Sehen cool aus und geben Sicherheit: Sportgurte im Honda CRV

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Sehen cool aus und geben Sicherheit: Sportgurte im Honda CRV

Trotz ständig steigender Spritpreise ist das eigene Auto weiterhin der große Trend. Zugegeben: In den Großstädten wird das Carsharing wohl nicht ganz ohne Grund immer beliebter. Und doch wollen selbst viele Berliner, Hamburger oder Münchner nicht auf den eigenen Wagen verzichten.

Viele Familien haben sogar zwei oder drei Autos, damit alle Familienmitglieder irgendwie zur Arbeit, zum Studium oder zur Schule kommen können. Nach wie vor sichert ein eigenes Fahrzeug die unabhängige Mobilität, was sicherlich noch einige Jahre so bleiben wird. Wegen der hohen Spritpreise sind jedoch die Zweit- oder gar Drittwagen meist kleinerer Natur und gelten somit als Klein- oder Kleinstwagen.

Beim Erstwagen setzen hingegen viele auf eine schicke Mittelklasse oder sogar Oberklasse. Das wahre Boom-Segment sind jedoch seit einigen Jahren die sogenannten SUVs. Komplett ausgesprochen: Sport Utility Vehicles. Zu deutsch ungefähr: „Sport- und Nutzfahrzeug" oder: „sportliches Nutzfahrzeug". Hier sind es vor allem die Kompakt-SUVs, also Sport Utility Vehicles mit kompakten Abmessungen, wie der Honda CR-V. Und einen solchen CR-V können Sie sogar selbst sportlicher ausstatten, etwa mit Sportgurten.

Honda CR-V: ein Kompakt-SUV der ersten Stunde

Aufgekommen sind SUVs erst gegen Mitte und Ende der 1990er. Das Segment ist somit noch recht jung. Als „Erfinder" gelten Toyota mit seinem RAV4, Land Rover mit dem Freelander oder Honda - eben mit seinem CR-V. Während der Toyota bereits 1994 auf den Markt kam, folgten Honda 1996 und Land Rover 1997. Alle drei Modelle haben eines gemeinsam. Sie sind kompakt, ergo nicht ganz so groß und um einiges kleiner als die amerikanischen Full-Size-SUVs, sogar deutlich kleiner. Während ein Full Size weit über fünf Meter misst, kommen Kompakt-SUVs wie der Honda CR-V nur auf runde 4,50 Meter.

Damit entspricht ein Kompakt-SUV in der Länge ungefähr einem typischen Kompaktmodell wie Ford Focus oder VW Golf. Der Unterschied zeigt sich in der Optik, denn SUVs sind den früheren Geländewagen nachempfunden. Sie bieten also viel Bodenfreiheit, ebenso eine große Fahrzeughöhe, hohe Motorhaube und steiles Heck. Damit hören die Gemeinsamkeiten auf. Denn wirklich offroad-fähig ist kaum ein Sport Utility Vehicle, eher im Gegenteil. Die Fahrzeuge sind für feste Straßen und manchmal sogar direkt für die Stadt entwickelt, als Urban-Crossover. Die meisten SUVs würden jedenfalls schon auf einem Feldweg aufgeben, weil trotz ihrer bulligen Optik und dicken Reifen keine Geländewagen sind.

Doch Toyota, Honda, Land Rover haben den Nerv der Zeit oder vielmehr der Käufer getroffen. Viele Hersteller zogen nach. Mittlerweile ist kaum noch ein Autobauer ohne mindestens einen SUV in der Familie. Kurios: Ausgerechnet bei Honda ist es bei dem einen Modell geblieben. Dem CR-V. Der aber wird mittlerweile seit etlichen Generationen gebaut.

