Sicherheitsequipment für Läufer: Reflektoren, Hundeabwehr und Knieschutz

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Sicherheitsequipment für Läufer: Reflektoren, Hundeabwehr und Knieschutz

Laufen ist ein Hobby, das immer beliebter wird. Nicht nur, dass man damit in kurzer Zeit einiges an seiner Figur verändern kann. Auch die Ausschüttung von Glückshormonen und die Bewegung an der frischen Luft sprechen für das Laufen. Jeder hat dabei seine ganz eigenen Methoden und auch Vorlieben, die auch an den jeweiligen Fitnesszustand angepasst werden. Diese werden unter anderem auch in dem folgenden Ratgeber für Sie erläutert. Vor allem aber soll es um einen anderen Aspekt gehen, der für Läufer im Allgemeinen immens wichtig ist: die passende Sicherheitsausrüstung. Diese gehört im Laufsport ebenso dazu wie beim Radfahren, beim Klettern und bei Extremsportarten. Welche dies ist und für was genau sie benötigt wird, wird der Text, der nun folgt, für Sie beleuchten.

Laufen ist eine Leidenschaft, der man nicht mehr so leicht entkommt

Der Boom, zu joggen oder schnell zu laufen, hält weiterhin an und wird auch immer größer. Nicht ohne Grund gibt es zahlreiche neu gegründete Laufvereine, die die richtige Lauftechnik einüben und auch ungelernte Sportler zu Rennmaschinen machen. Große Marathonveranstaltungen, der Ironman und auch kleine Stadtläufe erfreuen sich immer mehr Teilnehmern.

  • Laufen kann jeder. Im Gegensatz zum Schwimmen oder zum Judo beispielsweise werden zuerst einmal keinerlei Vorkenntnisse benötigt. Denn gehen und auch schnelles Rennen, um zum Beispiel den Bus noch zu bekommen, sind Phänomene des Alltags.
  • Wer nur zum Hobby für sich laufen möchte, der kann sein Tempo und seinen Stil dabei selbst erlernen. Er will sich mit niemandem vergleichen und betreibt das Laufen nur, um sich fit zu halten. Es wird kein extra Club benötigt, der einem die Technik an die Hand legt.
  • In die gleiche Kerbe schlägt das Argument, dass Laufen lediglich passende Kleidung, die man zumeist zuhause hat, und Sportschuhe zur Ausübung braucht. Angezogen und dann hinaus in die Natur – so einfach und schnell kommt man sonst nicht zum Sportmachen. Schläger, Mützen, Helme, Seile, es wird kein Equipment benötigt.

Profiläufer laufen anders

Die genannten Punkte gelten vor allem für Läufer, die das Hobby nicht allzu ernst nehmen. Profiläufer oder zumindest diejenigen, die mindestens einmal am Tag laufen und ihr Hobby mit Pulsuhr und GPS – Gerät verfeinern, haben eine andere Einstellung zum Laufen.

  • Sie tragen Funktionskleidung. Diese ist atmungsaktiv, nimmt den Schweiß auf und trägt diesen nach außen. So wird einer Erkältung vorgebeugt, da der Schweiß nicht auf der Haut verdunstet und sich der Körper dadurch erkälten kann. Für Männer gibt es ein Funktionsshirt und eine solche Hose. Im Winter kommt dazu noch eine Jacke und eine Mütze oder ein Stirnband. Auch Handschuhe sind bei extremer Kälte Pflicht. Frauen tragen dazu zusätzlich einen Sport–BH. Das Material sollte vor allem nicht kratzen oder auf der Haut scheuern. So kann das Erlebnis sonst schnell zu einem Albtraum werden. Kunstfasern sind besser geeignet als Baumwolle, da sie wasserdicht sind und das „Klima“ regulieren. Sie saugen sich nicht voll und hinterlassen so ein trockenes Hautgefühl.
  • Die Profis haben vorgegebene Strecken, die akribisch genau auf eine bestimmte Kilometerzahl festgelegt sind. Selbst, wenn der Läufer einen schlechten Tag hat, zieht er zumeist sein Trainingsprogramm bis zuletzt durch und trotzt dabei Wind und Wetter.
  •  Ein Wettkampf jagt den nächsten, die Vergleiche spielen sich im Sekundenbereich ab – jede Veranstaltung wird genutzt, um sich selbst zu pushen und immer besser zu werden. Auch die Gegner motivieren oder bestätigen einen in seiner derzeit gewählten Laufeinstellung.

