Sind Teflonpfannen giftig? Ist Teflon schädlich?

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Immer wieder gibt es Fragen von Kunden bezüglich der Unbedenklichkeit von Antihaftbeschichtungen bzw. Teflon. Der verunsicherte Konsument fragt sich mitunter: Was ist wirklich dran an der vermeintlichen Gesundheitsgefahr durch Teflon?

Vorweg
Es gibt keinen Grund zur Panikmache. Niemand muss seine Teflonpfanne in die Ecke schmeißen, aus Angst, sie würde ihm schaden.

Seit rund einem halben Jahrhundert gibt es nun Kochgeschirr mit Antihaftbeschichtungen auf PTFE-Basis, landläufig als Teflon bekannt, dem Markennamen eines der größten Hersteller von Antihaftbeschichtungen, DuPont. Da der Markenname "Teflon" für Antihaftbeschichtungen ähnlich synonym verwendet wird wie "Tempo" für Taschentücher, soll er hier der Einfachheit weiter verwendet werden.

DIE FAKTEN
Fakt ist, dass Teflon in festem Zustand über einen weiten Temperaturbereich gesundheitlich nachgewiesenermaßen völlig unbedenklich ist.

Fakt ist auch, dass selbst bei der maximal empfohlenen Brattemperatur, bei der Fette und Öle bereits deutlich zu rauchen anfangen, die Teflonbeschichtung noch stabil ist und keine ausgasenden Schadstoffe abgibt. Erst bei Temperaturen von über 300°C gibt auch die Antihaftversiegelung schädliche Gase und Bestandteile ab. Die zum Braten verwendeten Fette und Öle haben sich jedoch dann schon 100°C vorher i.d.R. selbst entzündet und brennen. Der drohende Küchenbrand mit seinen unzähligen Giften und der damit einhergehenden enormen Rauchentwicklung, die schon unzählige Menschen das Leben kostete, dürfte hier wohl die größere Sorge verdienen...
Anders gesagt, nur wenn der Küchenbrand bevor steht, wird auch die Pfannenbeschichtung zur möglichen Gesundheitsgefahr.

Wer diese Worte anzweifelt, der möge sich die diesbezüglichen Untersuchungsergebnisse des deutschen Bundesinstitus für Risikobewertung (BfR) zu Gemüte führen. Das BfR kommt zu dem Schluß, dass "bei bestimmungsgemäßem Gebrauch von beschichtetem Kochgeschirr [...] keine Gesundheitsgefahr (besteht)."
Auch das Verschlucken kleiner Beschichtungsteile ist "gesundheitlich unbedenklich [...]". Sie werden unverdaut wieder ausgeschieden, so "[...] kann es nicht zu giftigen Reaktionen im Körper kommen."


UNSERE EMPFEHLUNGEN

1) Entscheiden Sie sich für Kochgeschirre mit bekannten Marken-Antihaftbeschichtungen. Diese sind von den Herstellern umfänglich auf physiologische Unbedenklichkeit geprüft. Kochgeschirre mit NoName-Antihaftbeschichtungen unbekannter Herkunft sollten gemieden werden.

2) Beachten Sie immer die Gebrauchshinweise des Herstellers bezüglich der empfohlenen Back- und Brattemperaturen. D.h. in aller Regel Kochen mit mäßiger Hitze. Unter diesen Umständen besteht keine Gefahr. Vermieden werden sollte auf jeden Fall das Leererhitzen von Antihaftpfannen/-töpfen, da hier die Temperatur aufgrund der geringeren Wärmeabfuhr und des mangelnden Indikators Rauch schlecht eingeschätzt werden kann und es so insbesondere bei leistungsstarken Ceran- und Induktions-, sowie großflammigen Gasherden sehr schnell zu kritischen Überhitzungen kommen kann.

3) Wenn eine Pfanne deutlich überhitzt wurde, lassen Sie sie sicher abkühlen, lüften Sie und entsorgen sie Öl/Fett und Bratgut. Untersuchen Sie die Pfanne auf Verfärbungen. Im Zweifelsfalle tauschen Sie sie aus. Hat sich das Fett bereits entzündet und wurde gleich wieder gelöscht, so ist in jedem Fall der Austausch der Pfanne anempfohlen, auch wenn die Pfanne zunächst noch intakt scheint.

4) Aus der Küche fernzuhalten sind auch jegliche Arten von Ziervögeln. Vögel haben aufgrund ihrer Anatomie Atmungsorgane, die sehr viel empfindlicher auf mögliche Schadstoffe reagieren, als die des Menschen (Man denke an die Vogelbauer unter Tage, die früher zur Warnung vor Grubengasen dienten).


FAZIT
Am Ende zählen Fakten und gesunder Menschenverstand; und die besagen, dass es bei normaler, verantwortungsvoller Nutzung keinerlei stichhaltige Hinweise auf Gesundheitsgefahren bei der Verwendung von Teflonpfannen gibt.

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