Selbstaufblasende Isomatte / Isomatten / Luftmatratzen

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Top Innovation: Selbstaufblasende Isomatten: Perfekter Schlafkomfort für unterwegs und Überall:

Wanderer, die mit qualmenden Füßen, verspanntem Rücken und bleischweren Beinen endlich das Ziel erreichen sehnen sich nach einer weichen Unterlage zum Ausstrecken. Doch vor dem Ruhelager steht für viele die Plackerei mit der Luftmatratze: Pusten bis einem schwarz vor Augen wird. Andere rollen einfach ihre Isomatte aus, erwachen dafür am nächsten Morgen aber völlig gerädert: Äste und Steine bohren sich durch Zeltboden und Matte in den Rücken. Komfortable Alternative: Schaumstoff- und luftgepolsterte Isomatten, die sich auch noch selbst aufblasen. Man liegt weich wie auf einer (intakten) Luftmatratze und sogar wärmer als auf einer herkömmlichen Isomatte, klein zu verpacken und leicht sind sie auch noch.

Die ersten selbstaufblasenden Isomatten wurden in den USA entwickelt: unter dem Namen Therm-A-Rest von dem Outdoor-Ausrüster Cascade Designs. Sie gehören noch heute zu den qualitativ hochwertigsten - aber auch teuersten Matten. Inzwischen gibt es weitere Hersteller, die Matten in unterschiedlicher Größe, Dicke, Gewicht und Packmaßen anbieten. Generell gilt: Je dicker desto bequemer, aber auch schwerer zu tragen.

Wie funktionieren selbstaufblasende Isomatten!?

Die Matten bestehen aus feinporigem, hochelastischem Schaumstoff, der mit einer luftundurchlässigen, wasserdichten Hülle fest verklebt ist. Beim Zusammenrollen wird die Luft aus dem Schaumstoff herausgepresst. Es entsteht ein Vakuum. Wird das Ventil geöffnet, dehnt sich der Schaumstoff auf sein ursprüngliches Volumen aus und saugt dabei Luft in seine Poren. Nach wenigen Minuten ist die Matte zu etwa 90 Prozent gefüllt. Den Rest allerdings muss man weiterhin selbst erledigen: Zwei bis drei kräftige Atemstöße hinterher pusten, Ventil schließen - fertig.

Wie isolieren die luftgefüllten Schaumstoffmatten!?

Je dichter der Schaumstoff, desto besser die Isolationswerte. Da die Hülle fest mit dem Schaustoff verklebt ist, bleibt die Luft in den vielen kleinen Poren unbeweglich eingeschlossen. Sie wird durch die Körperwärme des Schläfers erwärmt und hält die vom Boden aufsteigende Kälte ab. Bei Ultra-Leicht-Matten ist der Isolationswert allerdings geringer. Um Gewicht zu sparen ist ihr Schaumstoff-Kern perforiert. In den entstehenden Lücken oder Kanälen kann die Luft sich frei bewegen. Eine herkömmliche Luftmatratze hat aus dem gleichen Grund so gut wie gar überhaupt keinen Isolationswert: Jedes Mal wenn sich der Schläfer bewegt, tauscht sich erwärmte gegen kalte Luft aus.

Trotz der guten Isolationswerte sind aber die luftgefüllten Isomatten nicht für’s Campen bei Eis und Schnee geeignet. Der Grund: Bei extremen Minusgraden gefriert die Feuchtigkeit der Atemluft, die beim "Nachpusten" in die Matte gelangt. Es bilden sich winzige, nadelförmige Eiskristalle, die den Schaumstoff zerstören.

Wie robust sind die Matten!?

Die Anfälligkeit gegenüber spitzen Gegenständen ist eine generelle Schwäche luftgefüllter Matten. Ist die Luft erst mal raus, ist es auch weitgehend vorbei mit Schlafkomfort und Isolationseffekt. Man sollte sie deshalb niemals direkt auf Steine oder Äste legen, lieber auf einen Zeltboden. Wer unter Extrembedingungen kampiert, ist in dieser Hinsicht mit einer herkömmlichen Isomatte besser bedient.

Ziemlich robust und rutschfest ist eine neue Matte des Herstellers Ortlieb. Ihre äußerst strapazierfähige Spezialbeschichtung widersteht - laut Hersteller - im Härtetest sogar Dornen und Scherben. Auf jeden Fall soll man sie auch außerhalb des Zeltes verwenden können. Allerdings macht die feste Hülle die Matte schwerer.

Welche Matte für welchen Typ!?

Wer auch im Zelt schlafen will wie zu Hause, für den gibt es Matten, die sich bis zu zehn Zentimeter hoch aufblasen. Sie sind aber zusammengerollt auch entsprechend sperrig und schwer - empfehlenswert also für motorisierte Camper mit genügend Platz und Zuladung. Schwergewichtige Wanderer sollten sich von vornherein für eine dickere Matte entscheiden (z.B. 60 bis 65 cm breit, 4 bis 5 cm dick).

Für ruhige Schläfer ist das Standardmaß von ca. 180 x 50 Zentimeter ausreichend, schmalere Matten eignen sich wirklich nur für Leute, die morgens so aufwachen, wie sie eingeschlafen sind. Rotierende Schläfer sind mit einer breiteren Matte ebenfalls besser gebettet. Wer jedes zu tragende Gramm sparen möchte, für den gibt es Matten, die nur 2 bis 2,5 cm dick sind. Noch leichter sind diese als ¾ Matten, auf denen nur der Schulter- und Beckenbereich ruht. Kopf und Beine polstert man dann mit Kleidung oder Packsack. Auch Matten aus gelochtem Schaumstoff sind besonders leicht und lassen sich sehr klein verpacken. Die leichteste dieser Matten wiegt nur etwas mehr als 600 Gramm und ist verpackt ca. doppelt so groß wie eine Konservendose. Allerdings isolieren diese ultralite-Varianten nicht mehr so gut wie Matten aus Vollschaum.

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PS: Bei uns gibt es ganz zufällig auch selbstaufblasende Isomatten verschiedener Größen, Dicken und Farben - zu absoluten Fabrikpreisen!! ;)
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