Sie suchen Zylinder und Zylinderköpfe für die Kreidler Florett? Tipps zum Kauf von Oldtimer-Teilen

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Sie suchen Zylinder und Zylinderköpfe für die Kreidler Florett? Einige Tipps, wie Sie Oldtimer-Teile finden

Die Fünfzigerjahre sind als Jahrzehnt der beliebten Leichtkrafträder der Marke Kreidler bekannt. Die Kreidler Florett ist eine "Galionsfigur" dieser Zeit. Heute begeistert sie Oldtimer- und Nostalgiefans weltweit. Die Fahrer und Besitzer, sicherlich auch Sie, sind auf der Suche nach Original- und Ersatzteilen für ihre Florett. Die Suche auf Märkten gestaltet sich schwierig, da der Hersteller die Florett seit 1980 nicht mehr produziert.

Aus diesem Grund finden Sie im Folgenden Tipps für die Suche nach Teilen für die Kreidler Florett. Sie sind Neuling im Bereich der Marke Kreidler? Oder sind Sie schon lange ein Fan der Florett und suchen nach passenden Teilen? Im Folgenden finden Sie Hinweise zur Teilesuche und einen Abriss der Geschichte von Kreidler.

Der Ruf der Kreidler Florett und ihre Geschichte

Das Unternehmen Kreidler gibt es seit 1888. Die Entwicklung von Zweirädern beginnt im Jahr 1949. Das erste Zweirad des Unternehmens, die K50, präsentiert sich auf dem Genfer Autosalon im Jahr 1951. Es handelt sich um ein Motorfahrrad mit einem Hubraum von 50 ccm ohne Drosselung. Im Jahr 1957 kommt die erste Kreidler Florett in ihrer Urform auf den Markt. Gemäß dem Trend der Zeit erscheint im Folgejahr ein Kreidler-Florett-Moped. Bis zum Jahr 1982 erscheinen zahlreiche Modelltypen. In diesem Jahr eröffnet das Unternehmen das Konkursverfahren.

Die Geschichte der Kreidler Florett ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Der Name geht auf Überlegungen eines Pressebeauftragten der Firma zurück. Der Beauftragte hieß Bruno Moravetz und wurde später Sportreporter. Im Bereich der Technik weisen die Modelle der Kreidler Florett Besonderheiten auf dem europäischen Markt auf. Zur Zeit der Markteinführung gab es kein anderes Zweirad mit einem Klauenschaltgetriebe. Dieses ermöglicht eine Schaltung zwischen Gängen ohne Zwischenschaltungen. Ein Vorteil ist die Übertragung größerer Drehmomente. Darüber hinaus verfügten die Floretts bis 1967 über eine Gebläsekühlung. Eine Gebläsekühlung befördert Luft zu den einzelnen Zylindern. Luftklappen im Außenbereich lassen eine Kühlung erst bei hohen Temperaturen im Motorbereich zu. Der Vorteil ist, dass Sie als Besitzer eines Modells mit Gebläsekühlung kein Frostschutzmittel benötigen. Die einfache Bauweise bietet wenig Angriffspunkte für Verschleiß.

Prägende Modellreihen für Fans der Kreidler Florett 

Sind Sie auf der Suche nach Teilen und Erweiterungen für Ihr Zweirad der Marke Kreidler Florett, benötigen Sie Grundkenntnisse in Bezug auf die wichtigsten Baureihen und Jahre. Das ermöglicht Ihnen die Bestimmung passender Teile. Den Anfang macht die K54. Es handelt sich um ein Leichtkraftrad mit über 40 Stundenkilometern möglicher Geschwindigkeit. Eine Dreigangschaltung als Klauenschaltung charakterisiert dieses beliebte Modell mit dem Baujahr 1957. Aus dem gleichen Jahr stammt das Florett-Moped. Die Produktionszahl umfasst wenige Exemplare. Sind Sie im Besitz eines dieser Fahrzeuge, verfügen Sie über eines mit einem hohen Sammlerwert. Drei PS und die Fahrradpedalen lassen geringe Geschwindigkeiten zu. Ein Modell ganz anderer Natur ist die Gelände-Florett. Die Befestigung der Teile geschieht mit Rohrkolben anstelle von Blechen. Der Schalldämpfer ist deutlich länger als bei den Straßenmodellen.

