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Sigma APO 70-210 und 75-300, geheime Schätze

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Sigma APO 70-210 und 75-300, geheime Schätze
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Sigma APO 70-210 und 75-300, geheime Schätze.

Die beiden Objektive sind autofokus Schiebezooms aus der Zeit der Analogfotografie. Sie sehen ähnlich aus und haben teilweise unterschiedliche enorme Vorzüge. Sie stechen in Punkto Abbildungsleistung so manches teure Digitalobjektiv aus.
Da ich mit einer Nikon D90 fotografiere gelten alle Ergebnisse zunächst nur für Nikon. Bei Canon scheinen die Objektive sogar nicht einmal zu funktionieren.

Vorteile beider Objektive:
Die Bilder werden einfach Scharf, und das schon bei offener Blende. Sicherlich kann man mit 1000 Euro teuren Festbrennweiten noch bessere Ergebnisse erzielen, doch für einen Preis von 30 Euro (70-210) - 99 Euro (teuerstes 75-300) findet man nichts Besseres. Die Auflösung erreicht selbst im Randbereicht die Grenzen der Kamera selbst. So wird ein Haar mit einem Pixel breit scharf abgebildet.
Ebenfals positiv ist das schöne Unschärfeverhalten auserhalb des des Fokusbereichs. Alles zerfließt gleichmäsig und das scharfe Objekt wird sehr schön freigestellt.
Der Autofokus ist schnell und relativ leise, fährt allerdings auch mal ganz heraus und wieder herein, wenn der Fokuspunkt zu weit von der aktuellen Einstellung entfernt ist.

Nachteile beider Objektive:
Sie sind recht schwehr, zudem neigt der Zoom von alleine nach unten herauszufahren. Im Telebereich wird die Kamera sehr Kopflastig, was die Befestigung auf einem Stativ etwas zittrig macht.
Je nach Ausführung (es gab leichte äußerliche Veränderungen) kann man das Pech haben, das die Lackierung weich und klebrig wird. Eine matte gummiartige Beschichtung sollte das Objektiv höherwertiger erscheinen lassen. leider ist die Substanz empfindlich gegen Schweiß und Wärme. Ich habe mir beholfen indem ich die lakierten Flächen mit breiten Tesafilm beklebt habe. Sieht bescheiden aus, klebt aber nicht mehr. Im Schlimmsten Fall kann der Zoomtubus mit der Dichtung am Lack kleben bleiben. Bei meinem 70-210 musste ich die Dichtung herauspfriemeln, dann ging es weider leicht zu schieben.

Sigma APO 70-210:
Vorteile: Mit einer Lichtstärke von 3,5-4,5 ist es selbst bei 210mm noch ungewohnt lichtstark. Die meisten heutigen bezahlbaren Objektive bewegen sich zwischen 5.6 und 6,3. Das ist bei schlechteren Lichtverhältnissen eine um eine Blendenstufe kürzere Verschlusszeit.
CA (Chromatische Aberation, Rot-Grün oder Blau-Gelb Säume an Kanten) kennt das Objektiv praktisch nicht. Zwar hat die D90 eine CA Korrektur, im Rawformat kann man aber Farbverschiebungen sehen, wenn sie das Objektiv produziert. Nicht einmal Blooming (violette Farbsäume um Lichter) gibt es.
Nachteile: Der Kontrast ist besonders bei Gegenlicht nicht sehr gut. Gegenlichtblende ist Pflicht. In den meisten Situationen fällt das Problem jedoch nicht ins Gewicht.

Sigma APO 75-300:
Das Objektiv ist schärfer als die meisten anderen 70/75-300er, selbst die "digitalen". CA fällt geringer aus als bei den meisten Konkurenten. Es ist absolut offenblendentauglich mit hoher Auflösung bis in die Ecken und hohem Kontrast.
Im Vergleich dazu ist das Tamron 70-300 zwar scharf, zeigt allerdings sehr starke violette Farbsäume. Die neuen Sigma 70-300 und 70-300 APO sind besonders bei 300mm nicht so scharf und haben sehr starke CA. Die alten Nikon Objektive in dem Brennweitenbereich sollen auch nicht besser sein, das habe ich jedoch nur gelesen.

Es gibt noch weitere gute alte Objektive, die im Vergleich zu neueren Exemplaren, erheblich billiger sind. Dazu gehört Das Sigma APO 135-400 das auch keine Farbsäume kennt, wesentlich stabieler gebaut ist und eine Stativschelle besitzt, aber im extremen Telebereich etwas weicher abbildet. Ebenso das alte 24mm von Sigma oder das 1,8 50mm von Nikon. Diese Objektive sind jedoch bekannter und müssen deshalb nicht so ausführlich beschrieben werden.
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