Siebdruck: DIY-Kunst für Klamotten und Wohnung

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Selbermachen liegt im Trend: von Sockenstricken bis Klamottennähen. Individuell zeigen Sie sich auch durch selbst bedruckte Sachen. Mit Siebdruck tragen T-Shirts, Taschen oder Accessoires für Ihr Wohnzimmer Ihre Handschrift.

Siebdruck: DIY-Kunst für Klamotten und Wohnung

Siebdruck ist eine matschige Angelegenheit, schließlich kommen Sie mit der Farbe direkt in Berührung. Echte Bastel-Freaks werden gern Schablonen mit eigenen Motiven herstellen. Alle anderen sollten fertige Motive kaufen. Überlegen Sie, wie intensiv Sie das Hobby betreiben wollen. Siebdruck-Neulinge sollten mit einem einfachen Verfahren und Minimal-Ausrüstung starten. Professioneller, aber auch deutlich aufwendiger wird es mit der fotomechanischen Variante. Schon beim Starter-Set müssen Sie tiefer in die Tasche greifen.


Erfolgreich Siebdrucken – eine Frage des guten Werkzeugs



 

  • Siebdruckrahmen gibt es aus Aluminium oder Holz zu kaufen. Da sie oft mit Wasser in Berührung kommen, achten Sie darauf, dass sie wasserfest sind. Aluminiumrahmen sind zwar teurer, aber auch leichter und damit einfacher zu handhaben. Rahmen aus Holz selbst herzustellen, lohnt sich nur, wenn sie handwerklich begabt sind und Sondermaße brauchen. Je größer die Fadenzahl des Siebs, desto feinere Konturen können Sie drucken.
  • Eine Rakel brauchen Sie zum Verstreichen der Farbe. Das Holzstück mit Gummilippe sollte zur Größe des Siebrahmens passen.
  • Mit einem Siebdrucktisch gelingt Ihr Druck leichter. An den Halterungen kann z.B. die Belichtungslampe befestigt werden. Der Siebdruckrahmen lässt sich sicher dort einspannen. Wenn Sie den Tisch mit Sprühkleber besprühen, können Sie Ihre Druckobjekte problemlos auf dem Tisch fixieren, damit nichts verrutscht.
  • Gelb- und UV-Lampe brauchen Sie, wenn Sie eigene Motive herstellen wollen.
  • Siebdruckfarben auf Wasserbasis lassen sich leicht verarbeiten, abwaschen und müssen nicht hitzefixiert werden.

Einfache Motive für Siebdruckeinsteiger

T-Shirts mit coolen Sprüchen, Jutetaschen mit einem Slogan Ihrer Wahl: mit Siebdruck kein Problem. Das Prinzip: Auf Ihr Druckobjekt wird ein Siebrahmen gelegt, auf das Sieb die Schablone, und dann wird die Farbe mit einer Rakel verstrichen. Dadurch wird die dickflüssige Farbe durch die Maschen des Siebrahmens gedrückt und landet auf dem zu bedruckendem Material. Die Schablone verdeckt dabei die Bereiche, auf die keine Farbe kommen darf. Wenn Sie den Siebrahmen entfernen, sehen Sie Ihr Motiv. Das muss dann nur noch trocknen.


Tipps und Tricks

Denken Sie daran, Ihr Druckobjekt auf der Unterlage zu fixieren. Das geht gut mit Paketklebeband. Wenn Sie T-Shirts oder Taschen bedrucken, trennen Sie vorher Vorder- und Rückseite mit einem Blatt Papier voneinander. Ihr fertiges Kunstwerk fixieren Sie am besten, indem Sie das Material auf links drehen und drüber bügeln. Dann können Sie es auch in die Waschmaschine stecken. Diese Siebdruckmethode können Sie gut gemeinsam mit Kindern ausprobieren oder als Highlight auf dem nächsten Schulfest anbieten. Sorgen Sie dafür, dass genügend Schablonen da sind. Latexhandschuhe und Arbeitsschürzen schützen die Klamotten vor ungewollten Farbklecksen.


Für Könner: fotomechanisch drucken

Liebhaber umfangreicher und ausgefallener Motive, sollten sich für die fotomechanische Siebdruck-Variante entscheiden. Die ist zwar deutlich komplizierter und aufwendiger, allerdings können Sie bei den Motiven Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Bringen Sie Ihre eigenen Bilder auf Folien, selbst gemalt oder auch aus Ihrem Drucker. Achten Sie darauf, dass Sie als Motive nur Grafiken mit klaren Konturen und ohne Farbverläufe verwenden. Ein guter Anfang beim fotomechanischen Siebdruck ist ein Siebdruck-Starter-Set. Denn es enthält alle Werkzeuge und Materialien, die Sie benötigen. Vorteil der Methode: Sie können eine große Anzahl von T-Shirts oder anderen Objekten bedrucken.


Vorsicht Licht

Größte Hürde beim fotomechanischen Siebdruck ist das Belichten des Motivs. Tragen Sie die Fotoemulsion im Dunkeln unter einer Gelblicht-Lampe auf das Sieb. Bei Tageslicht würde die lichtempfindliche Flüssigkeit aushärten und könnte nicht mehr verarbeitet werden. Ihr Motiv drucken Sie am besten auf Siebdruckfolie aus. Die wird dann auf das Sieb gelegt. Legen Sie die Folie spiegelverkehrt auf den Stoff, so erscheint die Grafik richtig herum. Das Motiv wird nun mit einer UV-Lichtlampe belichtet. Je nach Farbmarke ca. 7 Minuten. Mit einem Timer behalten Sie die Zeit bestens im Blick. Genaue Anleitungen für die Motivbelichtung finden Sie im Internet. Bei vielen Siebdruck-Shops können Sie aber auch einen Siebdruckrahmen mit Ihrem Motiv anfertigen lassen. So sparen Sie viel Zeit und Nerven, denn gute Motivbelichtungen brauchen Übung.


Wohnaccessoires mit Siebdruck gestalten

Der Klassiker für den Siebdruck sind T-Shirts und Jutetaschen. Allerdings können Sie auch Ihre Wohnung individuell mit Siebdruck gestalten. Bedrucken können Sie Stoffe aller Art. Überraschen Sie Ihre Familien mit selbstgestalteten Decken zum Geburtstag. Oder lassen Sie sich neue Deko-Ideen zu Weihnachten einfallen. Ein echter Hingucker im Kinderzimmer: eigene Motive auf Stoffe gedruckt. Damit wird das Reich der Kinder zum Abenteuerland.

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