Schwimmbadtechnik leichtgemacht - Pumpe Filter Heizung

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Howto für die Installation von Filter, Pumpe und Solarheizung


Sandfilter sind bei größeren Pools die verbreitetste Technik und einmal installiert, robust und einfach zu bedienen. Dieses HowTo beschreibt die Planung und Installation einer Filtergruppe zusammen mit einer Solarheizung, die über einen Bypass zu- und abgeschaltet werden kann. Das Ziel war es, aus möglichst preiswerten Komponenten einen Kreislauf zu fertigen, der keine Vergleiche mit weit teureren Produkten scheuen muss. Ausgangsbasis ist ein Becken mit ca. 40 Kubikmetern und einer Oberfläche von 30 m².

Der Filter:

Der Filterkessel besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Es gibt zwar reine Kunststoffkessel, aber wir haben uns hier für die stabilere Variante entschieden.

Es gibt die Kessel auch einzeln, aber im Set mit einer passenden Pumpe ist der MEGA FS 450 preiswerter. Zudem ist eine Bodenplatte aus Kunststoff mit dabei, die beide Teile sicher aufnimmt und auch der passende Verbindungsschlauch ist mit dabei.

Das Ventil ist oben abgebracht, genauso gibt es aber auch Filter, wo das Ventil an der Seite liegt. Der Filter ist mit einem hochwertigen 6-Wege Ventil versehen, die Anschlüsse sind doppelt vorhanden. So passt neben 50 mm auch 2 Zoll (was geringfügig mehr ist und dann wichtig wird, wenn man Reduzierstücke einsetzen möchte.

Das 6-Wege Ventil hat 3 Anschlüsse - einmal den Eingang von der Pumpe, einmal einen Ausgang zum Pool und einen Ausgang zuz Rückspülen. Ein Anschluss-Stück ist teilweise transparent - so kann man beim Rückspülen erkennen, ob der Sand wieder sauber ist.

Die Pumpe:

Die mitgelieferte Pumpe SS050 mit 0,37 kW ist eine selbstansaugende Kreiselpumpe, die mit einem Vorfilter versehen ist.

Der Vorfilter sorgt dafür, dass keine Blätter oder ähnliches in die Pumpe gelagen. Das mindert den Verschleiß. Der Anschluss ist kinderleicht: an der Seite kommt der Schlauch (oder das Rohr) vom Skimmer, oben ght der mitgelieferte Schlauch an die Pumpe.    

Die Pumpe schafft 9m³/h auf einer Wassersäule von 9 Metern und ist IP55 Wassergeschützt. Das bedeutet, dass man sie auch mit dem Gartenschlauch abspritzen kann - gar kein Problem.

Die weißen Anschluss-Stutzen sind für 50 mm Schlauch vorgesehen, wer den kleineren 32 oder 38 mm Anschlüsse hat, benötigt insgesamt 2 Reduzierstücke. Ubrigens: bei 32 und 38 mm nimmt man den Innendurchmesser, bei 50 mm wird außen gemessen. Wenn man ein Reduzierstück braucht, ist PVC Kleber wie Tangit eine gute Wahl.

Die Heizung:

Bei der Heizung entscheiden wir uns für eine Solarheizung vom Typ Smartpool S601. Ein Paket beinhaltet 2 Paneele von 610 x 61 cm aus Polypropylen. Da unser Pool eine Oberfläche von ca. 30 m² hat nehmen wir 2 Pakete und erhalten damit rund 15 m² Kollektorfläche.   
Die 4 Paneele finden auf dem Hausdach ohne weiteres Platz. Im Winter können die Paneele auf dem Dach draufbleiben, nur das Wasser muss raus.

Um uns das Einwintern etwas zu vereinfachen, befestigen wir die Kollektoren nicht waagerecht, sondern mit leichtem Gefälle. So kann das Wasser einfach rauslaufen.

Bei dem S601 System werden die 4 Paneele einfach Stück für Stück mit den beiliegenden Gummischläuchen verbunden und mit Schlauchschellen fixiert.
Die Paneele haben in regelmäßigen Abständen Schlitze. Dort steckt man die hochstehenden Winkel durch und zieht ein Band durch die Ösen. Das sind die 5 vertikal verlaufenden Streifen auf dem Foto oben.Die Endrohre befestigt man am besten mit Schlauchschellen - das ist aber je nach Montageort verschieden.   

Unten rechts kommt das Wasser von der Pumpe. Es läuft bis nach oben, wo die Rohre von einer Endkappe verschlossen sind. Das Wasser hat nun keine andere Möglichkeit, als parallel durch die 6,10 m langen Kollektoren zu fließen. Auf der linken Seite ist das Endrohr unten mit einer Endkappe versehen und das Wasser fließt oben, entlang der Kollektoren nach rechts zurück.

Vom Wasserfluss her kommt die Heizung hinter den Filter. Die Höhe des Dachs spielt eine untergeordnete Rolle. Der Weg den das Wasser hoch muss, fließt es auf der anderen Seite wieder herunter. Da es sich um korrespondierende Röhren handelt, ist für die Pumpe nur die Länge der Rohre wichtig. Die verwendete 9 m³/h Pumpe schafft das spielend.

Wenn die Sonne einmal nicht scheint:

Filtern müssen wir trotzdem. Wenn es aber regnet und das Wasser durch den Kollektor fließt, würde das den Pool im schlchtesten Fall sogar wieder abkühlen. Das verhindern wir, indem wir einen Bypass einbauen:   
Den Bypass bauen wir aus einem 3-Wege Ventil und einem T-Stück.

Mit dem 3-Wege Ventil stellen wir ein, ob das Wasser durch die Kollektoren fließen soll oder ob es direkt zurück in den Pool fliesst. Wenn im Sommer die Temperatur auf über 28°C klettert, fangen Algen an, sich sehr wohl zu fühlen. Auch dann benötigen wir den Bypass. So kann man vormittags einige Stunden heizen um die Verluste der Nacht auszugleichen und den Rest des Tages an der Heizung vorbei filtern.

Übrigens: Wenn man nur heizen, aber nicht filtern möchte, stellt man den Hebel am 6-Wege Ventil auf "Zirkulieren". So kann die Pumpe ihre volle Leistung in der Heizung entfalten.
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