Sicherer Halt für Ihre Filter – Adapterringe und Adapterhalter richtig einsetzen

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Sicherer Halt für Ihre Filter – geeignete Adapterringe und -halter kaufen und richtig einsetzen

Längst hat die Digitalfotografie ihren Durchbruch gefeiert und insbesondere der Fotografie als Hobby zu einem neuem Boom verholfen. Wer allerdings eine gewisse Qualität seiner Fotos erreichen will, setzt früher oder später auf diverse Hilfsmittel oder sogar auf eine Spiegelreflexkamera. Hier finden sich zahlreiche Angebote von Canon, Nikon, Olympos, Leica oder Pentax; um nur einige zu nennen. Zu den zahlreichen Kameras bieten die Hersteller außerdem verschiedene Objektive, beispielsweise Teleobjektive, Weitwinkelobjektive oder spezielle Objektive für Makroaufnahmen.

Dazu kommen zudem noch besondere Filter, die verschiedene Effekte erzeugen sollen. Kein halbwegs versierter Fotograf wird um Begriffe wie UV-Filter, Polarisationsfilter oder Effektfilter herumkommen. Letztere sind leicht zu gebrauchen und werden lediglich auf vorhandene Objektive aufgeschraubt. Aber: Nicht jeder Filter passt auf jedes Objektiv. Trotzdem gibt es eine relativ einfache Hilfe, nämlich Adapterringe und Adapterhalter. Wie Sie diese richtig einsetzen verrät Ihnen dieser kleine Ratgeber.

Adapterringe – zur Verbindung von Filter und Kamera

Fangen wir mit den Adapterringen an. Diese zu erklären ist kaum schwer, denn ein solcher Adapterring ist tatsächlich nicht mehr als ein Ring. Dieser Ring weist auf beiden Seiten ein Gewinde auf, um einerseits auf Kameraobjektive geschraubt werden zu können, andererseits ebenso als Anschluss zu dienen. Der Adapterring ist somit nichts anderes als ein Verbindungsstück. Beispielsweise zwischen dem Objektiv und dem gewünschten Filter. Doch wieso den Filter nicht direkt auf das Objektiv schrauben?

Das ist in der Praxis leider nicht immer möglich. Nicht jedes Objektiv entspricht dem Durchmesser des Filters. Zwar gibt es bestimmte Normgrößen, weswegen Objektive einen gewissen Durchmesser aufweisen. Doch dieser Durchmesser unterscheidet sich je nach Hersteller oder Kameramodell. So gibt es Objektive mit nur 46 oder 52 Millimetern Durchmesser, wie an einer kleineren Systemkamera, und größere Spiegelreflexkameras, deren Objektive 62 oder gar 72 Millimeter im Durchmesser zeigen. Wer bestimmte Effekte oder sattere Farben erreichen will, wird sich mit Filtern behelfen müssen, die im Durchmesser auf das Objektiv genau zugeschnitten sind.

Die unterschiedlichen Filter sind somit immer nur für eine Kamera beziehungsweise eine Objektivgröße zu nutzen. Wer nun z. B. eine Spiegelreflexkamera und eine gute Kompaktkamera besitzt muss daher Filter in verschiedenen Größen kaufen. Das kostet einerseits Geld, zum anderen wird die Ausrüstung immer weniger übersichtlich. Eben hier bieten Adapterringe und Adapterhalter eine kleine, aber clevere Hilfe.

Wozu Filter – wie die kleinen Helfer der Vereinigung dienen

Mittels eines simplen Adapterrings sind die verschiedenen Größen auf einfache Art zu kombinieren. Beispielsweise finden Sie Adapterringe mit 52er/55er-Gewinde, welche den Einsatz eines Filters mit 55 Millimetern Durchmesser auf einem 52er-Objektiv erlauben. Oder Adapterringe mit 52er/58er-Gewinde, die wieder eine Verbindung zwischen den Durchmessern 52 und 58 Millimetern ermöglichen. Allerdings haben solche Adapterringe einen Haken, lassen diese doch jeweils nur eine Kombination aus den jeweils zwei Größen zu, aber keine anderen.

Der Clou für jeden Fotografen mit verschiedenen Kameras und unterschiedlichen Objektivgrößen sind sogenannte „Stepp Up/Down"-Adapterringe. Diese kombinieren nicht nur zwei, sondern quasi alle Standardgrößen und erlauben daher beispielsweise den Anschluss eines 67er-Filters auf ein 49er-Objektiv oder eines 72er-Filters auf ein 52er-Objektiv.
Statt für jede Kamera jeweils eigene Filter zu erwerben, reicht ein Satz Filter in einer Größe, die dann via Adpaterring für jede Kamera passend gemacht werden. Das spart einerseits Geld, denn die Filter sind mitunter nicht immer billig. Zum anderen halten Sie mit solchen Filter-Adapterringen Ihre Fotoausrüstung schlank, was die Organisation ebenso wie den Transport vereinfacht und die Mobilität verbessert.

Härtefall Objektiv – Adapterringe gibt es nicht nur für Filter

Obendrein taugen solche Adapterringe nicht nur für Filter, sondern sogar für ganze Objektive. Manche Fotografen ziehen hier verschiedene Kombinationen vor, beispielsweise ein Nikon-Objektiv auf einer Canon-Kamera. Da die Hersteller jedoch auf jeweils eigene Anschlusssysteme setzen, ist eine solche Kombination natürlich nicht einfach.

