Schwimmen lernen: Schwimmbretter und andere Lernhilfen für Kinder und Erwachsene

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Schwimmen lernen: Schwimmbretter und andere Lernhilfen für Kinder und Erwachsene

Im Schulsport, aber auch in der Freizeit geht man gerne in ein Hallen– oder Freibad. Sei es, um zu schwimmen, zu trainieren, um dort eine schöne Zeit mit seinen Freunden auf der Liegewiese zu verbringen oder die Sonne zu genießen. Natürlich sind auch die vielen Becken mit oder ohne Rutschen, Sprungtürmen oder nachgeahmten Wasserfällen ein Grund, ein Schwimmbad zu besuchen. Voraussetzung ist es, die Technik des Schwimmens zu beherrschen. Sind die Basiskenntnisse nicht Vorhanden, wird dringend davon abgeraten bzw. ist es verboten, ein Becken, gleich welcher Tiefe, zu betreten. 

Oftmals offenbart sich das Nichtkönnen in der Grundschule im Sportunterricht. Dies ist ein guter Zeitpunkt, eine Schwimmschule zu besuchen oder private Schwimmstunden zu nehmen. Wissenswertes über nützliche Hilfsmittel hierbei wird der folgende Ratgeber geben. 

Schwimmen lernen – ab wann …

Viele Eltern sind sich nicht sicher, ab welchem Zeitpunkt das Kind körperlich in der Lage ist, Schwimmen zu lernen. Manche meinen, dass das Kind erst eine ganze Weile nach dem Laufen lernen auch das Schwimmen lernen kann. Das ist nur teilweise korrekt, und es ist in jedem Fall wichtig, dass das Kind so früh wie möglich mit Wasser in Berührung kommt. Baden in der heimischen Badewanne ist schon der erste Schritt. Viele Säuglinge schreien sich beim Baden die Seele aus dem Leib. Eltern sollten jedoch nicht sofort nachgeben, denn für das Kleinkind ist diese Situation eine neue Erfahrung. Hat es sich erst einmal daran gewöhnt, und das braucht unter Umständen Zeit, dann findet es in den allermeisten Fällen großen Gefallen am Wasser.

Das Kind sollte so früh wie möglich auch in ein großes Becken, in welchem es überall von Wasser umgeben ist. Hier sollten die Eltern oder eine andere erwachsen Bezugsperson mitkommen. Eine Vertrauensperson bei sich zu haben in einem gänzlich unbekanntem Terrain ist enorm wichtig. Auch eine erfahrene Schwimmlehrerin kann Mama, Papa, Oma und Opa nicht ersetzen, wenn es um die Wassergewöhnung geht.

Schwimmkurse für die ganz Kleinen

Babyschwimmkurse zur Wassergewöhnung können bereits die Kleinsten besuchen. Zwischen 4 und 6 Monaten ist hierfür ein gutes Alter. Schwimmen wird dabei selbstverständlich nicht erlernt. Es geht eher, wie der Name auch sagt, darum, das Kind an das Wasser heranzuführen, vielfältige Bewegungsreize auszutesten und durch diese die Entwicklung des Kindes zu fördern. Die Wassertemperatur liegt im Babyschwimmbecken bei warmen 32° bis 34°.

Schwimmkurse für Kinder
Der nächste Schritt sind Kinderschwimmkurse. Kinder sind dann zwischen vier und fünf Jahre alt. In diesem Alter ist der Nachwuchs bereits an Wasser gewöhnt, kennt die Temperaturunterschiede, die beim Schwimmen erlebt werden können, und die Eigenheiten des Elements. Kurse solcher Art finden zumeist mit Hilfsmitteln statt, die später genauer beschrieben werden. Zudem ist das Becken nur so tief, dass alle Kinder stehen können. So kann einer Panik vorgebeugt werden. Mit vier Jahren kann sich das Kind bereits mit Wassertreten, ähnlich einem Hund, über Wasser halten. Die Feinabstimmung erfolgt dann mit frühestens fünf Jahren. Das Kraulen bzw. die Arme windmühlenartig über Wasser bringen, gelingt in diesem Alter meisten schon sehr gut. Die Wassergewöhnung ist damit abgeschlossen.

