Silver Crest: mit Vorsicht zu genießen

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Ich hatte vor wenigen Wochen eine Silver Crest in einer Ebay-Auktion ersteigert. Die Maschine wurde als defekt/Ersatzteil angeboten. Im Begleittext gab die Verkäuferin an, sie wäre mit der Maschine nicht zurecht gekommen. Als nur eine Frage der Bedienung? Denkste!

Die Maschine nähte auch nach mehreren Einfädelversuchen nicht eine einzige Naht. Es gab nur Stiche in den Stoff. Auch der Probeversuch ohne Stoff mündete in vier glatte, unverkettelte Fäden. Die Maschine war also ein glatter Fehlkauf. Nach Konsultation eines Nähmaschinen-Mechaniker-Meisters in Hannover, den ich um Reparatur ersuchte, erklärte er mir frank und frei: "Maschinen dieses Typ fasse ich erst gar nicht an. Die sind irreparabel." Auf deutsch: Ich hatte ziemlich viel Geld für Schrott bezahlt. Da die Maschine über Lidl verkauft wurde und angeblich die Garantiezeit noch nicht ganz abgelaufen war, versuchte ich auf diesem Weg etwas zu erreichen. Doch dazu brauchte ich den Kaufbeleg. Lapidare Antwort der Verkäufers: Es gibt keinen! Weitere Nachfrage nach Kaufdatum und Kaufort wurde unzureichend ausweichend mit "Die Maschine war ein Geschenk" beantwortet. Kooperation gleich Null.

Einzige Möglichkeit: Zu versuchen, eine Kulanzregelung mit Lidl zu erreichen. Dort verhält man sich jedoch recht zurückhaltend.

Da Overlockmaschinen immer noch recht hoch gehandelt werden, bleibt auf diesem Wege nur der Rat: Vorsicht beim Kauf. Eine so komplizierte Maschine, die bei leichtem Defekt, der durch Nähen entstehen kann, irreparabel wird und damit nur noch Schrottwert hat, das sollte man sich gründlich überlegen.

Werde nachrangig berichten, falls sich mit Lidl ein Weg finden läßt.

Juppi70_0

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