Schritte zählen und Kalorienverbrauch messen: die besten Geräte für Jogger

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Schrittzähler für Jogger: die besten Geräte zur Zählung der Schritte und Messung des Kalorienverbrauchs

Der „Pedometer" oder Schrittzähler ist ein gern genutztes Gerät beim Joggen und Wandern. Gerade bei sportlichen Ertüchtigungen können der Schrittzähler und seine zusätzlichen Funktionen sehr nutzbringend sein. Auch wenn gegenüber dem Pedometer immer wieder Kritik geäußert wird („der unnötige Druckmacher"), hat er einen sehr positiven Einfluss auf seinen Träger. Im besten Fall ist er dafür verantwortlich zu machen, dass er überflüssiges Körpergewicht zu reduzieren hilft.

Dieser wissenschaftlich untersuchte Sachverhalt macht auch gleichzeitig den großen kommerziellen Erfolg von Schrittzählern aus. Jeder, der einen Schrittzähler zum Joggen einsetzen möchte, ist daher aber auch mit einer immensen Fülle an verschiedenen Modellen und Funktionen konfrontiert, die nicht leicht überschaubar sind. Dieser Ratgeber möchte ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Daher werden Sie im Folgenden Informationen über das grundlegende Prinzip des Schrittzählers finden. Außerdem wird Ihnen dieser Ratgeber die wichtigsten Eigenschaften von Schrittzählergeräten vorstellen. Er wird unter anderem Antworten auf die folgenden Fragen anbieten:

  • Welcher Schrittzähler ist für mich der Richtige?
  • Was soll das Gerät messen können?
  • Über welche zusätzlichen Funktionen soll mein Schrittzähler verfügen?

Die grundsätzliche Funktionsweise eines Pedometers

Der Pedometer ist schon seit einigen Jahrhunderten bekannt. In Deutschland fand er besonders ab Ende des 17. Jahrhunderts Verbreitung. Diese alten Geräte besaßen damals zumeist ein rechteckiges Gehäuse. Auf dem Deckel des Pedometers waren oftmals vier Ziffernblätter angebracht. Diese ermöglichten ihrem Benutzer das Ablesen von bis zu 10.000 Schritten.

Seit dieser Zeit hat sich der Schrittzähler natürlich weiter fortentwickelt. Gerade durch die noch nicht sehr alte Digitaltechnik erfuhr der Schrittzähler einen starken Entwicklungsschub. Doch bevor der Ratgeber auf die neusten Entwicklungen zu sprechen kommt, ist es sinnvoll, sich das zugrunde liegende Prinzip des (analogen) Schrittzählers zu vergegenwärtigen.

Der Pedometer zählt die Schritte seines Trägers und speichert diese ab. Die Schrittzahl wird dabei mithilfe einer Mechanik gemessen, die als Herzstück eine metallische Kugel besitzt. Das Gehen bewirkt, dass die Kugel hin- und hergekippt wird, und so die zurückgelegten Schritte festgestellt werden. Freilich lässt sich dieser Mechanismus durch Wippen oder eine ähnliche dynamische Bewegung beeinflussen. Dadurch können Abweichungen bei der Messung auftreten. Dennoch ist die Genauigkeit der Zählung der hoch, in besonders unebenem Gelände und/oder bei unregelmäßigem Laufrhythmus kann diese jedoch schwanken.

Moderne Schrittzähler können auch die Nettogehzeit sowie die zurückgelegte Wegstrecke angeben. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn man zuvor die eigene durchschnittliche Schrittlänge ermittelt und gespeichert hat. Stehzeiten werden dann nicht gemessen, sobald ein bis zwei Doppelschritte entfallen. Eine weitere Funktion mancher moderner Schrittzähler (s. u.) ist die Berechnung des Kalorienverbrauchs. Dazu muss vorher allerdings das eigene Körpergewicht bestimmt und eingegeben werden.

Wie man den Schrittzähler richtig einstellt

Möchte man das Gerät nutzbringend einsetzen, ist es – wie bereits angedeutet – sinnvoll, die eigene durchschnittliche Schrittlänge zu ermitteln. Zu diesem Zweck joggen Sie einfach eine Strecke, von der Sie genau wissen, wie lang sie ist. Lassen Sie dabei die Schritte von Gerät zählen. Anschließend lässt sich Ihre individuelle durchschnittliche Schrittmenge einfach berechnen. Dazu dividiert man die Kilometeranzahl der gelaufenen Strecke durch die Anzahl der Schritte, die der Pedometer gemessen hat.