Ab sechs Jahren kann man mit dem Brustschwimmen beginnen. Hierfür wird eine Koordination von Armen und Beinen benötigt und diese Fähigkeit wird erst ab dem Schulalter erlernt. Ein Tipp ist, das Schwimmen erst zu erlernen, wenn auch das Fahrrad fahren ohne Stützräder reibungslos verläuft. Dann ist die Motorik und die Koordination vollends ausgebaut.

Zuletzt kann noch das Rückenschwimmen erfolgen. Das ist für das Kind sehr wichtig, denn so ist es sich sicher, dass es sich in jeder Lage über Wasser halten kann.

… und warum überhaupt?

Schwimmen zu können kann lebenswichtig sein, und oftmals sind Kinder relativ unbedarft. Alle ihre Freunde springen bei einem Besuch im Schwimmbad ins Wasser. Was kann groß passieren? Diese gefährliche Fehl– und auch Überschätzung kann schlimme Folgen haben.
In der Schule wird Schwimmen, wenn überhaupt, erst ab der dritten Klasse erlernt. Und auch die Teilnahme am Schulschwimmen, ist das keine Garantie dafür, dass ein Kind richtig Schwimmen lernt. En Betreuer kann bei 25 Kindern schnell den Überblick verlieren, und die individuelle Betreuung ist nicht die primäre Aufgabe der Schule beim Schulschwimmen. So können sich Technikfehler einschleichen und das Schwimmen kann längerfristig falsch erlernt werden.

Lernhilfen für kleine Wasserratten – auf was ist zu achten?

Um das Kind optimal zu fördern, gibt es Schwimmhilfen. Diese sind jedoch so unterschiedlich, dass viele Eltern, aber auch professionelle Schwimminstitute, oftmals überfordert sind mit der Auswahl. Im Folgenden finden Sie einige Tipps, die Ihnen die Wahl erleichtern können.

Wichtig ist es, dass eine Schwimmhilfe ausreichend getestet worden ist. Ein Siegel des TÜV ist immer eine gute Absicherung, dass das gewählte Stück von guter Qualität ist. Auch sollten Sie auf das jeweilige Alter und das Gewicht des Kindes oder der Kinder achten. Vor allem für Umschnallgurte ist das ein wichtiger Punkt. Ist die Lernhilfe mit Luft befüllt, sollte diese zu jeder Zeit dicht sein. Dafür sorgen regelmäßige Tests am Besten.
In jedem Fall sollte man darauf achten, dass keine belastenden Schadstoffe enthalten sind. Dies ist zuallererst am Geruch festzustellen und der Produktbeschreibung zu entnehmen. Informieren Sie sich eventuell zusätzlich, ob ein gewähltes Produkt bereits von der Stiftung Warentest gestet wurde.

Schwimmbretter als Lernhilfen für Schwimmanfänger sind äußerst beliebt

Mit einem Schwimmbrett als Lernhilfe wird der Beinschlag geübt. Vor allem das Brustschwimmen wird perfektioniert, aber auch der kräftige Kraulbeinschlag wird unterstützt. Die Arme werden hierbei auf beide Seiten des Bretts gelegt und es wird mit den Händen leicht gehalten. Das Brett bietet Auftrieb für den Oberkörper und das Kind kann sich somit auf den Beinschlag konzentrieren.

Ein Schwimmbrett ersetzt allerdings keine Schwimmflügel. Fühlt sich Ihr Kind im Wasser nicht sicher, sollte man auf die, meist orangefarbenen, Helfer nicht verzichten. Zudem sollte immer eine Person zur Aufsicht am Beckenrand bereit stehen.

Es gibt Schwimmbretter in unterschiedlichen Ausführungen. Meist bestehen diese jedoch aus Leichtschaumstoff und sind einlagig oder zweilagig. Die Bretter sind sehr robust und gleichzeitig elastisch, sodass mehrere Generationen mit demselben Brett Schwimmen lernen können. Es gibt zudem Bretter, die bereits gestanzte Grifflöcher haben, die es unter Umständen einfacher machen die richtige Schwimmhaltung zu finden.

