Smaragde - was man beim Kauf beachten sollte

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Bereits die ägyptische Hochkultur erfreute sich an dem Smaragd, berühmt sind die Minen der Königin Kleopatra, die diesen Edelstein in vorher unbekanntem Ausmaß für den Schmuckbedarf des Hofes und der Priesterschaft fördern liess.

Der Smaragd gehört zur Gruppe der Berylle, der z.B. auch der Aquamarin, der blaue Beryll angehört. Ausschlaggebend für den Preis ist vor allem die Farbe eines Smaragdes. Große, klare Smaragde von bester tiefgrüner Farbe erzielen Preise, die weit über dem eines Diamanten gleicher Größe und Qualität liegen können. Geschätzt wird ein intensives, keineswegs zu blasses Grün. Viele Smaragde zeigen einen leichten Blauton im Grün, was ebenfalls ein sehr geschätzter Farbton ist. Derartige Smaragde tragen häufig die Farbbezeichnung blueish green. Blassgrüne Steine hingegen sollten eigentlich nicht mehr als Smaragd, sondern als grüner Beryll deklariert werden und liegen auch preislich weit unter dem Smaragd.

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Welche Reinheit soll der Smaragd haben?
Smaragd ist einer der wenigen Edelsteine, bei denen Einschlüsse nicht als Fehler gewertet werden, sofern Sie nicht im Übermaß vorhanden sind. Im Edelsteinhandel werden derartige Einschlüsse Jardin (Garten) genannt. Dennoch sollte der Smaragd genug klare Partien haben, damit das Licht zu den unteren Facetten durchdringen und das Feuer und Leuchten im Stein hervorrufen kann.

Muss es ein kolumbianischer Smaragd sein?
In der Regel zeigen kolumbianische Steine ein intensiveres Grün und schöneren Jardin. Diese Steine liegen aber in gehobener Preisklasse. Wenn Sie nicht tausende von Euro investieren wollen, ist ein Vergleich mit Smaragden aus anderen Herkunftsländern durchaus lohnenswert. Zimbabwe, Brasilien und Afghanistan liefern gute Qualitäten, die mit kolumbianischen Smaragden normaler Qualität durchaus mithalten können. Und dies oftmals zu einem erheblich günstigeren Preis.

Muss der Smaragd mehr als 1 Carat Gewicht haben?
Bei allen begehrten, teuren Edelsteinen gibt es ab 1 Carat Gewicht einen Preissprung, für Sammler und Schmuckliebhaber ist dies eine Art psychologischer Grenze. Facettierte Steine knapp unter einem Carat Gewicht sind deutlich günstiger zu haben. Bei gleichen Schliffproportionen ist ein 1,00 Caräter aber optisch kaum vom 0,92 Caräter zu unterscheiden. Empfehlenswert ist es, lieber einen etwas kleineren, dafür aber farbintensiveren Smaragd zu kaufen.

Behandelt oder unbehandelt?
Beim Smaragd wird ein Großteil der Förderung in Edelsteinqualität behandelt. Gebräuchlich ist eine Ölung des Steines mit Zedernholzöl. Im Vakuumbehälter zieht das Öl in die Heilungsrisse des Smaragds ein, der dadurch klarer wirkt. Dieses natürliche Öl verursacht keine bekannten Spätfolgen, wie es z.B. einige synthetische Harze in der Vergangenheit getan haben. Diese verfärbten sich im Laufe der Zeit und machten den Stein unansehnlich.

Gibt es einen günstigeren Edelstein als Alternative zum Smaragd?
Der Smaragd ist auch in den unteren und mittleren Farbintensitäten und Qualitäten ein sehr teurer Edelstein - das Grün des Smaragds ist im Edelsteinreich nunmal unvergleichlich. Grüner Turmalin beispielsweise ist viel preiswerter, für den Preis eines Smaragd-Einkaräters in mittlerer Qualität sollte man schon einen Turmalin von guter Farbe & Reinheit von mehren Carat Gewicht erwerben können. Zusätzlich bietet Turmalin eine höhere Reinheit fürs Geld. Eine etwas teurere Alternative zum Smaragd sind Tsavorit und Chromdiopsid. Tsavorit ist ein grüner Granat, der aufgrund von Seltenheit und seiner gesuchten Farbe preislich durchaus mit dem Smaragd mithalten kann. Chromdiopsid ist ein wenig günstiger als Smaragd und zeigt ebenfalls einen ganz eigenen, sehr geschätzten Grünton. Allerdings ist Chromdiopsid ein relativ weicher Edelstein, der möglichst nur in Ohrringen oder Anhängern getragen werden sollte. Als Ringstein könnte der Chromdiopsid im Laufe der Zeit stumpf werden, wenn er zu häufig oder unachtsam getragen wird.

Bleiben Sie kritisch bei zu billigen Angeboten
Smaragd wird mittlerweile industriell synthetisch hergestellt. Bisher waren synthetische Smaragde so perfekt gezüchtet, dass sie durch Ihre extreme Reinheit zwangsläufig als Synthesen auffielen. Neuerdings sind Synthesen auf dem Markt, die den Jardin - die Einschlüsse eines natürlichen Smaragdes - nachzuahmen versuchen. Der Fachmann kann die künstlichen Einschlüsse problemlos erkennen, aber nicht alle Laien auf dem Gebiet werden diesen Smaragd als Synthese erkennen können, wenn sie nicht als solche deklariert ist.

Und generell gilt natürlich, dass man Edelsteine nur von Händlern Ihres Vertrauens kaufen sollte. Gewerbliche Anbieter müssen Ihnen ein Rückgabe- oder Widerrufsrecht einräumen.

Vielen Dank für das aufmerksame Lesen - Ich hoffe, dieser Ratgeber konnte ein wenig hilfreich sein.

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