Japaner im Zeitraffer: Honda CR-V in vier Generationen

Nicht viele Modelle können in dem Punkt mit dem Honda CR-V mithalten. Auf den Markt kam der erste CR-V 1996. Zuerst nur mit Automatik, später mit manueller 5-Gang-Schaltung. 1999 wurde der Honda CR-V erster Generation aufgehübscht. 2001 war Schluss, doch natürlich nicht ohne offiziellen Nachfolger. Der Honda CR-V II schaute optisch um einiges besser aus als sein Vorgänger, was man in der Regel aber wohl von jeder neuen Generation eines Automodells sagen könnte.

Die Leistung des zweiten Honda CR-V war ebenfalls leicht gestiegen, wobei der SUV erstmals als Benziner wie ebenso Diesel angeboten wurde. Letztgenannter war in der ersten Generation noch nicht zu kaufen, was gerade in Europa so manchen Kunden abgeschreckt haben dürfte. Mit dem zweiten Modell besserte Honda mit einem 2,2-Liter-Diesel nach, trotzdem war der Japaner bei den Deutschen kein großer Hit. 2004 wurden gerade mal 4.100 Modelle verkauft, während Konkurrent Toyota seinen RAV4 hierzulande über 18.000 Mal absetzen konnte. Immerhin konnte Honda mit einer Modellpflege 2005 - und dem genannten Diesel - Käufer zurückgewinnen.

2006 rollte Honda den dritten CR-V in seine Autohäuser. Wie schon die Vorgänger setzte der Honda CR-V III auf einen zuschaltbaren Allrad, was in dem Segment selbst heute nicht unbedingt der Norm entspricht. Oft genug sind entsprechende Modelle allein mit Frontantrieb zu kaufen, was dem Offroad-Charakter gänzlich widerspricht. Bei den Motoren blieb es jedenfalls, ergo Benziner und Diesel. Ende 2012 legte Honda erneut nach, der CR-V vierter Generation wurde enthüllt. Der zeigt sich optisch gelungen und im Trend der Zeit. Der bekannte 2,2-Liter-Diesel mit 150 PS ist nach wie vor unter der Haube zu finden, parallel außerdem zwei Benziner mit 2,0 und 2,4 Litern sowie bis zu 185 PS. In Deutschland wird allerdings nur der 2,0-Liter-Benziner mit 155 PS verkauft.

Sinn oder Unsinn: Sportgurte im Honda CR-V

So oder so reicht so manchen CR-V Kunden die Basisversion des kompakten Sport Utility Vehicles nicht. Hier und da kann tatsächlich mit kleinem Geld nachgerüstet werden, beispielsweise mit Sportgurten. Viele denken sicher, dass diese weniger in ein Modell wie den Honda CR-V passen, nicht in einen SUV, sondern eher in einen rassigen Sportwagen. Doch das Gleiche könnte man von anderen Tuningideen ebenfalls sagen, etwa dem Sportlenkrad oder gar den Sportsitzen.
Also haben Sportgurte in einem SUV wie den Honda CR-V nichts verloren? Das stimmt natürlich nicht. Jedes Auto eignet sich für etwas „Sport". Schauen Sie nur mal gewisse Konkurrenzmodelle an. Und lassen Sie mal Klassen- und Preisunterschiede außen vor. Mercedes stellt seine M-Klasse ebenso wie seine G-Klasse mit speziellem AMG-Zubehör zur Wahl. AMG ist bekanntlich die Mercedes-eigene Tuningschmiede. Die G-Klasse wird mit V8 und sogar V12 sowie über 600 PS verkauft, als offizielle AMG-Version, als Sportmodell. Gleiches gilt für SUVs von BMW und Audi - nichts mit Understatement. Da stampft so manches eigentliche Sport Utility Vehicle mehr Leistung in den Asphalt als offizielle Sportwagen.

Nur zum Vergleich: Während der BMW X6 M 555 Pferde aus seinen Auspuffrohren grölt, sind es beim Toyota GT86 gerade mal 200 PS. Der erste ist ein SUV, der zweite ein Sportwagen. Finden Sie den Fehler selbst. Zugegeben: Der Honda CR-V wird nicht als besonderes Sportmodell angeboten, warum dann aber nicht in Eigenregie nachbessern? Möglichkeiten und entsprechende Angebote gibt es viele.

