Schrecklich schaurige Horror-Bücher finden

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Schrecklich schaurige Horror-Bücher finden

Wie finde ich ein richtig gruseliges Horrorbuch?

Seit langer Zeit erfreut sich die Horror-Literatur ungebrochener Beliebtheit. Die Autoren der Horrorliteratur spielen in diesen Romanen virtuos mit den Urängsten des Menschen: Dunkelheit, Tod, Gewalt, Zerstörung und Wahnsinn. Dabei setzen Sie eine lange literarische Tradition fort, die vermutlich schon in grauer Vorzeit begann. Das Wort Horror lehnt sich an das lateinische „horrere“ an, was so viel bedeutet wie die Haare hochstehen lassen und beschreibt treffend das Gefühl, das den Leser befällt, wenn sich die feinen Härchen beim Lesen aufstellen.

Die Entwicklung der Horrorliteratur, wie wir sie kennen, begann im 18. Jahrhundert. In der Zeit der Aufklärung wurden die Menschen immer mehr zu einer eher rationalen Lebensweise hingeführt. Dabei nahm durch die wachsende Erkenntnis um das Wesen der Natur und durch die zunehmenden Bildung der Bevölkerung das Angstpotential des realen Lebens ab. Als Ausgleich für den Verlust dieser Ängste dürfte sich der Hunger nach Büchern, die diese dunkle Seite des Lebens beschrieben, mehr und mehr entwickelt haben. Dieses wachsende Bedürfnis nach Nervenkitzel könnte die Popularität von Schauergeschichten im 19 Jahrhundert erklären.

Hauptelemente in der Horrorliteratur

Ekel

Wenn beispielsweise dem Leser unappetitliche Dinge vorgeführt werden, Affenhirn serviert wird, Schleim oder Spinnweben die Sicht verschleiern oder übernatürlich vergrößerte Insekten, Schlange und verschiedenes Gewürm auftreten. Auch extreme Gewaltszenen, Folter, Tod mit blutigen und grauenvollen Einzelheiten erzeugen beim Leser dieses Gefühl.

Angst

Wenn plötzlich das Monster, der Killer oder auch ein Raubtier auftaucht, dann erzeugt das spontane, kreatürliche Angst, die allerdings meist schnell wieder abflaut. Diese spontanen Angsterlebnisse tauchen wohl in jedem Roman auf und halten den Leser in Atem.

Grauen

Das sind wohl die klassischen Gruselelemente überhaupt, wenn sich das unbekannte Böse langsam nähert, noch keiner die Bedrohung kennt und sich das Grauen mit dem Fortgang der Geschichte immer mehr steigert, um dann am Ende des Buches zu eskalieren.

Hauptfiguren in der Horrorliteratur

Meist beinhalten Bücher, die sich dem Grusel- und Horrorgenre verschrieben haben, ähnliche Archetypen, die in verschiedenen Abwandlungen immer wieder auftauchen.

Kannibalen

In verschiedenen Gestalten begegnet uns dieses Element, beispielsweise im Vampir, im Zombie aber auch im ursprünglichen Kannibalen. Gerade aktuell erfreut sich das Thema Vampirismus und Zombies wieder steigender Beliebtheit. Mit dabei ist oft auch das Element des Freundes, der durch einen Angriff des Bösen nun selbst zum Feind wird und besiegt werden muss. Es gibt für soziale Menschen wohl kaum etwas Schlimmeres als eine Bedrohung aus dem unmittelbaren vertrauten Umfeld.

Der böse Zwilling

Klassisch in der Geschichte von „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“, aber auch im weltbekannten Film „Psycho“ verarbeitet verbreitet dieser Teil des eigenen Wesens beim Leser Angst und Schrecken. Auch der Werwolf, der sich zu bestimmten Zeiten verwandelt fällt in dieses Thema.

Das Gespenst

Der Klassiker in Spukgeschichten schlechthin, lehrten die zurückkehrenden Geister Verstorbener sicher Generationen von Lesern und Zuhörern das Fürchten. Wer kennt nicht irgendeine Erzählung oder ein literarisches Werk, in dem diese Spukgestalten ihren Auftritt haben.

Das Spukhaus

Für Kinder ein Ort des Schreckens, kann auch ein Gebäude, ein Spukschloss oder ein beliebiger anderer, normalerweise unbeseelter Gegenstand Auslöser für die Gänsehaut und das Grauen beim Leser sein.

