Sideboard-Styles - zehn schöne Alleskönner

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Designobjekt oder Stauraum. Nostalgisch, im Bauhausstil oder klassisch. Massiv oder filigran-schwebend: Sideboard s sind aus unseren Wohnzimmern kaum wegzudenken. Und auch in Esszimmer und Küche leisten die Allrounder formvollendet ihre Dienste. Fragt sich nur noch, welcher Stil zu Ihrer Einrichtung passt?

Sideboard-Styles - zehn schöne Alleskönner
 

Wissenswertes vor dem Kauf eines Sideboards

Ein Herz für Sideboards entdeckte man in den 1970er-Jahren im Zuge des Skandinavien-Möbeltrends. Viele waren begeistert davon, dass die "Kommoden auf Beinen" - kombiniert mit Regalen und Hängeschränken - ebenso viel Stauraum bieten wie die klassisch-massive Schrankwand. Und das um einiges offener, leichter und eleganter.

Bevor Sie Ihr Herz an ein Sideboard verschenken, stellen Sie einige Überlegungen an: Brauchen Sie ein Küchen-, Wohnzimmer- oder Esszimmermöbel? Wo genau wird es stehen? Was wollen Sie darin unterbringen - davon hängt der Stauraum ab. Ganz wichtig: Vermessen Sie den Standort und bestimmen Sie die gewünschte Höhe, Breite und Tiefe. Denn Sideboards verstoßen nicht selten gegen die Norm.
 


1. Sideboard als Sixtie-Klassiker

Das ursprüngliche Sideboard ist länglich und verfügt über zwei bis drei Unterteilungen mit Regalfächern, (Schiebe-)Türen und Schubladen. Skandinavische Designer entwarfen in den 1960ern die schmalen, eleganten Kommoden: in Esstisch-Länge aus Palisander, Nussholz oder in edler Teakoptik. Die Leichtigkeit entstand dadurch, dass die Sideboards auf Beinen, statt massiv auf dem Boden standen.

Gut zu wissen: Bestimmte Teak- und Mahagoni-Sorten sowie Rio-Palisander stehen heute unter Artenschutz. Sie sollten daher nur als Antiquität bzw. als Vintage-Möbel gekauft werden. Heutzutage verarbeiten immer mehr Hersteller heimische Holzarten wie Buche, Esche oder Nussholz zu edlen Möbelstücken.


2. Lowboards: Multi-Raumwunder

Lowboards sind optimale TV-Möbel, weil sie so niedrig sind. Ihre DVD- und HiFi-Anlage können Sie oft gleich mit unterbringen. Praktisch: Modelle, die über eine integrierte, weitgehend kabellose Technik oder zumindest die Vorrichtungen und Aussparungen für Kabel verfügen.

Die Rolle als Sitzmöbel übernimmt das Lowboard übrigens automatisch, sobald Sie ein paar stylishe Kissen darauf platzieren: Schon sitzen Ihre Gäste extragavant und dennoch bequem.


3. Highboards: hohes Platzaufkommen

Das Highboard macht sich nicht nur in Wohnzimmern gut, sondern ist auch ein Klassiker in Küchen und Esszimmern. Wenn Sie nicht nur gerne alle Tassen, sondern auch Ihre Teller Gläser und Gefäße im Schrank haben, sind Highboards im Stil einer Anrichte empfehlenswert.

In Kommoden-Ausführung bieten die Schubladen zahlreiche Unterbringungsmöglichkeiten für Besteck, Tischdecken, Sets, Geschirrhandtücher und dergleichen. Tipp: Highboards machen sich dort gut, wo sonst eine Kommode oder ein Schränkchen steht.
 


4. Schwebeboards: völlig losgelöst

Leichtigkeit und Offenheit - wie schön, dass es das auch bei Möbeln gibt: Schwebeboards, auch Flyboards genannt, befestigen Sie einzeln oder nebeneinander in niedriger Höhe über dem Boden: circa 20-60 Zentimeter. Die luftige Wirkung verstärken Sie, wenn die Schwebeboards in einem der Wandfarbe ähnlichen Farbton gehalten sind - oder zumindest keinen Gegenpol dazu darstellen.
 


5. Kreative Kombis mit Regal

Was früher die Schrankwand im Wohnzimmer war, ist dem Design-Fan von heute die Kombination aus verschiedenen Möbelstücken. Damit Sie den Eindruck eines fließenden Zusammenspiels erwecken, variieren Sie mit Modulen einer Serie von einem einzigen Hersteller. Tipp: Bei offenen, loftähnlichen Räumen schaffen Sie durch die Sideboard-Regal-Kombinationen einen eleganten Übergang zwischen einzelnen Wohnbereichen, indem Sie deren Farben aufeinander abstimmen.
 


6. Kontrastreich: Designer-Sideboards

Besonders im Trend liegen Designer-Side-, Low- und Highboards, die auf Materialkontraste setzen: Hochglanz mit Glas, lackierte Oberflächen mit Granit oder Marmor, massives Holz mit leichtem Metall. Auch mit Farbkontrasten erzeugen Sie geschmackvolle Effekte - Schwarz-Weiß, warme Brauntöne mit kühlem Blau oder strahlendes Gelb mit neutralem Anthrazit. Tipp: Unterstreichen Sie die stilvolle Wirkung mit Lichteffekten; zum Beispiel durch LED, Spots oder Lichtleisten.
 


7. Sideboards aus Laubhölzern

Der Landhausstil bleibt auch bei Side-, Low- und Highboards aus massivem Kiefernholz angesagt. Besonders während turbulenter Zeiten in funktionalen High-Tech-Büros freuen sich viele über die Gemütlichkeit und Ruhe warmer Holztöne daheim. Birke, Pinie oder Ahorn? Mit weiß lackierten oder weiß gebeizten Möbelstücken verleihen Sie Ihrem Zuhause einen hellen, skandinavisch-freundlichen Touch.
 


8. Sideboards bunt & shabby

Öfter mal was anderes! Wer das Besondere mag, setzt mit bunten Sideboards im Shabby Chic individuelle Akzente. Ob aus alten Dielen, ausrangierten Möbeln, Türen, Schiffsplanken oder massiven Kisten - kein Stück gleicht dem anderen. Bunte Oberflächen, wie von Hand gestrichen und Farbkleckse unterstreichen die kreative Wirkung. Umweltplus: Bei recyceltem Holz können Sie sicher sein, dass für dieses Möbelstück nicht extra Bäume gefällt wurden.
 


9. Exotische Sideboards: Kolonialstil

Elegant und edel verarbeitet, dazu der Touch fremder Länder: Sideboards im Kolonialstil bringen einend Hauch von großer, weiter Welt in die Wohnung. Es gibt die Kleinode in den verschiedensten Ausführungen: aus edlem massivem dunklen Teak oder mit mehreren Schichten aus leuchtend rotem Lack. Damit das koloniale Sideboard nicht deplatziert wirkt, sollte allerdings der gesamte Einrichtungsstil eine gewisse Exotik ausstrahlen.
 


10. Woanders zuhause: Kommoden

Heutzutage sind Kommoden in der Regel nicht mehr der Aufbewahrungsort für die Aussteuer, sondern vollwertige Möbelstücke mit Allroundfunktion. Auch als Designobjekte stehen sie Sideboards in nichts nach.
Oft wird der Begriff für Kommoden und Sideboards sogar synonym verwendet - klingt einfach moderner.
Unterschied: Kommoden fristen ihr Dasein eher in Schlafzimmern, um Wäsche jeder Art blickdicht aufzubewahren.

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