Sollte es bei Ihrem Gerät nicht möglich sein, die durchschnittliche Schrittlänge manuell einzustellen, verzichten Sie lieber auf die automatische Funktion der Streckenberechnung, die oftmals ungenau ist. Rechnen Sie stattdessen den Wert einfach selbst aus.

Welchen Pedometer soll man wählen?

Das oben beschriebene Funktionsprinzip des Pedometers ist grundlegend für alle analogen Geräte. Tatsächlich gibt es jedoch, auch hervorgerufen durch die zunehmende Miniaturisierung und Digitalisierung, weitere Mechanismen, die Schritt erfassen können. Gerade im digitalen Bereich haben sich 2-D und 3-D Bewegungssensoren durchgesetzt. Diese arbeiten schon sehr exakt und sind mittlerweile auch sehr preisgünstig geworden. Insofern greifen Sie am besten zu einem solchen digitalen Schrittzähler.

Wo man einen Schrittzähler tragen kann

Beim Joggen möchte man möglichst keine lose baumelnden Gegenstände am Körper tragen. Was die alten analogen Schrittzähler anbelangt, so mussten diese auch direkt am Körper angebracht sein, damit sie eine genaue Messung vornehmen konnten. Die neuen digitalen Pedometer mit Bewegungssensoren lassen sich potenziell überall am Körper tragen. Beispielsweise: in der Hosentasche, am Hosenbund, im Rucksack oder in der Handtasche. Möchten Sie keine Handtasche zum Joggen mitnehmen, so bietet es sich an, den Schrittzähler an der Kleidung zu befestigen. Hierbei sollte man bedenken, dass die Geräte heutzutage sehr klein sind. Ein sicherer Clip, mit dessen Hilfe der Pedometer an der Kleidung befestigt wird, sollte also im Lieferumfang enthalten sein.

Neben diesen Schrittzähler-Bauformen, die oftmals auch kleinen MP3-Playern ähneln, gibt es auch Schrittzähler Uhren für das Handgelenk. Die Uhren sind in der Regel ausschließlich für die sportliche Betätigung konzipiert. Sie müssen an- und abgeschaltet werden, wobei moderne Geräte höhere Akkuleistungen aufweisen. Damit wird es möglich, auch den ganzen Tag lang die eigenen Schritte zu zählen. In diesem Fall kommen jedoch einige modische Aspekte ins Spiel. Die Schrittzähleruhr passt nicht zu jeder Kleidung. Manche Hersteller bieten jedoch so stark verkleinerte Schrittzähler an, dass diese fast unbemerkt getragen werden können.

Wenn Sie das Zählen aller täglichen Schritte im Sinn haben, sollten Sie tatsächlich darauf achten, dass der Schrittzähler so klein wie möglich ist. Die Größe bedingt in diesem Fall den Komfort ganz entscheidend. Und dieser wird wiederum gebraucht, um das kleine Gerät den ganzen Tag lang mit sich herumzutragen. Ein weiterer wichtiger Hinweis: das Display sollte eine gute und scharfe Auflösung besitzen, sodass man es möglichst gut ablesen kann. Um auch in der Dunkelheit alles ablesen zu können, ist eine Hintergrundbeleuchtung des Displays sehr sinnvoll. Weiterhin zeigt sich in der Praxis: einige Modelle schaltet man von Zeit zu Zeit ungewollt ab. Sollte der Schrittzähler also über einen Power- oder Resetknopf verfügen, sollte dieser so verbaut sein, dass er nicht versehentlich betätigt werden kann.

Minimalistisch oder mit vielen Funktionen?

Die einfachsten Schrittzähler haben nur wenige Funktionen: Sie messen die zurückgelegten Schritte und errechnen daraus die zurückgelegte Strecke. Für viele Jogger ist es ausreichend, einen einfachen Schrittzähler zu nutzen, um einen gesünderen Lebensstil zu pflegen und auch an Gewicht abzunehmen. Darüber hinaus gibt natürlich auch Pedometer mit jeder Menge an Zusatzfunktionen. Einige seien folgend genannt.

