Schulungen & Seminare – so finden Sie den passenden Dienstleister

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Schulungen, Seminare & Lernen – Tipps für die Auswahl des passenden Dienstleisters

In der Berufswelt müssen Mitarbeiter zunehmend flexibel sein, ihr Wissen auf dem neuesten Stand halten und nicht in festgefahrenen Bahnen stecken bleiben. Fortbildungen und Schulungen haben einen festen Platz im Arbeitsleben und Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind gleichermaßen daran interessiert, einen passenden Dienstleister zu finden. Die richtige Wahl ist von großer Bedeutung, damit sich sowohl der zeitliche als auch der finanzielle Einsatz lohnen.

Kenntnisse in der Datenverarbeitung sind grundlegend, um beruflich mithalten zu können

Für Arbeitgeber ist es selbstverständlich und auch Arbeitnehmern ist klar, dass Kenntnisse in der Datenverarbeitung grundlegend zu einem beruflichen Profil dazu gehören. Es gibt kaum eine Branche, die ohne EDV auskommt, da es nur mit ganz wenigen Ausnahmen in jedem Beruf Daten gibt, die entweder aus steuerlichen, rechtlichen oder betriebswirtschaftlichen Gründen erfasst werden müssen. Das bekannte Microsoft-Office-Paket, bestehend aus Word, Excel, Outlook, Power Point und Access ist Standard in fast jedem Betrieb. Mit diesen Programmen werden Texte erstellt, Kalkulationen und Statistiken erarbeitet, Datenbestände aufgenommen und verwaltet, Präsentationen vorbereitet und durchgeführt und die elektronische Kommunikation per E-Mail sowie Aufgaben- und Terminverwaltungen erledigt. Kaum eine Firma kommt ohne diese Anwendungen aus und genau aus diesem Grund müssen sich Arbeitnehmer damit auskennen.
Aber auch über die Standardsoftware hinaus sind spezielle Programme notwendig, wenn spezielle Arbeiten zum Kerngeschäft eines Unternehmens gehören. Fertigungsstraßen in der Automobilindustrie beispielsweise arbeiten mit einer sehr speziellen Software. Dabei müssen die Mitarbeiter einzelne Arbeitsschritte überwachen und steuern können. Ein großes Kühlhaus, das beispielsweise zur Herstellung und Lagerung oder als Umschlagplatz für Tiefkühlgerichte genutzt wird, greift ebenfalls auf eine sehr individuelle Software zurück. Eine Druckerei wiederum, die Visitenkarten, Briefpapier und Werbeflyer druckt, arbeitet wiederum mit einer komplett anderen Software. Wo auch immer Ihr Arbeitsplatz ist, Sie kommen kaum an der Arbeit mit Computern und Softwareanwendungen vorbei. Spezielle EDV-Kenntnisse sind je nach Arbeitsumfeld zwingend erforderlich. EDV-Schulungen finden Sie auch bei eBay.

Fortbildungen und Seminare für Fachthemen und berufliche Schwerpunkte

Neben den Anwenderschulungen gibt es selbstverständlich in weiteren Bereichen die Möglichkeit, sich fortbilden zu lassen. In Berufen, die zum Beispiel aufgrund politischer Entwicklungen einem permanenten Wandel unterworfen sind, sind regelmäßig Schulungen und Seminare ebenfalls zwingend erforderlich. Ein gutes Beispiel stellen Steuerseminare und Kurse im Bereich der Rechtsberatung dar. Kaum eine Berufsgruppe ist so direkt von Gesetzesänderungen betroffen, wie diese beiden. Steuerberater- und Rechtsanwälte schicken Ihre Mitarbeiter auf monatliche oder einmal im Quartal stattfindende Fortbildungen und sind darauf angewiesen, eine qualitativ hochwertige Leistung zu erhalten. Auch Mediziner und Physiotherapeuten benötigen zuverlässige, fachlich einwandfreie und fundierte Seminare. Nicht ohne Grund sind Fort- und Weiterbildungen in den genannten Berufen bei besonders komplexen Themen in Form von Tagungen oder Kongressen aufgebaut. Die Qualität der Schulungen hängt nämlich eng mit dem Einsatz der Referenten zusammen, die sich im Optimalfall dem direkten Dialog mit den gut ausgebildeten Seminarteilnehmern stellen müssen. Hier geht es nicht allein um die Vermittlung neuer Inhalte, sondern um Gedankenaustausch, Diskussion und gemeinsames Entwickeln von Lösungen.

Kriterien für die Auswahl eines Dienstleisters für Fort- und Weiterbildungen

Es macht einen großen Unterschied, ob Sie einen Anbieter für berufsspezifische Themen suchen, oder ob es um allgemein anwendbare Kenntnisse geht, wie es beispielsweise bei EDV-Programmen der Fall ist. Wenn es darum geht, einen Dienstleister für die Vermittlung von Arbeitstechniken, Anwendersoftware, administrativen Abläufen oder Ähnliches geht, gibt es einige Punkte, die Ihnen den Weg zum passenden Dienstleister weisen können.

Der erste Schritt besteht darin, den eigenen Bedarf zu präzisieren. Stellen Sie fest, ob es um eine Anwenderschulung für den Einsatz einer bestimmten PC-Software geht, ob Sie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu Arbeitstechniken wie beispielsweise telefonischer Gesprächsführung, Rhetorik und Kommunikation oder Offene-Posten-Verwaltung schulen lassen wollen, oder ob es um reine Wissensvermittlung geht. Sie sollten die Differenz zwischen dem Status Quo und dem gewünschten Ergebnis feststellen, denn dann können Sie die Leistung erst definieren, die Sie einkaufen wollen. Analysieren Sie selbst im Vorfeld den Schulungsbedarf, können Sie gezielt an die Auswahl eines Dienstleisters gehen, der Ihren individuellen Anforderungen genügt.

Nun gibt es verschiedene Datenbanken, in denen Dienstleister für Fort- und Weiterbildungen gelistet sind. Wenn Sie nicht über eigene berufliche Kontakte eine Empfehlung für einen bestimmten Dienstleister haben, dann sind diese Datenbanken der nächste Schritt, den Sie auf dem Weg zum richtigen Anbieter gehen sollten. Die erste Wahl sind Datenbanken, die von unabhängigen Trägern angeboten werden. So ist die Fort- und Weiterbildungsdatenbank der regional zuständigen Industrie und Handelskammer (IHK) zum Beispiel eine gute Anlaufstelle. Recherchieren Sie, welche Kurse angeboten werden und ob diese eventuell auf Ihren Bedarf passen. Selbst, wenn die bei der IHK gelisteten Kurse nicht perfekt für Ihren individuellen Schulungsbedarf sein sollten, haben Sie einen nächsten Anknüpfungspunkt: Die IHK arbeitet mit externen Dienstleistern zusammen, die qualitativ hohe Anforderungen erfüllen müssen. Welche Dienstleister das sind, können Sie den Schulungsangeboten entnehmen. So haben Sie die Möglichkeit, auf die jeweiligen Internetseiten der Anbieter zuzugreifen und zu recherchieren, ob weitere Kurse im Programm sind. Als Arbeitgeber, der eventuell mehrere seiner Mitarbeiter schulen lassen will, wäre es ebenfalls denkbar, sich ein passendes Angebot von einem ausgewählten Anbieter erstellen zu lassen.

Anbieter für Fachthemen und spezielle berufliche Schwerpunkte

Suchen Sie einen Anbieter, der Sie oder Ihre Mitarbeiter beispielsweise zu medizinischen, rechtlichen oder steuerlichen Sachverhalten weiterbilden soll, wäre als erste Anlaufstelle der zuständige Berufsverband zu nennen. Oft haben diese ein besonderes Augenmerk auf die speziellen Anforderungen der jeweiligen Berufsgruppe und führen eine eigene Berufsakademie und arbeiten mit freien Referenten zusammen. Verbände haben sich per definitionem dazu verpflichtet, einen fachlichen Standard zu garantieren. So arbeiten sie regelmäßig mit erfahrenen und versierten Referenten zusammen, die diesen Anforderungen gerecht werden. Prüfen Sie die Seminarprogramme Ihres Berufsverbandes, erkundigen Sie sich über die Referenten und wägen Sie ab, ob eine dort angebotene Schulung inhaltlich und fachlich passend ist.

Tipps für die Auswahl eines Dienstleisters für Ihre Schulungen oder Seminar

Falls Sie bei Ihrem Berufsverband, der IHK oder in anderen Datenbanken nicht fündig werden, können Sie natürlich auch frei im Internet recherchieren. Wie auch immer Sie zu einem Anbieter gelangen, Sie sollten immer mehrere Anbieter miteinander vergleichen und sich ein persönliches Bild machen, bevor Sie einen Auftrag erteilen oder einen Kurs buchen.