Es gibt noch zahlreiche weitere Details, die auf beide Gruppen zutreffen. Dies sind zum Beispiel passende Musikabspielgeräte mit komfortablen Kopfhörern, die nicht verrutschen. Auch extra Laufsocken und vor allem die Schuhe als wichtigstes Utensil sind ein eigenes Thema.

Stichwort Sicherheit: Wie laufe ich Tag und Nacht sicher?

Nicht nur die Kleidung muss stimmen. Beim Laufen ist man zwar in der Natur, aber nur die wenigstens kommen in den Genuss, sofort in der freien „Wildbahn“ zu sein. Oftmals muss es ein Stück durch die Stadt laufen. Egal, wo Sie wohnen und auch laufen, es ist wichtig, die richtige Sicherheitsausrüstung bei einem Lauf dabeizuhaben. Nur so kann Laufen auch zu einem schönen Erlebnis für Körper und Geist werden.

In der Dämmerung oder nachts laufen: Auf was ist zu achten?

Wollen Sie nach einem anstrengenden Tag im Büro noch die Schuhe schnüren? Dann setzt meist bereits die Dämmerung ein und Sie werden von Radfahrern, Autofahren und auch anderen Joggern schlechter gesehen. Zum einen hilft hier helle Kleidung. Doch damit nicht genug. Reflektoren an den Armen, Beinen und dem Rumpf dienen maßgeblich der Sicherheit.

Es gibt Reflektorbänder. Diese sind in der Länge verstellbar und können mit einem Klettverschluss an den Handgelenken und den Unterschenkeln um den Oberkörper gezogen werden. Sie sind in der Funktion vergleichbar mit den Katzenaugen bei Fahrrädern: Fällt Licht auf sie, wird das Licht zurückgespiegelt. Dies sind sogenannte Retroreflektoren.
Reflektorbänder und Schnappreflektorbänder, die durch ein leichtes Schlagen auf den Arm oder das Bein zuschnappen und damit passgenau sitzen, gibt es mit LED–Lichtern. Diese blinken oder sind im Dauereinsatz, je nachdem wie es für Sie als Läufer besser ist. Sogenannte Bodyreflektoren bestehen aus einem dem Körper komplett umlaufenden Reflexstreifen. Diese sind über 100 Meter für alle anderen Verkehrsteilnehmer sichtbar.

Leucht– und Sicherheitskragen

Zudem sind Leucht– und Sicherheitskragen erhältlich. Diese sind in V–Form geschnitten und werden ausdrücklich von namhaften Institutionen wie der Polizei, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband benutzt und empfohlen. Diese Art Reflektor streift man sich wie eine Jacke über den Kopf. Nun trägt man ein Dreieck auf der Brust und den Schulterblättern. Es besteht aus dem typischen Neongelb. Das Reflexmaterial ist auf weite Sicht hin sichtbar.
Wer spontan laufen möchte und dabei im Moment keine dieser Reflektorlösungen bei sich hat, sollte in jedem Fall eine Notlösung finden. Dies kann eine Warnweste aus dem Auto sein oder Reflektoren, die an Fahrradspeichen befestigt sind. Diese können an die Kleidung gesteckt werden. Allerdings sollte dies keine Dauerlösung sein.