Schwimmgürtel sind für kleine und große Wasserfreunde eine tolle Unterstützung

Der aus Pads gefertigte Gurt kann der Größe und dem Gewicht eines Schwimmers angepasst werden. Auf einem elastischen und in der Breite verstellbaren Gummizug sind jeweils, je nach Größe und Gewicht, die entsprechende Anzahl von Pads aus PU-Schaumstoff befestigt. Der Gurt wird um die Taille geschnallt und die betreffende Person erhält dadurch Auftrieb im Wasser und kann sich so auf die Arm– und die Beinbewegung konzentrieren.

Diese Gürtel gibt es auch in einer raffinierten, unauffälligen Form: So sind z. B. einige Badeanzüge bereits mit Pads ausgestattet. So sind vor allem kleine SchwimmanfängerInnen beim Toben nicht mit unnötiger Last behängt. So befestigt kann der Gurt nicht verrutschen, was vor allem Kinder oftmals nicht bemerken.

Schwimmscheiben sind eine gute Alternative zu den Schwimmflügeln

Auf Schwimmflügel ist nicht immer Verlass. Da sie mit Luft gefüllt sind, kann ein kleines Loch den Wasserspaß bereits im Vorab verderben. Besser sind sogenannte Schwimmscheiben, die es für Kinder und Erwachsene gibt. Diese können nicht sinken, da sie aus geschlossenem Schaumstoff bestehen und zu 100 % wasserdicht sind. Im Schwimmunterricht kann, je nach dem individuellem Lernfortschritt, Scheibe um Scheibe abgenommen oder angesetzt werden.

Halsschwimmkrägen sind für Erwachsene eine angenehme Art, das Schwimmen zu erlernen

Da Erwachsene, die das Schwimmen erlernen wollen, in der Regel keine Angst vor hüfttiefem Wasser haben, ist ein Kragen zum Schwimmen gut um einen Übergang vom Gehen zum Schwimmen zu finden. Die Füße befinden sich am Boden, während mit den Armen Schwimmbewegungen ausgeführt werden. Je nach Lernentwicklung, können die Füße kurzzeitig auch vom Boden entfernt werden. Halsschwimmkrägen bestehen aus einem PE–Schaum oder sind mit Luft befült und sind meistens mit einem Klettverschluss zu befestigen. Auch, wer sich als Erwachsener im Wasser vor allem fit halten möchte, kann diese Art der Schwimmhilfe nehmen.
Schwimmkrägen gibt es außerdem auch in Ausführungen für Kinder.

Schwimmwesten aus Naturkautschuk schränken den Schwimmenden nicht ein

Wer bei Schwimmwesten nur an schwere Umhänge denkt, die vor dem Ertrinken retten, kennt noch nicht die Westen aus Naturkautschuk. Zwar bieten diese einerseits natürlich den Schutz vor dem Untergehen, andererseits schränken sie den Schwimmenden in seiner Bewegung nicht ein. Die Weste ohne Ärmel besitzt innenliegende Schwimmkörper und einen verstellbaren Bauchgurt, sodass sie bequem und auch alters– und gewichtsgerecht getragen werden kann. Durch den Reißverschluss vorne am Oberkörper ist die Weste zudem leicht und schnell an– und ausziehbar.

Für die Kleinen gibt es diese Schwimmweste ebenso. Hierbei ist eine zusätzliche Fixierung unter den Armen erforderlich, sodass sie bei einem Sprung nicht herabrutschen kann. Dafür sorgt zusätzlich noch die Kopfmanschette. Diese kann auch komfortabel an Land getragen werden, somit entfällt lästiges An– und Ausziehen. Ein Belüftungssystem hilft bei den meisten Westen, dass man weder schwitzt noch friert. Zudem schützt sie vor schädlichem UV–Licht. Aus Nylon oder Elastikmaterial gefertigt, sind diese Schwimmwesten für das leichte Ausführen von Arm– und Beinbewegung keine Einschränkung. Sie sind äußerst elastisch und bieten größtmöglichen Auftrieb.

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