Setzkästen: Zuhause für die kleinen Kostbarkeiten des Lebens

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Setzkästen: Zuhause für die kleinen Kostbarkeiten des Lebens

So bereichern Sie Ihr Heim durch einen historischen Setzkasten

Hübsche Gegenstände zu sammeln war schon immer ein Hobby, das die Menschen reizte. Diese kleinen Pretiosen wurden und werden mit Vorliebe fein herausgeputzt und dann so präsentiert, dass man sie möglichst gut bewundern kann. Doch historische Setzkästen dienten nicht alleine diesen Präsentationszwecken. Denn ursprünglich sind Setzkästen einem anderen Kontext entnommen – der Name „Setzkasten“ lässt bereits darauf schließen.

Darüber hinaus finden Sie hier viele Informationen, die Sie beim Kauf eines „neuen“ historischen Setzkastens für Ihr Zuhause unterstützen sollen. Sie erfahren unter anderem einiges zu den möglichen Einsatzbereichen und zu den verschiedenen Arten von Setzkästen und Setzkastenzubehör in unserem heutigen Lebensumfeld. Auf Basis dieses kleinen Einkaufsratgebers werden Sie sicherlich spielend einfach Ihre Wahl treffen.

Wofür möchten Sie Ihren historischen Setzkasten verwenden?

Ohne Frage: Wenn Sie sich zum Kauf eines Setzkastens entschieden haben, aber noch keine exakte Vorstellung von diesem haben, sollen Sie sich mit dem gewünschten Einsatzbereich beschäftigen. Hier kann es ganz unterschiedliche Ausprägungen geben. Viele Menschen mögen es, ihr Zuhause mit Antiquitäten auszustatten. Dies kann beispielsweise an der besonderen Hochachtung vor historischen Themen liegen, aber auch an der Begeisterung für das besondere Flair, das solche Gegenstände mit sich bringen.

Der klassische Einsatzbereich für einen der hier besprochenen Gegenstände ist es, einen historischen Setzkasten als kleines Regal zu benutzen. Platzieren können Sie darin beispielsweise antike Setzkastenfiguren aus Holz, Glas oder Kunststoff. Von der kleinen Krake aus Muranoglas bis zum liebevoll bemalten Holzanhänger aus dem Erzgebirge werden Sie unter anderem bei eBay immer wieder fündig.

Neben diesem sehr typischen Einsatzbereich können Sie aus einem Setzkasten aber auch mit ein wenig Fantasie ein schickes anderes Möbelstück für Ihre eigenen vier Wände machen. So können Sie beispielsweise mehrere Setzkästen zu außergewöhnlichen Raumteilern verbinden. Auch im Hobby- bzw. Bastlerbereich leistet ein solcher Kasten mit seinen vielen kleinen Fächern hervorragende Dienste. So passen unter anderem viele unterschiedliche Schrauben, Schraubenmuttern und Nägel in die einzelnen Abteilungen und sind im Handumdrehen sortiert.

Woher stammt der historische Setzkasten?

Gerade wenn man sich beim Raumdesign gerne auf besondere Details konzentriert, ist auch die Herkunft der einzelnen Stücke interessant. So wissen viele Sammler ganz genau, wo ihre Antiquitäten einst gestanden haben und zu welchen Zwecken sie dienten. Dies gilt auch dann, wenn man die Gegenstände „umnutzt“, das heißt, sie für eine völlig andere Aufgabe einsetzt, als es ihrer ursprünglichen Konzeption entspricht. Aus diesem Grund erhalten Sie auch an dieser Stelle einen kleinen Einblick in die historische Welt der Setzkästen. Die Reise führt Sie zum einen in die historischen Apotheken des Mittelalters und späterer Jahrhunderte. Darüber hinaus – und hier liegt der Schwerpunkt der Setzkastenherkunft – werden Sie in die Welt der ersten Druckereien eintauchen, die hierzulande und in ganz Europa zu finden waren. Spannend wird es in beiden Fällen.

