, muss sich noch zeigen.

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