Religiöse Dämonen

Allen voran im christlichen Raum in der Gestalt des Teufels oder in anderen Kulturen in der Gestalt von Unterwelt-Dämonen taucht das Böse in vielen Geschichten auf.

Subgenres der Horror Literatur

Um sich so richtig gruseln zu können, ist es zunächst einmal wichtig sich mit der Literatur des Horrors an sich zu befassen. Es ist nämlich gar nicht so leicht, den Gruselfaktor in eine einzige literarische Gattung zu packen. Verschiedene Literaturwissenschaftler vertreten sogar die Meinung, dass es sich hierbei gar nicht um ein genau begrenztes Genre handelt, sondern eher um ein Gefühl, das beschrieben wird. So stellt der Begriff Horrorliteratur daher eher eine Sammelbezeichnung für Werke dar, in denen schreckliche, unheimliche, abstoßende oder Furcht und Angst erregende Ereignisse dargestellt werden. Tatsächlich finden sich so auch die Horrorelemente in vielen klassischen Werkendes Altertums. Beim Betrachten der verschiedenen Elemente merkt der Leser, dass nicht nur Poe oder Bram Stoker das Genre begründet haben, sondern die Lust am Gruseln schon viel älter ist und ihren Ursprung wahrscheinlich in grauer Vorzeit hat, als unsere Vorfahren nachts am Lagerfeuer mit wohligem Schauern den Geschichtenerzählern ihrer Zeit lauschten. In Zeiten, in denen die Kunst des Lesens noch nicht verbreitet war, nahmen Geschichtenerzähler, Barden und Bänkelsänger diesen Platz ein. Mit der Erfindung der Buchdruckerkunst verbreitete sich auch das Lesen immer weiter in der Bevölkerung und der Gruselwillige konnte seinen Bedarf am Schaudern mit Büchern befriedigen. Sowohl die „Bibel“ – hier besonders das Alte Testament, aber auch Seneca, das „Gilgamesch Epos“, die „Edda“ oder „Grimms Märchen“ beinhalten die Elemente des Horrors. Große deutsche Dichter beschäftigten sich in ihren Werken mit der sogenannten Gothic Novell und auch Shakespeare mit dem Stück um „Hamlet“ kommt nicht ohne Gruseleffekte aus. Geläufig sind uns auch Namen wie Charles Dickens, der in seiner „Weihnachtsgeschichte“ Geister und Gespenster aufstehen lässt oder Jeremias Gotthelf, der mit „Die schwarze Spinne“ eine Lieblingslektüre in deutschen Schulen erschuf. Die literarischen Figuren von Maria Shelley oder Bram Stoker dürften jedem bekannt sein, aber auch H.G. Wells bediente sich in seinen Werken der Elemente des Horrors. Hier flossen auch Science Fiktion Elemente in die Gruselgeschichten mit ein. Ein Großmeister des modernen Gruselns ist sicher Stephen King, der mit seinen Werken das Genre neu belebte. Weniger bekannt ist, dass auch der Kabarettist Thorsten Sträter Horror Romane verfasste. Liest man die Liste der neuzeitlichen Autoren, die Horrorelemente in ihren Werken verwenden, wird schnell klar, dass hier lauter Bestseller-Autoren versammelt sind.