Eines der beliebtesten Modelle ist die Kreidler Florett Super von 1961. Die Viergangfußschaltung optimiert die technische Ausstattung. Kniekissen, ein genauer Tacho bis 100 km/h und Chromteile gehören zu der aufwendigen Ausstattung. Optisch charakterisiert die Florett Super der breite Beinschild. Spätere Modelle, wie die Florett RS, verfügten bereits über fünf PS und mehr. Die Mokick-Varianten der Florett erfreuen sich bei Bastlern und Tunern großer Beliebtheit. Ihre Leistung ist steigerbar und viele Zusatzteile sind erhältlich. Die Produktionszahlen der Florett-Modelle unterscheiden sich stark. Während begehrte Modelle wie die Florett Super ca. 20.000 Käufer in den ersten Jahren fanden, gab es von anderen Modellen weniger als 2.000 Verkäufe. Nostalgie und Fahrspaß garantieren alle Modelle.

Die Ersatzteilsuche kann beginnen: der Auspuff

Zunächst bedarf der Auspuff der regelmäßigen Kontrolle und Wartung. Ein wichtiges Teil ist der Vergaser. Die meisten Florett-Modelle benötigen eine Vorkammer mit 18 – 20 mm. Tuning-Vergaser haben einen Durchmesser von 17 mm. Für die Florettmodelle passt ein Vergaser der Kategorie 1/14/990. Die K54 ist optimal. Die Kreidler Florett verfügt über ein eigenes Auspuffstecksystem. Für eine Florett RMC ist ein Chromauspuff mit einem Durchmesser von 28 Millimetern passend. Eine Florett RS benötigt einen Anschlussdurchmesser von 32 Millimetern. Für Sie als Besitzer einer Kreidler kommt es auf langfristige Qualität und eine ansprechende Optik an. Chromauspuffteile bieten beide Komponenten in einem.

Gute Bremsen für die Sicherheit auf der Straße

Die Bremsen sind Verschleißteile. Dementsprechend prüfen Sie regelmäßig deren Verlässlichkeit und wechseln abgenutzte Teile aus. Bremsen für eine Kreidler Florett sind mit mehreren Modellen kompatibel. Modelle mit dem sogenannten Eiertank benötigen vorne und hinten Bremstrommeln. Bei der Bemessung kommt es auf die Zollzahl Ihrer Räder an. Die Bremstrommeln befinden sich in der Mitte der Felgen. Mit einem Bremssattelreparatursatz lösen Sie Probleme im Bremsbereich. Die Kreidler Florett RS RMC verfügt über Scheibenbremsen. Dementsprechend benötigen Sie verschiedene Gummis und Dichtungen. Eine Rückholfeder ist für den Bremshebel relevant. Diese unterscheiden sich in der Länge und dem Durchmesser. Bei anderen Modellen, spätestens ab dem Ende der Siebzigerjahre benötigen Sie neue Fußbremsen. Hier sollten Sie unbedingt auf Ihr Modell und die angegebene Kompatibilität achten.

Der Motor und die Dichtungen komplettieren das Zweirad auf allen Wegen

Einige Modelle verfügen über einen fünfgängigen Motor und andere, vor allen Dingen die frühen Varianten, über einen dreigängigen. Die K54 hat standardmäßig einen Viergangmotor. Mit einem Dichtsatz garantieren Sie die reibungslose Funktionsfähigkeit aller Leitungen. Das Kugellager und die Zylinder erhalten durch die Gebläsekühlung gleichsam kühlende und schützende Luft. Die Dichtsätze passen jeweils zu einem Modell. Es bedarf bei Ihrer Recherche Genauigkeit. Die Abdeckungen der Motoren sind auswechselbar und in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Ein gängiger Kolbensatz für Kreidler-Modelle hat einen Durchmesser von 40 Millimetern, der Kolbenbolzen 14 Millimeter. 

