Shillbidding - die eBay-Seuche!

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trotz Bewertungsreform und sonstiger Pseudo-Aktivitäten schafft es eBay immer wieder, seine Verkäufer diskret - aber wirkungsvoll - zu schützen.

Durch anonymisierte Gebotslisten scheint die Seuche des Shillbiddings wieder kräftig um sich zu greifen - ohne dass für Mitbieter eine Chance besteht, dagegen etwas tun zu können.
Sind die Bieterlisten "privat", können Sie gar nichts machen, außer auszusteigen. Wenn keine Gebote bei dieser Auktionsform mehr eingehen, wäre dieser Typ innerhalb kürzester Zeit "vom Tisch" - klappt nur leider nicht.
Bei den Auktionen mit verfremdeten Bieternamen können Sie sich Ihre Mitbieter zwar genauer anschauen: Sie klicken in der Gebotsliste auf den Namen und erfahren, wo dieser Bieter überall in letzter Zeit Gebote abgegeben hat. Helfen wird Ihnen dies nicht sonderlich viel. Sie wissen aber wenigstens  sofort, dass Sie von dieser Auktion/diesem Verkäufer besser die Finger lassen.

Besonders dreistes Bsp: Auktion 110258917456:

Da gibt ein Bieter anonymisiert mit a...a (83 Bewertungen) 36 Gebote auf Auktionen von gerade mal 2 verschiedenen Verkäufern ab.

Mit 83 Auktionen weiß jeder eBayer, wie man sinnvollerweise bietet - bestimmt nicht so, dass man bei 2 Verkäufern in der Anfangsphase einer Auktion kräftig (und wissentlich sinnlos) mitheizt.

Was lernen wir daraus?

Eine eigentlich logische und längst überfällige Erkenntnis:
Auf der Plattform scheint es Leute zu geben, die gewerbsmäßig als Auftrags-Shillbidder agieren. Sie "helfen" anderer Leute Auktionen "auf die Sprünge".  (Eine todsicher lukrative Masche!)

Man könnte dreisterweise wahrscheinlich sogar eine Auktion dafür einrichten: "Heize Ihre Auktionen hoch".

Vermutlich hätte so eine Auktion keinerlei Konsequenzen, da die Leute von der Sicherheit wg. Überlastung meist sowieso nichts mitzukriegen scheinen. Den kriminellen Machenschaften "auf eBay" - bzw. den Versuchen dazu - ist mit vernünftigen Mitteln wohl längst nicht mehr beizukommen.

Oder es liegt an den Auftraggebern: Der Powerseller der oben genannten Auktion hat über 140000 Bewertungen und damit Narrenfreiheit im Auktionshaus.

Einige Tage später, wenn die Bieterliste durch weitere Auktionen aktualisiert ist, merkt sowieso keiner mehr was.

Schöne neue eBay-Welt - was tun wir alle eigentlich noch hier?

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