Es gibt noch andere Teilnehmer, die für Jogger zur Gefahr werden können

Hunde sind nicht die besten Freunde von laufenden Menschen. Kommt Ihnen auf einem offenen Feldweg ein Hund entgegen und sehen Sie nicht gleich das Herrchen, verfallen Sie nicht in Panik. Selbst wenn dieser bellt und angsteinflößend groß ist, heißt es jetzt, cool zu bleiben. So absurd es sich anhört, aber ignorieren Sie den Hund und bleiben Sie einfach stehen. Schauen Sie dem Tier dabei keinesfalls in die Augen. Dies verstehen Hunde als Kampfansage. Das Tier wird Sie entweder beschnuppern oder gelangweilt abdrehen. Dann laufen Sie langsam weiter. Läuft der „Angreifer“ Ihnen nach, dann schreien Sie ihn regelrecht an. Das schüchtert viele Tiere ein und die Machtverhältnisse sind dabei wieder geklärt. Zeigen Sie dabei keine Angst, sondern reagieren Sie selbstbewusst, auch wenn hierbei Praxis und Theorie oft weit auseinanderklaffen. Hunde können diese Gefühlregung des Menschen durch die dabei ausgeschütteten Pheromone riechen.

Hilfsmittel zur Hundeabwehr

Lässt der Hund einfach nicht ab und wird dabei immer aggressiver, möglicherweise schnappt er sogar nach Ihnen, ist es hilfreich, Hilfsmittel zur Hand zu haben.

Hochfrequentierte Pfeifen, dessen Ton nur der Hund hört, wird ihn auf Abstand halten. Der Frequenzbereich liegt außerdem dem des Menschen, dies ist zwischen 16000 Hz und 22000 Hz. Diese Pfeifen funktionieren durch Hineinpusten und sind leicht in jeder Außentasche bei einem Laufhemd verstaubar.
Es gibt ein spezielles, vor allem in den USA bereits sehr populäres Ultraschall – Hundeabwehrgerät. Dieser wird zum einen zur Erziehung des Tieres verwendet, zum anderen hält man sich als Jogger unliebsame Begleiter in Form eines Hundes vom Leibe. Auf Knopfdruck sendet das Gerät eine Ultraschallwelle aus. Für den Menschen nicht hörbar, nimmt der Hund den Ton bereits aus 10 bis 15 Metern Entfernung wahr. In wenigen Sekunden macht der Hund kehrt.
Neben diesen ungefährlichen Methoden, die man gegen den Hund, der zu aufdringlich wird, einsetzen kann, gibt es auch noch sogenannte Anti – Hund Verteidigungssprays. Diese sind normalerweise bekannter unter dem Namen Tränengas. In Notwehrsituation ist das Mittel ausschließlich gegen Hundeattacken einzusetzen. Die chemischen Reizstoffe CS und CN bewirken, dass der Hund kurzzeitig nicht mehr klar sehen kann. Auch Pfeffersprays arbeiten nach diesem Prinzip. Diese können ebenso hergenommen werden, da sie zudem noch effektiver wirken als das Tränengas.

Den eigenen Körper vorab schützen: Knieschützer

Vor Stürzen aus Unachtsamkeit ist selbst der beste Läufer nicht gefeit. Um die Knie bei einem Fall vor Abschürfungen zu schützen, sind Knieschützer oder Knieschoner zu empfehlen. Diese sollten von einem elastischen Gummizug gehalten werden und optimal an das Gelenk angepasst sein. Nur so ist auch bequemes Laufen ohne Verrutschen des Schoners möglich. Die Vorderseite sollte aus einer Schale aus hartem Plastik bestehen. Dahinter sollte ein Hohlraum auftauchen, dass nicht direkt auf dem Knie aufliegt. So wird die Erschütterung bereits dort abgefangen und wirkt nicht auf das Gelenk über.

Doch auch für die Dauerbelastung, die das Gelenk aushalten muss, sind spezielle Stützbandagen im Fachgeschäft erhältlich. Sie werden fest um das Knie geschlossen, welches aber dennoch frei in der Bewegung ist. Professionelle Läufer tragen Kompressionsstrümpfe, die zwar nicht speziell für die Knie konzipiert sind, die dieses aber umschließen können. Mit diesen Tipps schonen Sie Ihre Knie innen wie außen.

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