Sicher löten & schweißen mit dem richtigen Zubehör

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Sicher löten & schweißen mit dem richtigen Zubehör

Viele Leute haben vor dem Schweißen und Löten eher ein wenig Scheu. Dabei können die zwei Tätigkeiten mit dem richtigen Werkzeug und dem richtigen Zubehör leicht von der Hand gehen. In den nächsten Abschnitten präsentiert Ihnen dieser Ratgeber alle notwendigen Hilfsmittel, damit auch Sie demnächst zu Hause oder bei der Arbeit richtig löten und schweißen können. Da Schweißen und Löten jedoch sehr viele Teilbereiche hat, sollten Sie bitte bedenken, dass dieser Ratgeber nur auf die Grundwerkzeuge von beiden Verfahren eingeht.

Löten und Schweißen - das richtige Handbuch

Zu Beginn ist es immer sinnvoll, sich ein Buch über diese Verfahren zur Unterstützung zu holen. Wenn Sie  Anfänger sind, legen Sie genaues Augenmerk auf Anleitungen zum Löten und Schweißen. Es werden häufig die einzelnen Verfahren zum Schweißen und Löten erklärt. Als Anfänger ist jedoch auch eine allgemeine Anweisung mehr als hilfreich. Wenn die einzelnen Verfahren aufgelistet sein sollten, achten Sie darauf, dass bei jedem Verfahren auch die benötigten Werkzeuge genannt werden. Praktischerweise enthält der Ratgeber auch einen Grundkurs über die Materialien. So können Sie auch jeder Zeit nachsehen, was Sie am besten verwenden und worauf Sie bei welchem Material achten sollten. Sehr wichtig sind natürlich auch die Sicherheitshinweise. Vor allem bei den Schweißverfahren kann es bei falscher Umsetzung zu Verletzungen kommen. Halten Sie also immer die genannten Sicherheitshinweise ein.

Das Löten

Lötkolben, Lötstation und Reinigungsschwamm

Das wohl wichtigste Werkzeug beim Löten ist der Lötkolben. Diesen gibt es meistens inklusive Lötstation auch in Kombination. Beim Lötkolben sollten Sie darauf Acht geben, dass er handlich ist. Beim Kauf ist auch die Leistung zu betrachten. Mit geringerer Leistung können Sie auch nur kleine Lötstellen löten und somit folgt, dass Sie für größere Lötstellen mehr Leistung brauchen. Machen Sie sich vorher bewusst, was ihren Anforderungen entspricht. Bei dem Kolben müssen Sie auch die Spitze beachten, da diese, wenn sie aus Kupfer ist, nach mehrmaligem Gebrauch eine Bronzelegierung bildet und rau wird. Es ist zu empfehlen eine Spitze zu kaufen welche eine Eisenlegierung besitzt. Diese Dauerlötspitzen müssen, im Vergleich zur Lötspitze aus Kupfer, nicht abgefeilt werden. Eine Temperaturregelung wäre auch von Vorteil, ist jedoch bei den einfachen und billigeren Lötkolben meistens nicht vorhanden. Diese Temperaturregelung finden Sie aber bei vielen Lötstationen. Zudem sollte der Lötkolben auch gut und sicher in der Lötstation stehen können, zum sicheren Arbeiten ist das ein Muss. Es ist ratsam, diese beiden Gegenstände in Verbindung zu kaufen, da sonst eventuell der Kolben nicht zur Station passt.

Um sauberes Arbeiten zu garantieren, empfiehlt es sich, einen Reinigungsschwamm zu kaufen. Dieser ist meistens bei einer Lötstation integriert. Mit solch einem Schwamm kann man kleine Reste von der Lötspitze entfernen. Somit zählt er zum Grundzubehör und sollte bei Ihrem Einkauf berücksichtigt werden. Alternativ kann man auch einen Drahtschwamm verwenden.