Klein aber nicht ohne Wirkung – der Benzinhahn

Viele Zweiradfahrer unterschätzen die Bedeutung von kleinen Teilen. Der Benzinhahn ist ein geeignetes Beispiel. Sie finden Ihren passenden Benzinhahn anhand der Gewindegröße. Gängige Größen sind Gewindegrößen von M10 bis M16. Für Oldtimermodelle benötigen Sie ein längeres Benzinhahnrohr als für moderne Zweiräder. Die passende Länge beträgt 8,5 Zentimeter. Die Tankform ist für Benzinhähne mit einer Gewindegröße M16 irrelevant.

Der Tank einer Kreidler Florett ist ein weiteres Erkennungsmerkmal. Insbesondere der Eiertank ist weithin bekannt. Das Modell K54 prägt diese einmalige Tankform. Schutzbleche für den Tank und optisch ansprechende Stecker mit Markensymbolen sind bei Kreidler-Besitzern beliebt. Bei der K54 konzentriert sich das Oldtimer-Zubehör auf den Tank. Neben den Schutzblechen erhalten Sie spezielle Schwingenachsen, Verkleidungen und Zylindermodelle. Möchten Sie sich einen Überblick über die erhältlichen Teile verschaffen, sind die originalen Ersatzteillisten aus den Baujahren der Fahrzeuge empfehlenswert. Diese erhalten Sie beispielsweise auf der Shoppingseite eBay. Hier finden Sie weitere Fahrzeuge der Marke Kreidler sowie gebrauchte und neue Ersatzteile.

Der richtige Lenker für den unvergleichlichen Stil der Kreidler Florett

Der Lenker ist keines der offensichtlichen Merkmale der Kreidler Florett. Für ältere und neuere Modelle erhalten Sie unterschiedliche Lenker. Ein Verbindungsteil ist die Halteplatte. Die Lenker benötigen Gabelverbindungen in längeren Ausführungen. Ein klassischer Mopedlenker verfügt über gerade Endstücke. Darüber hinaus liegt das Mittelteil eng am Verbindungsstück an. Andere Varianten kennzeichnen lange Gabeln oder schräg hochragende Enden. Kreidler-Modelle besitzen einen vielseitigen Anschluss für die Lenker und Gabeln. In Bezug auf das Modell bleibt der Oldtimerstil mit dezenten, passenden Lenkern erhalten. Chromlenker sind beliebt.

Ein weiteres optisch wirksames Objekt Ihrer Kreidler Florett stellen die Spiegel dar. Retrolenker sind an einer Stelle breiter als an der anderen. Darüber hinaus verfügen sie mehrheitlich über eine Chromoberfläche. Andere Modelle verfügen über den gleichen langen Bügel nach außen, weisen aber eine runde Spiegelfläche auf. Mopeds und Mokicks aus den 1950er-Jahren kennzeichnen Spiegel mit einer rechteckigen Spiegelfläche. Sind Ihre originalen Spiegel angelaufen oder nicht mehr intakt, hilft eine zusätzliche Verkleidung. Diese besteht aus Kunststoff. Sie befestigen sie über der Rückfläche der Spiegel.

Weitere Ersatzteile

Ältere Modelle verfügen nicht über einen Tacho, respektive ein Cockpit. Für diese Fälle erhalten Sie ein Cockpitgehäuse. Armaturen, wie ein Tacho bzw. Drehzahlmesser befestigen Sie darin. Des Weiteren benötigen Sie Simmerringe für die Kurbel- oder die Keilwelle. Dichtungen und Dichtungsringe gebrauchen Sie für viele Bereiche. Die Kickstarterwelle verlangt nach einem Simmerring mit 4,5 Millimetern Breite. Der Ring für die Schaltwelle verfügt idealerweise über einen Durchmesser von 20 Millimetern. Neben den technischen Teilen finden Sie Gegenstände, die mit dem Phänomen Kreidler Florett in Verbindung stehen. Dazu zählen Aufkleber für den Tank sowie Kennzeichenhalter in besonderen Designs. Darüber hinaus bieten Anbieter von gebrauchten Maschinen Ersatzteile, die sie selbst verwendeten.

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