Gothic Novel oder auch Schauerroman

Im 18 Jahrhundert erfuhr die Horrorliteratur mit dem Zeitalter der Aufklärung einen gewaltigen Aufstieg. Einer der ersten Autoren, der seine Leser mit Horrorgeschichten versorgte, war der englische Schriftsteller Horace Walpole. Sein Roman „The Castle of Otranto“ begründete das Genre und ist auch heute noch lesenswert. Er steht für viele andere, die seinem Beispiel folgten. Auch deutsche Autoren schlossen sich dieser erste Gothic Novel Welle an. Kennen Sie Goethe? Dann haben Sie sicherlich auch von den Ausflügen dieses großen Deutschen in die Welt der Schauergeschichten gehört. Sein „Faust“ legt sich mit dem Teufel selbst an und der „Zauberlehrling“ hat es mit unheimlichen Mächten zu tun. Diese ersten Schauerbücher beschäftigten sich gerne mit dem Mittelalter und bevölkerten ihre Welt bevorzugt mit unschuldigen Jungfrauen, die von braven Helden gerettet wurden, indem sie Gespenster, Geister und Dämonen bevorzugt bei Vollmond auf Friedhöfen bekämpften. Im 19 Jahrhundert erlebte die Gothic Novel vor allem in England einen zweiten Höhepunkt. Hier ragen Namen wie Bram Stoker, der Autor des Buches „Dracula“ hervor, der den Welterfolg seines Werkes nicht mehr miterleben konnte. Auch die unvergessenen Werke des Meisters Edgar Allen Poe fallen in dieses Genre. Seine Bücher waren wegweisend für die Gruselklassiker des 19 Jahrhunderts. Maria Shelley als Mutter des aus Leichenteilen zusammengestückelten Monsters „Frankenstein“ war eine Autorin dieser zweiten Welle, ebenso wie Oskar Wilde mit dem bekannten Buch „The Canterville Ghost“ oder auch Rudyard Kipling mit „The Phantom Rickshaw” beschäftigte Sie sich mit dem Horror, der sich nunmehr zunehmend um Ghule, Monster und Vampire drehte. Gegen Ende der 19 Jahrhunderts klang die Zeit der Schauergeschichten nach und nach ab. Zusätzlich entzaubert wurde das Genre durch das Werk von Sigmund Freud, der in der Psychoanalyse das Bedürfnis an Schauerromanen aus verdrängten Ängsten, die sich auf diese Weise wieder ihren Weg ins Bewusstsein bahnen, erklärte.

Kriminalroman, Thriller

Im 20 Jahrhundert kehrte die Horror-Literatur jedoch wieder. Härter, tabuloser und blutiger fanden die Werke den Weg in die Bücherregale. Ein Wegbereiter war hier der Schriftsteller Howard Phillips Lovecraft. Er wird oft weltweit als einer der einflussreichsten und kreativsten Schriftsteller der anspruchsvollen Gruselliteratur genannt. Sein literarisches Schaffen lässt sich nicht ohne weiteres einem Genre zuordnen und widmet sich daher gleich mehreren Teilbereichen des Horrors. Mit seinem Buch „Die Literatur der Angst“ beschreibt er selbst die Thematik und die Geschichte der Horrorliteratur. Themen wie Mord, Folter oder Wahnsinn sind von nun an Themen des Schauderns. Der bekannteste Schriftsteller der Neuzeit ist Stephen King mit seinem umfangreichen Werk. Dean Koontz greift ebenfalls auf aktuelle Themen, wie die Genmanipulation zurück. In einem seiner Bücher präsentiert er Ihnen sogar seine „wissenschaftliche“ Erklärung für die Existenz der Werwölfe. Kriminalistisch beginnt es oft beim Autor Edward Lee, dessen Ermittler in seltsamen Mordfällen immer mehr in Splatter und Gewaltszenarien landen.

Fantasy und Science Fiction

Der weite Bereich der Fantasy ist eng mit der Gothic Scene verbunden. Im umfangreichen Angebot an Gothic Horror Büchern werden Sie sicherlich fündig. Hier bevölkern Monster, Dämonen und Teufel das Feld und entführen Sie beim Lesen in meist fantastischen Welten. Autoren wie beispielsweise Wolfgang Hohlbein oder Isabell Allende beherrschen dieses Metier perfekt. Science Fiction bleibt dagegen in unserer Welt, siedelt sich jedoch mehr in der Zukunft an. In sehr vielen Zukunftsszenarien tragen gruselige Aliens, Untote, Endzeitstimmung Blut und Gewalt die Geschichte. Autoren wie beispielsweise Dmitry Glukhovsky schaffen in ihren Romanen düstere Voraussagen unserer Zukunft. In den Büchern um die Moskauer Metro beispielsweise wimmelt es von grausigen Kreaturen aber auch mächtigen Geisteswesen. Autoren wie Farmer setzen dagegen eher auf unheimliche blutdürstige Außerirdische, die die Menschen bedrohen.

Sie sehen, die Möglichkeiten, sich beim Lesen eine Gänsehaut zu holen sind reichhaltig und wohl nur darin begrenzt, was Sie an Grauen auszuhalten bereit sind.

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