Doch hierfür finden Sie spezielle Adapterringe, die eine Kombination verschiedener Kameras und Objektive erlauben. Diese Adapterringe sind ungleich komplizierter geartet als einfache Adapter für Filter und mit speziellen Verschlüssen versehen, damit die mitunter recht schweren Objektive halten können.

Manche Hersteller bieten selbst spezielle Adapter an, die den Einsatz größerer Objektive hauseigener Kameras erlauben. Ein Canon-Adapterring erlaubt beispielsweise die Kombination verschiedener Systeme, also von größeren Objektiven mit kleineren Kameras.

Was gilt es beim Kauf von Adapterringen zu beachten?

Beim Kauf solcher Adapterringe gilt es einiges zu beachten. Suchen Sie die einfacheren Adapter für Filter, können Sie allerdings kaum etwas falsch machen. Wichtig beim Kauf ist vor allem die richtige Größe. Achten Sie außerdem auf den Schraubverschluss. Filter werden zwar in der Regel aufgeschraubt, einige Gegenlichtblenden jedoch lediglich aufgesteckt. Und auch diese sind neben den zahlreichen Filtern sehr hilfreich, um etwa bei Gegenlicht gute Fotos schießen zu können. Der Filter sollte übrigens immer größer sein als das Objektiv, da sonst unschöne schwarze Ränder auf den Fotos entstehen können. Kleine Filter können zwar durchaus verwendet werden, erfordern jedoch eine Nachbearbeitung des Fotos.

Das Material des Filter-Adapters ist ebenfalls interessant. Einige Ringe sind aus schlichtem Plastik, andere aus härterem Metall. Der Unterschied zwischen beiden Modellen zeigt sich nicht nur im Preis, sondern vor allem in der Langlebigkeit. Während Kunststoff eher kaputt geht, hält Metall um einiges länger. Bei einem Filter-Adapter dürfte Plastik durchaus genügen, während bei einem Objektiv-Adapter wegen des deutlich höhreren Gewichts Metall vorzuziehen ist.

Beim Gewinde müssen Sie übrigens keine besondere Obacht walten lassen. Passt die Größe, passt der Adapter auch mit Sicherheit auf Ihr Objektiv.

Adapterringe und Adapterhalter richtig einsetzen

Beim Einsatz von Adapterringen und Adapterhaltern gibt es schließlich nicht allzu viel zu beachten. Wichtig ist lediglich ein fester Halt. Schrauben Sie den Adapter also richtig auf, Gleiches gilt für den Filter. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie das Gewinde – gerade bei einem Adapter aus Kunststoff – nicht überdrehen. Ansonsten ist eher der richtige Filter für den richtigen Augenblick interessant.

Verschiedene Filter: UV-Filter, Polarisationsfilter, Farbfilter und Kreativfilter

Je nach Einsatz gibt es verschiedene Filter. UV-Filter – richtigerweise eigentlich UV-Sperrfilter – blockieren beispielsweise UV-Licht und somit die ultraviolette Strahlung. In der Regel schauen die Filter recht harmlos aus, weil sie farblos oder manchmal mit einem leichten Gelbschimmer belegt sind. Trotzdem ist die Wirkung eines solchen UV-Filters klar erkennbar. Kontrast und Schärfe der Fotos werden deutlich verbessert, außerdem Farbfehler unterbunden.

Ein Polarisationsfilter – meist schlicht Polfilter abgekürzt – absorbiert polarisiertes Licht. Damit können Sie zum einen Reflexionen vermeiden, etwa von Wasser oder Glas. Mit der richtigen Ausrichtung können reflektierende Lichtquellen sogar komplett unterdrückt werden. Fotos mit einen Polfilter geschossen, wirken daher satter in ihren Farben. Vor allem grüne Farben werden verbessert. Gleiches gilt für Naturaufnahmen mit Wasser. Polfilter erlauben sozusagen einen Blick unter die Wasseroberfläche, da Spiegelungen vermieden werden. Einen Regenbogen sollten Sie hingegen nicht mit einem Polfilter ablichten, da dieser aus polarisiertem Licht besteht und daher schlichtweg aus dem Bild gefiltert wird.

Farbfilter sind schließlich nichts anderes als Vorsatzfilter und tauchen Fotos in ein ganz spezielles Licht, etwa gelb, rot oder blau. Somit verändern Farbfilter das Farbspektrum, minimieren außerdem Farbfehler und erhöhen den Kontrast des Bildes. Selbst eine komplette Verfremdung des Fotos ist durch den Farbfilter möglich. Weitere Filter wären Infrarotfilter oder diverse Effektfilter, die – wie der Name schon verrät – bestimmte Effekte hervorrufen und daher auch als Kreativfilter bezeichnet werden. Hier bieten sich Ihnen zum Beispiel Gitterfilter, Regenbogenfilter, Verlaufsfilter oder Prismenfilter an.

Einige Filter sind wegen der Digitalfotografie überflüssig geworden, da sich viele Effekte mit speziellen Programmen im Nachhinein am Computer erstellen lassen. Auch die Kameras selbst bieten mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, die den Filtern recht nahe kommen. Trotzdem setzen immer noch viele Fotografen auf den Einsatz solcher Filter, um ihren Fotos mehr Glanz, Kontrast, Farbe oder eben Effekte zu verleihen.
Mit dem Gebrauch eines Adapters müssen Sie schließlich nicht für jede Kamera beziehungsweise jedes Objektiv neue Filter kaufen. Wer also seine Effekte lieber direkt beim Fotografieren statt am Computer erzeugt, findet in den Filtern und besonderes in den Adapterringen und Adapterhaltern eine interessante Hilfe und viele Möglichkeiten.

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