Entlötpumpe und Entlötlitze

Haben Sie einen Fehler beim Löten gemacht? Keine Angst – das ist kein Problem, denn mit der Entlötpumpe können Sie im Handumdrehen den Fehler beheben. Nicht nur für Anfänger ist sie eines der wichtigen Werkzeuge. Einmal etwas falsch löten kann auch den Profis schnell passieren. Also sollte sich jeder, der das Verfahren benutzt, die Entlötpumpe mit in den Einkaufskorb packen.

Als Alternative zur Entlötpumpe gibt es auch noch die Entlötlitze. Wichtig ist hier: die Entlötlitze sollte nicht aus einem Aluminiumgeflecht bestehen. Zwar ist diese Lösung kostengünstiger, aber verrichtet die Arbeit nicht in dem gewünschten Maß. Die Entlötlitze wird auf die zu entfernende Lötstelle gelegt und saugt wie ein Schwamm das Lötzinn an der Stelle auf. Hier sieht man schon, dass das Verfahren mit der Entlötpumpe einfacher scheint. Daher ist den Einsteigern eher die Entlötpumpe zu empfehlen.

Lötzinn

Bei Lötzinn gibt es viele verschiedene Arten. Eine wichtige Unterscheidung ist, ob es bleifreies oder bleihaltiges Lötzinn ist. Generell ist es zwar besser, bleifreies Lötzinn zu verwenden, jedoch ist für den Anfänger das bleihaltige einfacher zu handhaben. Lötzinn ist wie eine Röhre aufgebaut. In dieser Röhre befindet sich das Flussmittel – das ist der zweite Unterschied. Das Flussmittel kann halogenhaltig oder halogenfrei sein. Je nachdem müssen Sie danach die Lötstelle reinigen oder nicht, da das Produkt, wenn es halogenfrei ist, ein „no clean“-Produkt ist. Es kann aber auch vorkommen, dass kein Flussmittel im Lötzinn enthalten ist, sie können sich dieses jedoch auch dazukaufen. In manchen Fällen ist es sogar sehr angenehm, extra Flussmittel zu besitzen.

Die dritte Hand – Hilfe beim Löten

Sehr hilfreich ist beim Löten die dritte Hand. Diese hilft Ihnen, durch eine Lupe die Arbeitsstelle besser zu sehen. Zusätzlich können Sie mit zwei Klemmen die zu lötenden Werkteile besser zusammenhalten. Für jeden Anfänger ist dieses Hilfswerkzeug nur zu empfehlen. Außerdem bietet diese Arbeitsstation, je nach Ausführung, eine gute Arbeitsfläche.

Das Schweißen

Es gibt zwei wichtigste Schweißverfahren, mit denen man als Anfänger die meisten Aufgaben bewältigen kann. Zu diesen zwei Verfahren gehören zum einen das Elektroden-Schweißen und zum anderen das MIG-MAG-Schweißen, auch Schutzgasschweißen. Vor dem Kauf sollte man sich klar machen, was man zu schweißen hat. Bei dünneren Schweißstellen ist es zu empfehlen, mit dem Schutzgasschweißverfahren vorzugehen. Beim Elektrodenverfahren wird durch eine zu große Leistung sonst der Werkstoff zerstört. Mit den MIG-MAG-Verfahren können Sie zwar auch dickere Werkstoffe schweißen, jedoch steigt dann auch der Preis entsprechend an. Deswegen ist es ratsam, bei dickeren Schweißstellen zum Elektrodenschweißen zu wechseln, da das Verfahren hier nicht nur den Geldbeutel schont, sondern auch einfacher von der Hand geht.

Schweißschild, Schürze und Handschuhe

Beim Schweißen sollten Sie immer darauf achten, einen Schweißschild zu benutzen, dies dient ihrer Sicherheit. Da beim Schweißen hohe Temperaturen entstehen, kommt es zu UV-Strahlen, die für ihre Augen schädlich sind. Zudem schützt er noch vor springenden Funken. Nach der Norm muss der Schild getönte Scheiben haben. Stellen Sie immer fest, dass diese Norm eingehalten wird. Da Sie meistens beide Hände zum Schweißen benötigen, ist es ratsam, einen Schild zu wählen, der fest am Kopf sitzt und nicht gehalten werden muss.