Die Grundfunktion, die jedem Schrittzähler eigen ist, ist die Zählung der täglichen Schritte oder die Schritte einer bestimmten Strecke. Um den Streckenverlauf noch genauer auch im Nachhinein nachvollziehen zu können, sind manche Modelle auch mit einem zusätzlichen Höhenmeter ausgestattet. Dieser misst die Meter über der Normal-Null-Grenze. Gerade die Höhenmeter bei sehr preisgünstigen Modellen sind nicht gerade sehr genau.

Neben der Höhenmessung sind auch Funktionen zur Ermittlung der durchschnittlichen oder momentanen Geschwindigkeit im Angebot. Außerdem lässt sich mit einigen Pedometern auch der durchschnittliche Kalorienverbrauch sowie der Puls messen. Diese Funktion ist mittlerweile auch schon bei besonders preisgünstigen Pedometern für 15 Euro erhältlich. Außerdem errechnen manche Schrittzähler auch gleich noch das verbrannte Körperfett mit.

Die Software des modernen digitalen Schrittzählers erlaubt weiterhin verschiedene Mess- und Speichermodi. Dazu gehört etwa auch der sogenannte Work-out-Modus. Wählen Sie diesen Modus an, ist der Schrittzähler in der Lage, die Zeit und die Strecke von Trainingseinheiten getrennt voneinander zu messen. Außerdem können Sie bei manchen Geräten angeben, wie lange die gemessenen Daten gespeichert werden sollen.

Ein weiterer Modus erlaubt es etwa, Trainingsziele zu formulieren, beispielsweise wie viele Kilometer pro Woche gelaufen oder wie viele Kalorien verbraucht werden sollen. Dabei ist es dann möglich, Soll- und Ist-Zustände zu vergleichen. Viele Schrittzähler sind auch mit vielen Uhrenfunktionen ausgestattet, die für die sportliche Anwendung nützlich sind, etwa die Stoppuhr, den Timer oder einen Alarm.

Dokumentation Ihrer Trainingserfolge per PC

Eine weitere sehr interessante Funktion eines modernen Schrittzählers ist die Möglichkeit, diesen an einen PC anzuschließen. Einfache Pedometermodelle speichern die Ergebnisse nur bis zu 14 Tage lang in ihrem internen Speicher. Danach müssen sie wieder gelöscht werden. Der längere zeitliche Nachvollzug des eigenen Trainings ist damit nicht möglich. Bessere Schrittzählermodelle hingegen bieten eine Schnittstelle, mit der man das Gerät an einen PC anschließen kann. Zumeist kommt dabei ein USB-Kabel zu Einsatz. Daneben wird auch eine spezielle Software mitgeliefert, mit deren Hilfe man am PC die Daten des Schrittzählers einlesen und auswerten kann. So bieten etwa die Schrittzählerhersteller Silva und Fitbit ihren Kunden darüber hinaus auch eine Internetplattform an, auf die man seine eigenen Daten hochladen kann. Damit hat man die Möglichkeit, seine eigenen Werte mit denen der Freunde und Bekannten direkt zu teilen und zu vergleichen.

Was dürfen Schrittzähler kosten?

Wie bereits erwähnt, sind Schrittzähler schon für wenig Geld zu haben. Einfache Geräte werden bereits für unter 10 Euro angeboten. Diese bieten die grundlegenden Funktionen, sowie auch einige Weitergehende, wie beispielsweise die Messung des Kalorienverbrauchs. Ganz minimalistische Geräte zählen ausschließlich die Schritte, besitzen kein Display und zeigen auch nur die absolvierten Schritte an.

Am anderen Ende der Skala stehen Schrittzähler für das Handgelenk, die sich bereits im dreistelligen Preisbereich bewegen. Hier ist beispielsweise der Hersteller Nike zu nennen, aber auch andere. Diese sind mit GPS-Modulen ausgestattet. Schon während des Laufens lassen sich Geschwindigkeits- und Streckeninformationen anzeigen und nachverfolgen. Selbstverständlich verfügen diese Geräte über eine PC-Schnittstelle und sind aus besonders robusten Materialien konstruiert. Darüber hinaus erlauben manche Modelle auch die Vernetzung untereinander, schlagen geeignete Routen vor, stellen Verbindungen zu den sozialen Netzwerken her und besitzen Touch Display- Funktionalität.

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