Dazu sollten Sie recherchieren, ob der Anbieter bereits Erfahrungen in dem relevanten Bereich mitbringt und wie die Erfahrungen im Detail sind. Lassen Sie sich Referenzen zeigen bzw. lesen Sie sich die Internetseite durch, auf der oft Referenzen erfasst sind. Zertifizierte Anbieter haben den Vorteil, dass sie bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllen müssen, um ein gültiges Zertifikat zu erhalten. Allerdings ist es empfehlenswert, sich die Zertifikate genau anzusehen, um auszuschließen, dass es sich um ein selbst verliehenes Siegel handelt. So vergibt beispielsweise die Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) ein Zertifikat in Abstimmung mit der Bundesagentur für Arbeit, das strenge Richtlinien für Weiterbildungsanbieter anlegt. Hat ein Anbieter ein AZAV-Zertifikat, können Sie davon ausgehen, dass die Schulungsinhalte zeitgemäß aufbereitet und fachlich einwandfrei vermittelt werden. Auch ein TÜV-Siegel zeigt ein hohes Maß an Seriosität.

Fehlt ein solches Siegel gänzlich, müssen Sie sich alleine auf Ihre Einschätzung verlassen. Das Verhalten des Anbieters sagt dabei viel über die zu erwartende Zusammenarbeit aus. Ein Weiterbildungsanbieter sollte sich Ihren Fragen stellen und Sie ausführlich und umfassend beraten. Dabei ist oberstes Ziel, dass Ihre Ansprüche erfüllt werden. Haben Sie den Eindruck, dass Ihnen ein Kurs angeraten wird, der inhaltlich nicht ganz stimmig für Sie ist und eventuell sogar preislich höher liegt, als vergleichbare Kurse anderer Anbieter, dann sollten Sie diesen Rat sehr genau prüfen.

Preise prüfen und Schulungsinhalte einschätzen – so vergleichen Sie unterschiedliche Angebote von Seminaranbietern

Haben Sie nach der Vorauswahl der Anbieter unterschiedliche Angebote auf dem Tisch, können Sie diese miteinander vergleichen. Dazu ist es wichtig, dass die Angebote detailliert sind. Prüfen Sie die einzelnen Inhalte und stellen Sie fest, welche Unterschiede bestehen. Dadurch filtern Sie gleichzeitig den Kern dessen heraus, was die Angebote überhaupt vergleichbar macht. Damit sind die Punkte gemeint, die in beiden Angeboten gleich sind. Daneben werden Sie Positionen finden, die zusätzlich zum Kern angeboten werden. Diese können Sie zum einen mit einem fiktiven Preis belegen und zum anderen nach Ihrer Relevanz für Ihr Seminarziel ordnen.
Am Beispiel eines Berufsfachkurses lässt sich das Vorgehen greifbarer verdeutlichen: Angenommen, Sie möchten an einer berufsspezifischen Fortbildung zum Thema Steuerrechtsänderungen teilnehmen, weil Sie die Gesetzesänderungen des letzten halben Jahres aufarbeiten wollen, dann sollte der Kurs diese Anforderungen im Kern erfüllen und seinen Schwerpunkt darauf legen. Wenn Sie z. B. zwei Angebote miteinander vergleichen wollen, die preislich eng zusammenliegen, sollten Sie sich näher mit dem Kurzprogramm vertraut machen. Wenn der eine Kurs zusätzlich zum Kernangebot vertiefenden Übungen zur Festigung des neu gelernten anbietet und der andere Kurs vorsieht, die zu den Steuerrechtsänderungen relevanten Urteile und Gesetze zu bearbeiten, müssen Sie entscheiden, welcher Kurs der richtige für Sie ist. Das hängt davon ab, wie Sie mit dem neu gelernten Wissen weiter arbeiten wollen. Ist Ihr Arbeitsplatz überwiegend am Schreibtisch und Sie erstellen Steuererklärungen und fertigen Buchführungen, dann ist der erste Kurs vermutlich der passende. Sind Sie jedoch mit Klageschriften betraut, treten als Gutachter vor Gericht auf oder beraten Steuerpflichtige aktiv, sind die Informationen zu den gesetzlichen Bezügen und Gerichtsurteilen sicherlich erheblich nützlicher für Sie.

Was für den einen fachlich und inhaltlich geeignet ist, kann also für den anderen unpassend sein. Die Wahl des richtigen Anbieters hängt nicht allein von Qualitätssiegeln und Referenzen ab, sondern Ihre individuellen Anforderungen haben ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf Ihre Wahl.

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