Science Fiction mit Vorreiterfunktion: Warum die Serie Babylon 5 so besonders ist

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Science Fiction mit Vorreiterfunktion: Warum die Serie Babylon 5 so besonders ist

Obwohl die Serie Babylon 5 nur mäßig erfolgreich war, ist sie in die Fernsehgeschichte eingegangen. In Deutschland lief die Serie, an die sich mehrere Filme lehnen, erstmals 1995. 110 Folgen in fünf Staffeln zeigen, was an Babylon 5 so besonders ist.

 

Abgeschlossene Handlung und tiefe Charaktere waren neu für Serien dieser Art

Selten für eine Fernsehserie ist die Tatsache, dass Babylon 5 von vornherein auf fünf Staffeln konzipiert war, nach dem Pilotfilm. Mehr als die gesendeten 110 Episoden waren nicht geplant. Dabei schien es nicht einmal sicher, dass die fünfte Staffel auch ausgestrahlt würde. Der amerikanische Fernsehsender, der die Serie ausstrahlte, befand sich zu der Zeit in der Auflösung. Des Weiteren sind die Charaktere mit Tiefgang angelegt, sodass sie sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln und verändern. Bei Babylon 5 geht es um eine Zeitspanne von fünf Jahren, um das Jahr 2260 herum. Für die Ausarbeitung der Charaktere und der Dramaturgie erhielt die Serie jeweils einen Hugo Award. Außerdem tauchen Charaktere, die aus der Serie verschwunden waren, immer wieder in einzelnen Sequenzen auf. Auch dies war eine Neuerung in der TV-Landschaft.

 

Spezialeffekte, die ausschließlich aus dem Computer stammen

Sowohl der Pilotfilm „Die Zusammenkunft” als auch die einzelnen Episoden nutzen für die Special Effects nur Grafiken, die am Computer entworfen wurden. Keine andere Science-Fiction-Serie arbeitete auf diese Weise. Damit nahm Babylon 5 eine Vorreiterrolle in der Fernsehlandschaft ein. Der Pilotfilm wurde deswegen mit einem Emmy in der Kategorie „Special Visual Effects” ausgezeichnet. Zusammengenommen waren dies vielleicht die Gründe für den mäßigen Erfolg. Das Publikum freundet sich häufig nicht sofort mit Neuerungen an.

 

Weitere Besonderheiten, die auch die Veröffentlichung auf DVD betreffen

Der ursprüngliche Name des Pilotfilms Spacecenter Babylon 5 kommt nur noch in der Synchronfassung vor. Später wurde der Serienname auf Babylon 5 reduziert. Ebenso wurden die Staffeln umbenannt und bearbeitet.

Der Pilotfilm existiert in zwei unterschiedlichen Fassungen. Zwar ist die Länge in beiden Versionen die gleiche, jedoch wurden in der 1998er-Version insgesamt 14 Minuten Filmmaterial ausgetauscht.

Erfinder und Produzent Straczynski übernimmt in der letzten Folge „Der Weg ins Licht” eine Gastrolle als Techniker, der das Licht ausmacht, bevor die Station gesprengt wird.

83,6 Prozent der Episoden stammen von ein und demselben Drehbuchautor, nämlich vom Vater der Serie.

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