Außerdem spricht durchaus der eine oder andere Punkt pro Sportgurte oder Sportsitze, beispielsweise der bessere Halt, den 6-Punkt-Gurte gegenüber regulären 3-Punkt-Gurten garantieren. Mehr Halt bedeutet mehr Sicherheit. Dagegen ist wohl kaum etwas einzuwenden. Mehr Halt bedeutet außerdem mehr Gefühl für das Auto, was gerade einem SUV mit eher hohem Schwerpunkt entgegen kommen sollte. Über Sinn oder Unsinn lässt sich selbstredend streiten, die Entscheidung liegt daher bei jedem CR-V-Fahrer selbst.

Selbst ist der Honda CR-V-Fahrer: Sportgurte einbauen

Seien wir aber mal ganz ehrlich: Sportgurte sehen im Auto doch um einiges cooler aus als die normalen 3-Punkt-Gurte. Die hat jeder, selbst viele Sportwagen, Hosenträgergurte hingegen nicht, zumal - und das freut wohl jeden Hobbyschrauber - die Sportgurte mehr oder minder fix selbst eingebaut sind.

Eine entsprechende Anleitung dürfte Ihrem Kauf mit Sicherheit beiliegen. Zur Montage der neuen Sportgurte dürften weder besondere Werkzeuge noch spezielles Wissen nötig sein. Eventuell haben Sie in Ihren Bekanntenkreis jemanden, der Ahnung hat und helfen kann. Schwer sollte der Einbau der Sportgurte jedenfalls kaum sein, wobei 6-Punkte-Gurte zugegeben nicht mit den alten 3-Punkt-Gurten zu vergleichen sind.

Sollte die Anleitung nicht ausreichen, lohnt ein Blick ins Internet. Auf gewissen Portalen sind schnell Videos zu finden, die einen solchen Einbau genauer erklären, sogar direkt nach Auto und Modell, also beispielsweise bei einem Honda CR-V.

Sportgurte im Honda CR-V: Was sagt der TÜV

Wichtig: Achten Sie beim Kauf der Sportgurte auf eine ABE, was für die „Allgemeine Betriebserlaubnis" des Produkts steht. Ohne diese ABE müssten Sie beim TÜV oder einer sonstigen Prüforganisation vorbeifahren, die die neuen Sportgurte amtlich abnimmt und in Ihren Papieren verewigt. Das machen die Prüfer jedoch nur gegen Bezahlung. Das Geld wie ebenso den Zeitaufwand können Sie sich mit der besagten ABE also sparen.

Am besten erkundigen Sie sich schon vor dem Kauf solcher Sportgurte beim Verkäufer, bei Freunden, in speziellen Internetforen und vor allem beim TÜV. Möglicherweise sind die Sportgurte nur mit entsprechenden Sportsitzen erlaubt, da eventuell Halterungen und Gurtführungen nicht mit dem Autositz harmonieren. Ein blinder Kauf ist daher keine gute Empfehlung. Lassen Sie sich auch nicht von extrem günstigen Preisen, aber zeitlich beschränkten Angeboten locken. Im schlimmsten Fall haben Sie Geld für Sportgurte ausgegeben, die Sie gar nicht verwenden dürfen. Nicht jeder Gurt ist für jeden Sitz erlaubt. Achten Sie auf diesen Punkt, ebenso auf die ABE.

Dafür finden Sie noch zahlreiche andere Möglichkeiten zum Honda CR-V Tuning. Tatsächlich dürften hier einige weitere Ideen für Ihren SUV locken, beispielsweise ein neues CR-V-Radio oder schickere CR-V Felgen. Dazu bekommen Sie gleich die passenden CR-V Bremsen, die sowieso ein typisches Verschleißteil sind. Denken Sie jedoch an die alte Tuning-Regel: Möglich ist vieles - aber nicht alles erlaubt.

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