Sie suchen einen leisen guten und günstigen CPU Kühler

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und haben sich für den Artcic Cooling Freezer entschieden? Dann sollten Sie diesen Ratgeber lesen, damit sie die sofort die passende Revision auswählen können! Kurz gefasst: wann immer er in Ihr Gehäuse passt, sollten Sie den Freezer Xtreme kaufen!

Der Freezer: eine Erfolgsgeschichte!


Vom Grundaufbau sind alle Prozessorkühler der Freezer Serie gleich strukturiert. Auf dem Prozessor liegt eine kleine Platte aus Kupfer auf. Durch diese Grundplatte ziehen sich nach oben abgewinkelte Heatpipes hindurch. Diese Wärme leitenden Röhren sind ebenfalls aus Kupfer gefertigt und mit einem speziellen Medium gefüllt. Unter Einwirkung von Hitze verdampft dieses Medium und transportiert die aufgenommene Wärme zum kältesten Punkt, wo es sich wieder verflüssigt und zurück strömt an die heißeste Stelle. 



An den Heatpipes sind dünne Leitbleche aus Aluminium befestigt. Diese nehmen an den Kontaktflächen zur Heatpipe Wärme auf und strahlen diese an die Umgebungsluft ab. Wird diese passive Abstrahlung durch einen Luftstrom unterstützt, wie ihn aktive Lüfter erzeugen, lassen sich große Mengen Wärme effizient ableiten.

Welche Kühler gibt es?

Die verschiedenen Revisionen des Freezers unterscheiden sich nach der Anzahl der eingesetzen Heatpipes (2-4), nach Art und Befestigung des Lüfters und nach der Befestigung am Prozessor Sockel. Es gibt den:
Für den neuen Sockel 1366 (Intel Core7) weist die Website von Arctic Cooling noch keine Unterstützung aus. Der Freezer Xtreme ist jedoch im Stande, Prozessoren mit bis zu 160 Watt Wärmeverlustleistung zu kühlen. Er wird also für die z.Z. 130 Watt Wärmeverlust der Nehalem Kerne sicher ausreichen. Es fehlt bloß noch ein geeignetes Kit fürs befestigen am Sockel 1366.

Freezer Revisionen:


Die ältesten Freezer (4, 7 und 64) kamen mit einem 80mm Lüfter. Dieser hing, frei vor den Kühlblechen schwebend, an 2 V-förmig gewinkelten Plastikarmen, welche oben am Kühlkörper befestingt sind. Den Freezer 4 für Sockel 478 gibt es allein in dieser Revision, die heute nicht mehr hergestellt wird. Diese Revision erzeugte ein hörbares Brummgeräusch, welches mit 1.2 Sone Lautstärke zwar vergleichsweise annehmbar ausfiel, jedoch permanent präsent blieb.

Die verbesserte Pro Version brachte einen auf 92mm vergrößerten Lüfter mit sich. Der hängt jetzt in einem Plastikrahmen, welcher auf die Lüftungsbleche des Kühlkörpers geklemmt ist. Durch eine besondere, zweifach gesicherte Lagerung in Gumminippeln vermeidet der Pro Lüfter weitgehend, Bewegungsenergie auf den passiven Körper zu übertragen. Das Brummgeräusch ist verschwunden! Übrig bleibt eine Geräuschentwicklung, welche durch den Luftstrom erzeugt wird, welchen der Lüfter durch die Wärmeleitbleche drückt.


Die PMW Version bringt daher als zusätzliche Funktionalität eine variable Drehzahl mit, die von geeigneten Mainboards gesteuert werden kann -abhängig von der Zieltemperatur des Prozessors! So finden sich im BIOS des Mainboards häufig Optionen, einen besonders leisen Betrieb auszuwählen (niedrige Drehzahl=leise) oder den Prozessor besonders stark zu kühlen (hohe Drehzahl=lauter). Die PMW fähigen Lüfter haben einen weißen 4-Pin Stecker, da über die 4. Leitung die Informationen des Drehzahlsensors übertragen werden. Die geeigneten Mainboards bringen entsprechend einen 4-Pin Stiftsockel für den CPU Kühler mit sich. (Dieser ist abwärtskompatibel, so dass sich auch 3-Pin Lüfter daran befestigen lassen.)

Augen auf beim Lüfterkauf!

Es gibt die 92mm Lüfter der Pro Version nicht separat zu kaufen! Wenn also ein Lüfter verschlissen ist, muss man einen kompletten, neuen Freezer kaufen. Das ist besonders blöd, weil die Lüfter untereinander austauschbar sind.


Wer also einen älteren 3-Pin-Pro hat und jetzt den moderneren 4-Pin-Pro mit PMW Funktion einsetzen möchte, der brauchte eigentlich nur den Lüfter auszuwechseln, was sehr einfach geht! Der Plastikrahmen der Lüfteraufhängung ist ja bloß mit zwei Plastiknasen auf die Leitbleche geklemmt. Diese löst man ab und hat dann den ganzen Lüfter in der Hand. Genauso leicht wird der neue Lüfter aufgeklemmt!

Die Lüfterrahmen der Freezer 7 Serie für den Sockel 775 passen auch auf die Kühlkörper der Freezer 64 Serie für den Sockel 754, 939, AM2 und AM3. Man kann also einen PMW geregelten Lüfter auch queer zum Sockel austauschen. Ein weiterer Grund, warum es ärgert, dass es diese Lüfter nicht separat zu kaufen gibt!

Der Freezer Xtreme

Die neueste Revision aus dem Hause Arctic Cooling ist ein mächtiger Brocken. Mit 130 mm Länge, 100 mm Breite und 131 mm Höhe nimmt er viel Raumvolumen im Gehäuse ein. Das Gewicht ist auf 608 Gramm angestiegen und der Lüfter auf 120 mm gewachsen. Es erfreut, dass nun wieder beide gängigen Sockel von ein und demselben Cooler unterstützt werden. Man braucht also keinen neuen Freezer mehr zu kaufen, wenn man von AMD nach Intel wechselt.

Den Freezer Xtreme gibt es nur mit 4-PIN Anschluß und integrierter PMW Funktion. (Er funktioniert allerdings auch ohne, wenn auf dem Board nur ein 3-PIN Anschluß vorhanden ist.) Die Drehzahl liegt zwischen mindestens 800 U/min bis maximal 1500 U/min. Die Lautstärke wird mit 0,5 bis 1 Sone angegeben, was sehr leise  bis leise repräsentiert.

Preise:

Der Xtreme ist neu (zzgl. Versandkosten) um die 30.- Euro erhältlich. Der Pro ist neu nur mit PMW Funktion (weißer 4-PIN Stecker) erhältlich und kostet um die 20.- Euro. Gebrauchte Freezer werden bei Ebay ab 1 Euro von Privat versteigert. Die älteren Versionen und die Pro Versionen ohne PMW Funktion sind nur empfehlenswert in Umgebungen, wo die Lärmentwicklung eine eher untergeordnete Rolle spielt.

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