Historische Apotheken-Setzkästen finden

Auch wenn die beispielsweise bei eBay erhältlichen antiken Setzkästen aus Apotheken keine Setzkästen im engeren Sinne sind, haben Sie es hier mit einer großen Auswahl zu tun. Im Alltagsgeschäft einer Apotheke zählte es schon immer, dem Kunden bzw. Patienten möglichst schnell die passenden Medikamente liefern zu können. Dazu gehören auch die direkt vor Ort zusammengemischten Rezepturen. Das direkte Herstellen von Medikamenten war vor allem in früheren Zeiten gebräuchlich – heute greift man in den allermeisten Fällen auf fertige Standardpräparate zurück. Die Vielfalt der Produkte, die ein Apotheker anbietet und die Sorgsamkeit, mit der sowohl Zutaten als auch fertige Tabletten und andere Medikamente aufbewahrt werden müssen, machten hier schon früh ausgeklügelte Ordnungssysteme notwendig. Heute verlässt man sich in einer Apotheke auf Hightech bis hin zur digitalen Warenverwaltung.
Bis vor wenigen Jahrzehnten aber war vor allem ein schneller „analoger Überblick“ gefragt. Hier setzten die historischen Apotheken-Setzkästen an und boten mit vielen kleinen Schubladen und Fächern die passenden Möbel für einen erfolgreichen Apothekenbetrieb. Sie boten Platz für jedes erdenkliche Produkt, und wer als erfahrener Apotheker über eine lange Zeit in einer Offizin tätig war, konnte in der Regel ohne Nachdenken immer die Präparate finden, die seine Kundschaft bei ihm anfragte.

Das zeichnet antike Setzkästen aus Druckereien aus

Historische Setzkästen aus Druckereien dagegen haben einen ganz anderen historischen Hintergrund. Zur Zeit der Erfindung des Buchdrucks war es eine zentrale Herausforderung für die Drucker, möglichst effizient aus einzelnen Buchstaben ein fertiges Druckbild zu erstellen, das dann im Rahmen des Druckprozesses zu Papier gebracht werden konnte. Der Setzkasten war hier Mittel zum Zweck und sorgte für eine penible Sortierung der einzelnen „Lettern“, wie man die Einzelbuchstaben seinerzeit nannte. Ein geübter Drucker oder Schriftsetzer konnte fast blind aus einem Setzkasten die Buchstaben, Sonderzeichen oder Leerzeichen bzw. Spatien entnehmen, die er für den Satz eines Buches oder einer Zeitung benötigte. Genau in die dafür notwendigen Fächer können heute Sammler auch ganz andere Gegenstände einlegen bzw. einsetzen. Dazu zählen kleine Nippesfiguren ebenso wie seltene Fingerhüte, gesammelte Überraschungseierfiguren und vieles mehr.

Druckgeschichte live erleben: Setzkästen und Inhalt

Gerade weil die Druckgeschichte und die Druckprozesse eine so große Rolle für die Bedeutung von Setzkästen hatten, soll dieser Bereich noch etwas näher beleuchtet werden. Wendet man sich dem klassischen Setzkasten zu, so wird man vor allem ein einheitliches Material feststellen. Wie es für die damalige Zeit üblich war, setzte man als Werkstoff ein haltbares und dennoch relativ preisgünstiges Naturmaterial ein und schuf Setzkästen aus Holz. Jeder Setzkasten, der in einer Druckerei zu finden war, beinhaltete Buchstaben in Form von Lettern und das dazu passende Blindmaterial.

Setzkästen für unterschiedliche Buchstaben und unterschiedliche Schriften

Gerade bei größeren Druckereien war es durchaus üblich, gleich mehrere dieser Setzkästen gleichzeitig in Betrieb zu haben. Der Grund war nicht nur, dass man unter Umständen an mehreren Druckerzeugnissen gleichzeitig arbeiten wollte. Es war auch wichtig, dass sich innerhalb eines Setzkastens niemals mehrere Schriftarten, -größen und -schnitte vermischen durften. Die „fetten“ Buchstaben gelangten also nicht in den gleichen Kasten wie die „mageren“ - und die großen Schriften, die man meistens für Titel benötigte, waren nicht im gleichen Setzkasten zu finden wie die kleinen Fließtextschriften und so weiter. Entsprechend der hierfür erforderlichen Kastenformate unterscheiden Profis bei den Setzkästen zwischen „Brotschriftenkästen“ oder „großen Schriftkästen“, die rund 96 cm breit und 61 cm tief sind, „Standardkästen“ bzw. „kleinen Schriftkästen“ mit einer Größe von rund 66 x 61 cm und „Titelschriftenkästen“ bzw. „Steckschriftenkästen“, die in der Regel 27 cm breit und 61 cm tief sind.