Ebenfalls ist es wichtig, eine Schürze zu tragen, es muss jedoch eine spezielle Schürze aus Leder sein. Diese schützt Sie vor Funken und daher sollten Sie auf diese Schürze auch nicht verzichten. Außerdem sollten Sie immer Handschuhe anziehen, da auch dort ernsthafte Verletzungen schnell auftreten können.

Werkzeuge und Zubehör für Elektroden-Schweißen

Elektroden und Elektrodenschweißgerät (Elektrodenkabel mit Halterung und Massekabel)

Elektroden sind notwendig zum Schweißen. Es werden hier zwei Arten von Elektroden unterschieden – es gibt rutile Elektroden und basische Elektroden, die sich in der Stärke und der Zusammensetzung unterscheiden. Mit den rutilen Elektroden lässt es sich jedoch leichter arbeiten – sie haben den Vorteil, dass sich die Schlacke leichter entfernen lässt und dass sie auch eine schönere Naht bilden. Daher sollten Sie sich zu Beginn für diese Elektroden entscheiden. Das Elektrodenkabel nimmt nach Anschluss die Elektroden auf und ist somit erforderlich, um erfolgreich zu schweißen.

Empfehlenswert ist es, sich dieses Kabel nicht einzeln zu kaufen, sondern in Kombination mit einem Elektrodenschweißgerät. Diese Kombination von Elektrodenschweißgerät und Elektrodenkabel finden Sie bei eBay. Hier haben Sie automatisch auch noch das Massekabel mit Zwinge dabei. Zudem können Sie mit Hilfe des Elektrodenschweißgerätes die von Ihnen benötigten Einstellungen vornehmen.

Schlackenhammer und Drahtbürste

Nach dem Schweißen bleibt die Schlacke auf den Metallteilen zurück. Diese verhindert unerwünschte Lufteinwirkung zu Beginn, muss aber entfernt werden. Um sie zu entfernen, gibt es den Schlackenhammer. Wenn Sie eine saubere Arbeit liefern wollen, sollte solch ein Hammer bei ihrem Werkzeug nicht fehlen.
Um sauberes Arbeiten zu garantieren, ist es auch sehr hilfreich, eine Drahtbürste zu kaufen. Mit dieser können Sie die Schweißnaht reinigen. Die Borsten einer solchen Bürste sollten aus Messing-, Stahl- oder Eisendraht sein. Es ist darauf zu achten, ob die Bürste nicht zu groß ist.

Werkzeuge zum MIG-MAG-Schweißen

Gasdüse, Stromdüse, Schlauchpaket und Druckminderer und Gas

Diese fünf Werkzeuge und Zubehörteile sind für dieses Verfahren notwendig und sollten immer vorhanden sein. Die Gasdüse leitet das Gas sicher an die Lötstelle und ist aus Metall gefertigt. Die Funktion der Stromdüse ist es, den Schweißdraht genau zur Schweißstelle zu führen. Ein Schlauchpaket ist an dieser Stelle zu empfehlen. Das Paket besteht aus den beiden Düsen (Strom- und Gasdüse) sowie aus einem Schlauch und einem Griff. Es dient dazu, den Schweißdraht und das Gas zur Schweißstelle zu transportieren. Dieses Paket ist für jeden Anfänger ideal.

Zur sicheren Druckregelung ist es ratsam, sich einen Druckminderer zu kaufen. Mit diesem können Sie dann den Ausgangsdruck drosseln. Sollten Sie keinen kaufen, kann es zu schweren Lötfehlern kommen. Um vor negativer Lufteinwirkung zu schützen, wird bei den beiden Verfahren Gas eingesetzt. Hier ist auf die Gasart zu achten – sie dürfen Argon sowie Helium und auch deren Gemische nehmen.

Schutzschweißdraht

Im Gegensatz zum Elektrodenschweißen wird hier der Schutzdraht mechanisch über eine Rolle zugeführt, die sie ebenfalls bei eBay erhältlich ist. Zudem brauchen Sie, wie beim Elektrodenschweißen, ein Schweißgerät.

 

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