Schuco-Modellautos: was Sie über die traditionsreiche Marke wissen sollten

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Schuco-Modellautos: was Sie über die traditionsreiche Marke wissen sollten

Modellautos bergen eine Faszination in sich. Dass das Sammeln von Modellautos ein ansprechendes und schönes Hobby sein kann, wird unter anderem auch der folgende Ratgeber bestätigen. Dabei soll es um eine ganz bestimmte Marke gehen, die Modellautos herstellt. Das traditionsreiche Haus Schuco ist bei jedem Sammler bekannt und beliebt. Warum das so ist, erklären wir Ihnen nun.

Modellautos - mehr als nur ein Hobby

Das Sammeln von Modellautos ist ein Trend und die Sammler werden immer jünger. Denn Modellautos sind eine Herausforderung und ein Genuss für die Augen gleichermaßen:

  • Eine Vitrine mit Modellautos macht aus jedem Raum etwas ganz Besonderes. Egal, wie diese dabei angeordnet sind, ob schlicht nebeneinanderstehend oder hell und exklusiv erleuchtet, so wird ein Zimmer mit Leben gefüllt und Gästen wird was geboten.
  • Das Sammeln an sich bedarf viel Zeit, einiges an Ausdauer und oftmals ein großes Portemonnaie. Denn viele Modelle sind rar, vor allem die älteren Ausführungen. Das macht das Hobby Modellauto-Sammeln zu einer umfassenden Freizeitbeschäftigung.
  • Ein Auto aussuchen, es endlich zu finden und dann in Händen zu halten und sein Eigen zu nennen – viele schwärmen davon. Die einzelnen Schritte sind schwierig und oftmals kommt man nicht schnell zu einem positiven Ergebnis. Aber genau diese Herausforderung ist es, die Sammler von Modellautos so fasziniert.
  • Den Luxusschlitten von Porsche besitzen oder auch den Mc Laren für sich zu haben? Mit dem Hobby des Modellautos kann der Traum, ein bestimmtes Auto zu besitzen, schnell und leicht wahrwerden.
  • Es gibt aber auch solche Modelle, die an die eigene Kindheit erinnern lassen. Der VW-Bus oder auch der Trabi sind zum Beispiel solche Modelle. Sie werden nicht mehr hergestellt bzw. sind für heutige Zwecke nicht mehr geeignet. Doch es muss auch nicht das Original sein. Der kleine Nachbau entzückt in den Regalen und den Händen der Sammler ebenso.

Neben diesen genannten Gründen gibt es noch weitere, die die Sammler motivieren. Dabei gibt es unterschiedliche Präferenzen und Vorlieben. So sind für die einen nur die PKW-Modelle in dem Format 1:18 interessant. Andere bevorzugen eine bestimmte Farbe, während die nächsten vor allem auf eine spezielle Firma ihr Augenmerk legen. Eine davon ist Schuco.

Schuco – eine Institution unter Modellbaufreunden

Schuco ist schon seit 1912 erfolgreich auf dem Markt vertreten, allerdings unter dem Namen Schreyer & Co. Im fränkischen Nürnberg ansässig, waren Heinrich Müller und Heinrich Schreyer, der Kaufmann war und zugleich als Namensgeber fungierte, die Begründer von Schuco. Müller selbst war vorher für das Spielwarenwerk Bing tätig. 1924 entschied man sich dafür, den Namen des Unternehmens in Schuco zu ändern, was sich aus den Anfangsbuchstaben von Schreyer u. Co zusammengesetzt hat.

1936 gelang der Durchbruch mit dem ersten Auto aus dem Hause Schuco

Bereits sehr früh überzeugte das Unternehmen mit technischer Genauigkeit und den ausgeklügelten Raffinessen. 1936 wurde all das anhand des ersten Modellautos von Schuco präsentiert und überzeugte sofort die Fachwelt. Das hatte auch einen einschlagenden Effekt für das Unternehmen, welches auf rund 100 Mitarbeiter wuchs.

Die Nachkriegszeit und die Auswirkungen auf Schuco

Nach der Unterbrechung der Produktion durch den Zweiten Weltkrieg startete Schuco mit der alten und auch der neuen Produktion. 1951 wurden die Letztgenannte auf den Markt gebracht und damit erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. So kamen die Kunden in den Genuss des Varianto Systems. Dort wurden die Modelle zum ersten Mal bewegt und zwar über ein Spiraldrahtkabel. Weichen und Kreuzungen rundeten den Gesamteindruck eines richtigen Fahrgefühls ab.

Die Blechspielfahrzeuge von Schuco

Neben den normalen Modellautos waren wie bereits erwähnt auch diejenigen aus Blech herausragend. Vor allem die Modelle Mirako begeisterten jung und alt. Der zusätzlich darin verbaute Querantrieb bewirkte, dass sich die Fahrzeuge nicht von selbst bewegten und damit zu richtigen Standmodellen wurden, wenn man es wollte.

Ein Einschnitt und gleichzeitig ein Neuanfang

Im Jahre 1958 starb der Mitbegründer Heinrich Müller. Sein Sohn Werner erklärte sich dazu bereit, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und Schuco weiterhin in der Erfolgsspur zu halten. Wie bereits in früheren Jahren wurde unter ihm das Sortiment kontinuierlich erweitert. Schiffe, Flugzeuge und Einschienenbahnen wurden mit aufgenommen. Die Blechspielzeuge verloren durch die Neuerungen am Materialmarkt an Bedeutung. Es traten in der gesamten Branche der Modellautos, so auch bei Schuco, mehr und mehr Plastik und Spritzgussmodelle in den Vordergrund. Das machte dem traditionsreichen Unternehmen derart zu schaffen, dass es bereits 1976 an die britische DCM-Gruppe verkauft werden musste. Bis 1980 war Schuco unter diesem Dach beheimatet, bis es zurück in die Heimat kam.

