Silber aus Nachlass: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

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Silber aus Nachlass: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Nachlässe aus Silber bergen oft kleine Schätze. Doch gerade bei Schmuckstücken liegen der ideelle Wert und der tatsächliche Materialwert weit auseinander. Antiquitäten bestimmter Stilrichtungen und Epochen sind sicherer einzuschätzen. Hilfreich sind Angaben zum Gewicht und ein Stempel, der den Silberanteil bestimmt. Bei Bestecken hilft der Name des Herstellers und der Besteckserie. Wenn beide Angaben fehlen, fragen Sie nach fachmännischen Beurteilungen über die Art der Versilberung und dem Alter. Bei Einzelstücken entscheidet die Nachfrage und wie bei allem Schönem aus echtem Silber und aus Omas Schmuckkästchen letzten Endes Ihr Geschmack.

 

Stempel und Gewicht zur Ermittlung des Materialwertes

Eine Silbermarke, auch Stempel oder Punze genannt, beinhaltet wichtige Informationen. Angaben wie Feingehalt an Silber, Beschauzeichen, Jahresbuchstaben und Steuerstempel helfen bei der Einordnung des Erbstückes. Der Feingehalt an Silber kann irgendwo zwischen 1000 Gramm, dem Feinsilber, 958 Gramm New Sterling, 925 Gramm Sterling, 830 Gramm skandinavischem Standard und dem Mindestgehalt von 750 Gramm pro Kilogramm liegen. Aus dem Silberanteil und dem Gewicht eines alten Schmuckstückes lässt sich der Materialwert bestimmen.

 

Ideelle Werte - von Omas Perlenring bis zur raren Antiquität

Bei Antiquitäten oder stilvollem Schmuck gibt es darüber hinaus einen ideellen Wert. Diesen Wert eines Besteckes, eines Tafelsilbers, von Uhren oder Schmuck zu bestimmen, ist komplizierter. Gegenstände, die in hoher Auflage erstellt wurden, sind im unteren Preissegment zu finden. Seltene Einzelstücke erreichen auf Auktionen hohe Preise. Handarbeit oder Details sind wertvoller als schlichte Industrieware. Schmuck oder Tafelsilber aus renommierten Unternehmen und von bekannten Gestaltern bleiben eher wertstabil als der Nachlass-Schmuck, dessen Herkunft ungeklärt ist. Sind Sie sich unsicher in der Bewertung eines Angebotes, hilft der Rat des Fachmanns. Juweliere oder Antiquitätenhändler wissen Preise gut einzuschätzen.

 

Wichtig sind auch der Erhaltungszustand und die Vollständigkeit

Tafelsilber umfasst neben Besteck Gebrauchsgegenstände wie Kannen, Saucieren oder Platten. Zwischen Shabby Chic und raren Antiquitäten aus Art déco oder Jugendstil liegen Welten. Während zum Shabby Chic Abnutzungsspuren dazugehören, sind diese bei Antiquitäten nicht gerne gesehen. In manchem Nachlass finden sich solche schöne alte Stücke aus Silber oder aus versilbertem Metall. Je besser ihr Erhaltungszustand ist, desto höher liegen die Preise. Bei antiken Silberbestecken ist zudem wichtig, ob die Gedecke vollständig sind und die Messer fest in ihrem Schaft sitzen. Bei versilberten Bestecken nennt die Punze die Silbermenge in Gramm, die für die Versilberung verwendet wurde.

 

Gefallen und eingearbeitete Steine bestimmen beim Schmuck den Wert

Bei Ringen, Broschen, Armbändern und Ketten sind Steine in vielerlei Schliff und Fassung häufig anzutreffen. Bei Silberschmuck sind auch diese Steine meist Halbedelsteine. Silberschmuck hat meist Zirkonia, Türkise, Aquamarine oder Amethyst als Schmuckstein eingearbeitet, seltener auch Granat. Auch ein Schmuck Konvolut aus einem Nachlass wie Sie ihn bei eBay finden, kann einigen Materialwert aufweisen. Doch entscheidend ist, was Ihnen gefällt. Suchen Sie echtes Silber, achten Sie auf die Abbildung eines Stempels und verwechseln Sie nicht silberfarben mit der Angabe "silbern". Silberfarben sieht auch vieles aus, das nicht unbedingt aus echtem Silber ist.

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