Schützt Beine, Sehnen und Gelenke beim Sprung: Springgamaschen für Pferde

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Schützt Beine, Sehnen und Gelenke beim Sprung: Springgamaschen für Pferde

Bei Schlagtests fallen 75 Prozent aller Gamaschen regelmäßig durch. Dennoch raten Experten nicht generell vom Gebrauch der Springgamaschen ab. Es gilt, bei der Auswahl lediglich auf ein paar Punkte zu achten.

 

Beim Kauf von Springgamaschen auf Atmungsaktivität achten

Wer Military oder Springsport mit seinem Pferd betreibt, möchte es vor möglichen Schäden durch Stoß, Schlag oder Verletzung schützen. Deshalb wird dem Vierbeiner der Protektor verpasst. Allerdings schwitzen die Pferde unter den Gamaschen schnell. Während Menschen sich ihrer Stiefel einfach entledigen können, sind die Vierbeiner auf ihre Besitzer angewiesen. Wie beim Menschen kann es beim Pferd ebenfalls zu Kreislaufbeschwerden kommen, wird es unter dem Schutz zu warm. Des Weiteren sind Allergien möglich, werden die Gamaschen regelmäßig zu lang an den Beinen gelassen. Von daher gilt es, beim Gebrauch von Springgamaschen, auf die Atmungsaktivität des Materials zu achten.

 

Die Sehnen mit der richtigen Fixierung schützen

Reiter wollen ihre Tiere auch vor einer Überbelastung des Sehnenapparates schützen. Doch hier streiten die Experten. Da der Druck auf die Sehnen bei der Landung von oben nach unten verteilt wird, sind einige der Meinung, dass Gamaschen hier gar nicht helfen können. Andere, Dr. Rüdiger Berms zum Beispiel, sind der Überzeugung, dass Springgamaschen die Sehnen schützen, so der Fesselkopf umschlossen wird. Allerdings müssen diese dem Pferdebein genau angepasst sein und dürfen nicht zu fest angelegt werden. Ist der Sitz zu fest, schädigt eine Springgamasche die Sehnen eher, als dass sie schützt. Dies liegt daran, dass die Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Als ideal werden Modelle aus Neopren angesehen. Trotz der Elastizität ist ein guter Halt gegeben.

 

Gerade bei jungen Tieren in Ausbildung sind Springgamaschen hilfreich

Weiche Gamaschen schützen junge Pferde vor Kratzern und Wunden, die selbst durch die eigenen Hinterbeine entstehen können. Insbesondere junge Pferde sind ein wenig tollpatschig und neigen dazu, sich selbst in die Hacken zu treten. Dies legt sich etwas, wenn es mit der richtigen Balance klappt. Doch auch hier gilt: Weich sollen sie sein; nicht zu eng anlegen und auf Atmungsaktivität achten. Überhitzte Beine richten an den Sehnen erhebliche Schäden an. Dies kann bis zum Absterben von Zellen führen. Nach der Arbeit sollten die Gamaschen möglichst sofort runter, um einen Hitzestau zu vermeiden. Niemals sollte das Pferd mit Gamaschen über Nacht im Stall stehen bleiben. Der Druck auf die Sehnen und Blutgefäße kann zu Drucknekrosen führen.

Wer all diese Vorsichtsmaßnahmen beachtet, kann seinem Liebling durch das Anlegen von Gamaschen manch schmerzvolle Erfahrung ersparen. Nur übertriebene Vorsicht ist nicht anzuraten. Versetzen Sie sich in das Tier: Im Sommer zum Hürdenlauf mit Stiefeln antreten? – Nein, danke.

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