Die Entwicklungen rund um das Unternehmen in neuester Zeit

Seit 1999 ist Schuco Mitglied der Simba-Dickie-Group, die ihren Firmensitz im benachbarten Fürth hat. Mit einem Jahresumsatz von rund 525 Mio. Euro beweist der Gigant seine herausragende Marktstellung. Die Gruppe führt unter ihrem Namen zusätzlich die Marken Eichhorn, Noris, Dickie-Tamiya, Carson, Big und Smoby. Schuco hat durch das Hinzufügen von vielen neuen Produktgruppen Anschluss in dieser Gruppierung gefunden und ist weiterhin sehr erfolgreich. Das Sortiment wird ständig erweitert und auf dem neuesten Stand gehalten. Deshalb ist es auch immer ansprechend für Kunden und solche, die es werden wollen.

Worauf liegt der Fokus?

Schuco steht für Präzision, Detailtreue und Genauigkeit. Vor allem Modellautos, die aus Zinkdruckguss hergestellt wurden und auch Blechspielzeug werden von den langjährigen Kunden geschätzt. Mechanische Neuerungen und derartige Schaltgetriebe, Lenkradsteuerungen oder Handbremsen für Modellautos waren und sind seit jeher hervorstechend für Autos der Marke Schuco. Die Besonderheit der Marke liegt auch darin begründet, dass die Modellautos, die in den 30er-, 40er- und auch 50er-Jahren gebaut wurden, mit unzähligen Patenten versehen worden waren.

Schuco heute – erfolgreich wie eh und je

Schuco ist unter Sammlern nach wie vor äußerst beliebt und hat eine hohe Marktwertstellung. Wer sich die internationalen Vertriebspartner ansieht, kann sich den Erfolg vor Augen führen. Brasilien, Australien und Andorra sind nur wenige der Staaten, mit welchen Schuco zusammenarbeitet.

Modelle aus dem Hause Schuco kurz zusammengefasst

Die Modelle, die Schuco derzeit (Stand: 2013) vertreibt, beginnen bei der so genannten Classic Collection. Hierbei finden sich für Sammler unter anderem Nutzfahrzeuge im Maßstab 1:43, Einsatzwagen und Motorräder in der Größe 1:10. Auch immer aktuelle PKWs gibt es im Sortiment zu finden. Zudem werden Sammler auch in der Exklusiv-Edition in 1:18 mit außergewöhnlichen Modellen wie dem Cooper T51 #8 „World Champion 1959" verwöhnt.

Die Edition 1:87

Hierbei finden sich Fahrzeuge aller Arten in dem Maßstab 1:87. Helikopter, Kleintransporter, aber auch landwirtschaftliche Maschinen wie originalgetreue Nachbauten der Firma Fendt lassen jedes Sammlerherz höher schlagen. Daneben finden auch Motorsportfans ihr ganz persönliches Highlight im Miniaturformat. Porsche, BMW, Audi und Mercedes-Benz werden detailgetreu nachgebaut und an die Liebhaber verkauft.

Schabak – das etwas andere Modellbauhobby

Schabak war ein Unternehmen, welches 1966 gegründet wurde und für Schuco Modelle entwarf und als Händler in Erscheinung trat. Im Maßstab 1:250 und 1:600 finden sich Modelle davon auf den Seiten von Schuco (Stand: 2013). Neben aktuellen Flugzeugmodellen wie Maschinen der Air France und von British Airways finden sich auch ältere Ausführungen.

Bushaltestellen, Busse mit Werbung und Feuerwehrautos

Unter dem Rubrikpunkt „Rietze Automodelle" sind vor allem für Sammler von Bussen, PKWs und LKWs interessant, die Wert auf Werbeaufdrucke legen. Rietze ist ein Unternehmen, welches sich speziell auf eine solche Art der Produktion hin orientiert hat. So kommen nicht nur Modellautofans auf ihre Kosten, die lediglich ein schlichtes Fahrzeug erwerben möchten.

Neues und altes vereint, das macht Schuco aus

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Schuco neben älteren, detailgenauen Anfertigungen immer am Puls der Zeit arbeitet. Ältere Modelle werden ebenso nachgebaut wie die derzeit angesagten Marken. Wer sich als Kunde in der sehr großen Auswahl des Unternehmens zu verirren meint, kann den Jahreskatalog zu Rate ziehen. Dort werden alle, in einer bestimmten Zeit produzierten Modelle genau beschrieben und in aufwändig hergestellten Fotos gezeigt. Auch damit zeigt das Unternehmen Schuco seine ganze Klasse. Nie zu vergessen ist dabei die Technik. Diese ist ebenso nachweislich aktuell wie das Aussehen der Fahrzeuge. Neben lebensechten Farben gibt es auch Modellautos, die durch einen naturgetreuen Sound überzeugen können. Ganz egal, welche Art von Modellautos Sie sammeln – PKWs, LKWs, Bullys, landwirtschaftliche Traktoren oder Oldtimer – Schuco ist dabei in jedem Fall der perfekte Ansprechpartner. Klassiker und moderne Autos treffen aufeinander und das wirkt nicht etwa störend, sondern verleiht einem das Gefühl, bei Schuco eine kleine Zeitreise zu erleben und sich diese dabei auch in die heimischen vier Wände zu holen. Nicht zuletzt deswegen hat das Unternehmen bereits eine Vielzahl von Preise erhalten wie mehrfach die Auszeichnung „Modell des Jahres".

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