In den Setzkästen waren in historischen Druckereien die sogenannten Bleilettern untergebracht. Lettern werden auch unter der Bezeichnung „Drucktypen“ bzw. „Typen“ geführt. Es handelt sich dabei um Schriftkörper, auf denen an der einen Seite jeweils ein Buchstabe oder Zeichen in spiegelverkehrter Form erhaben aufgebracht ist. Je nachdem, aus welcher Zeit die Lettern stammen, wurden diese per Hand oder auch mittels einer Maschine von einem Setzkasten in die satzfertige Seite befördert.

Während man Setzkästen heute für die unterschiedlichsten Zwecke einsetzt und historische Lettern oft als Dekorationsobjekte oder als museale Ausstellungsstücke verwendet, dienen Setzkästen und Objekte mit Lettern zumeist der Dekoration. So können Sie diese Kombinationen bei eBay auch oft als kunstvolle Kombinationen entdecken. Oft beschäftigen sich Künstlerinnen und Künstler mit den Einzelteilen und erstellen aus den historischen Elementen hübsche Collagen, zusammenhängende Dekorationsobjekte oder regelrechte Bilder, mit denen Sie ihre heimischen Wohnräume oder auch Ihr Büro verschönern können. Welche Objekte unter der Hand versierter Kunstschaffender entstehen, hängt selbstverständlich immer vom Zeitgeschmack und von der jeweiligen Schaffenskraft ab. Das Stöbern in aktuellen Angeboten kann sich in diesem Sinne jederzeit für Sie lohnen.

Originalsetzkasten oder neues Modell?

Wenn Sie bereits eine genaue oder eine einigermaßen exakte Vorstellung von der Verwendung Ihres antiken Setzkastens haben, können Sie schon in Kürze zur Auswahl schreiten. Eine Frage sollten Sie jedoch vorab für sich beantwortet haben: Es geht darum, ob Sie sich für original historische Stücke entscheiden oder für Setzkästen neuerer Bauart.

Gerade unter den Angeboten von Antiquitätenhändlern werden Sie originale Setzkästen und auch viele historische Setzkastenschubladen, Lettern und ähnliche Gegenstände finden. Der klare Vorteil eines solchen Originalstückes ist selbstverständlich ein gewisser Seltenheitswert. Darüber hinaus können Sie mit einem historischen Setzkasten – wie mit vielen anderen Antiquitäten – ein Stück Geschichte und Kultur in Ihr Zuhause holen.

Ein neuer Setzkasten dagegen ist in der Regel etwas besser auf die jeweiligen „modernen Einsatzbereiche“ abgestimmt. So bietet sich hier beispielsweise eine ausreichende Anzahl verschieden oder gleich großer Fächer, in denen Sie kleine Gegenstände platzieren können. Oft sind die modernen Stücke auch mit schönen Glasfenstern versehen und haben dadurch viel mit einer klassischen Vitrine gemeinsam. Auch das Material aktueller Setzkästen ist selbstverständlich besser erhalten bzw. neu. So können Sie sich hier statt abgenutzter Hölzer sowohl Metall- als auch Holzsorten frei aussuchen – von hell bis dunkel und von massivem Holz bis zu furnierten Varianten.

Welche Setzkastenvariante am besten in Ihre Räumlichkeiten passt und welche Stücken Sie am schnellsten begeistern können, werden Sie sicherlich schnell feststellen, wenn Sie die hier genannten Hintergrundinformationen kennen und darüber hinaus die aktuellen Angebote studiert haben. Die letztendliche Qual der Wahl wird damit vielleicht nicht aufgehoben, aber dennoch auf ein Minimum reduziert, sodass Sie mit Ihrer Entscheidung sicherlich den richtigen Schritt unternehmen werden.

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