Schrebergartenknigge: Mit diesen 10 Tipps gibt es keinen Ärger!

Aufrufe 3 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Eine grüne Oase mitten in der Stadt: Mit dem Eintritt in den Kleingartenverein hast Du eine Parzelle und damit Dein persönliches Stück Natur erhalten. Mit diesen zehn Tipps startest Du als frischer Kleingärtner problemlos durch.
Was wäre der Schrebergarten ohne Laube?
Link zu einer eBay-Seite Entfernen
Laden Sie bis zu 3 weitere Fotos hinzu.
Link zu einer eBay-Seite
Was wäre der Schrebergarten ohne Laube?

Knigge für den Schrebergarten:

1. Halte Dich an die Vorschriften: Eine der goldenen Regeln für den Kleingarten ist, dass Du Dich an die Vorschriften des Bundeskleingartengesetzes hältst. Darüber hinaus legt der Verein die Kleingartenordnung und Vereinssatzung fest. Öffnungs- und Ruhezeiten, maximale Heckenhöhe, die erlaubte Bepflanzung, das Verhältnis zwischen Obst- und Gemüseanbau zu Zierbepflanzungen oder ein Haustierverbot können dort gesondert geregelt sein.

2. Errichte eine Laube, aber bedenke – auf die Größe kommt’s an: Steht auf Deiner Parzelle noch keine Laube, solltest Du beim Kauf einer solchen auf die Größe achten. Die gesamte Fläche der Kleingartenhütte darf nicht größer als 24 Quadratmeter sein. Du darfst übrigens auch nicht darin wohnen.

3. Feiern ja, aber halte Dich an die Ruhezeiten: Grundsätzlich hat kein Kleingärtner etwas gegen Gartenpartys, solange Du ihn nicht störst. Die beste Lösung: Die Nachbarn einfach mit einladen. In Ausnahmefällen gestatten manche Vereine Partys bis Mitternacht. Soweit nicht anders abgeklärt, besteht die Nachtruhe zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens. In der Zeit zwischen 13 und 15 Uhr ist übrigens Mittagspause – dann sollten Hammer und Co. ruhen.

4. Rechne die Fläche für die Bepflanzung aus: Ob Du einen grünen Daumen hast oder nicht, spielt im Kleingarten keine Rolle – denn bepflanzen musst Du Deine Parzelle so oder so. Für die Berechnung gilt: Wenn Du die Fläche der Gartenlaube von der Gesamtfläche Deines Kleingartens abziehst, muss mindestens die Hälfte der restlichen Fläche mit Obst und Gemüse bepflanzt werden. Der Rest dient als Erholungsfläche. Diese darfst Du mit Gras und Zierpflanzen verschönern. Waldbäume haben in einem Kleingarten nichts zu suchen, ebenso Bäume, die ausgewachsen größer als vier Meter sind. Ausnahmen stellen Obstbäume dar.
Obst und Gemüse muss zwingend angepflanzt werden
Link zu einer eBay-Seite Entfernen
Laden Sie bis zu 3 weitere Fotos hinzu.
Link zu einer eBay-Seite
Obst und Gemüse muss zwingend angepflanzt werden

5. Überlege Dir, welches Obst Du anpflanzt: Äpfel, Birnen, Kirschen und Co. – Du solltest Dir Gedanken darüber machen, welches Gartenprodukt Deinen Obstbedarf deckt. Der Obstanbau will wohl überlegt sein, denn anders als Gemüse lässt sich ein Baum nicht jedes Jahr neu anpflanzen. Erst nach drei Jahren können die Bäume im Schrebergarten ausgegraben und nach einem kräftigen Rückschnitt umgesetzt werden.

6. Trenne den Obstbaumgarten vom Gemüsegarten: Unter den Obstbäumen gedeiht das Gemüse generell schlechter. Daher solltest Du die beiden Bereiche voneinander trennen. Neben der Zeit von Oktober bis Mitte Dezember sind die Frühjahrsmonate März und April für die Pflanzung von Obstbäumen wie Birnen, Äpfel oder Kirschen am besten geeignet.  Beeren wie Brombeeren und Erdbeeren pflanzt Du am besten im Frühjahr.


Beliebte Obst- und Beerensorten:
7. Wähle die Gemüsesorten nach Vorliebe und Pflegeintensität: Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten schmeckt am besten. Grundsätzlich kannst Du alle Gemüsesorten in Deiner Parzelle einpflanzen, die Dir und Deiner Familie schmecken. Du solltest Dir aber überlegen, wie hoch der Pflegebedarf der Sorte ist. Wenig Arbeit machen zum Beispiel Kartoffeln. Auch Radieschen, Pflücksalat, Zucchini oder Pak Choi benötigen wenig Pflege. Anpflanzen solltest Du das Gemüse am besten im Frühjahr. 

Beliebte Gemüsesorten:
  • Tomate – Erntezeit: März bis September (im Gewächshaus)
  • Kartoffeln – Erntezeit: Mai bis Oktober
  • Gurken – Erntezeit: März bis Oktober (im Gewächshaus)
  • Zucchini – Erntezeit: Juli bis Oktober
  • Kürbis – Erntezeit: September bis November
  • Bohnen – Erntezeit: Juli bis Oktober
Tipps zum Anbauen von Gemüse findest Du in diesem Ratgeber.
Das richtige Werkzeug hilft bei der Gartenarbeit
Link zu einer eBay-Seite Entfernen
Laden Sie bis zu 3 weitere Fotos hinzu.
Link zu einer eBay-Seite
Das richtige Werkzeug hilft bei der Gartenarbeit

8. Pflege Deinen Gemüsegarten regelmäßig: Deine Pflanzen benötigen Wasser, Dünger und sollten je nach Sorte beigeschnitten werden. Pflanzt Du zum Beispiel Zuckererbsen, solltest Du eine Rankhilfe aufstellen.  Spaten, Grabegabel, Handschaufel und Handhacke erleichtern die Gartenarbeit ebenso wie Bewässerungshilfen.

9. Sorge für das Wohl Deiner Obstbäume: Mit dem richtigen Obstbaumschnitt formst Du das Astwerk, lenkst die Saftströme und förderst Blütenreichtum sowie Ernteertrag. Das Frühjahr ist die richtige Zeit für den Obstbaumschnitt. Für einen ordentlichen Schnitt brauchst Du eine vernünftige Gartenschere und eine leichtgängige Gartensäge.

10. Sei für Reparaturen immer gewappnet: In einem Schrebergarten gibt es immer etwas zu tun – und keinen Hausmeister. Ein gut ausgestatteter Werkzeugkoffer, Schrauben, Nägel und Elektrowerkzeuge solltest Du immer in der Laube zur Hand haben. Achte beim Kauf auf Qualität, dann hast Du langen Spaß an Deinem Werkzeug – und an Deinem Schrebergarten.

Bildnachweise:
Bild 1 & 2: Patrik Tschudin / CC BY 2.0
Bild 3: Pleuntje / CC BY-SA 2.0
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden