Schon mal wirklich die Gebrauchsanweisung Ihres Handy gelesen?

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Schon mal wirklich die Gebrauchsanweisung Ihres Handy gelesen?

Gebrauchsanweisungen sind immer ein Thema für sich: Eigentlich weiß man, dass sie gelesen werden sollten, und dennoch lässt man sie oft links liegen - nur im Notfall wird sie hervorgekramt zwischen all den anderen Unterlagen, die sich im Lauf der Zeit so ansammeln. Warum eigentlich? Vermutlich ist es Bequemlichkeit und manchmal schlicht auch der Zeitmangel, egal ob es sich um eine Waschmaschine handelt, die neue Spielkonsole oder eben ein neues Handy. Manchmal sind es die Seitenzahlen, die zum Teil in die Hunderte gehen und zunächst einmal abschrecken, dazu nachfolgend noch ein Tipp: Empfehlenswert ist auf jeden Fall, die Gebrauchsanweisung so aufzubewahren, dass man sie jederzeit wiederfindet und mit einem Handgriff parat hat.

Ob man die Gebrauchsanweisung wirklich von vorne bis hinten durchackern muss, ist eher eine Frage des persönlichen Bedarfs. Smartphones etwa bieten ein unglaubliches Spektrum an verschiedenen Funktionen, die man nicht wirklich alle braucht, aber es ist gut zu wissen, dass es diese gibt, denn: Bedürfnisse und Ansprüche können sich mit der Zeit ändern. Im nachfolgenden Ratgeber finden Sie einige Anregungen in Zusammenhang mit Gebrauchsanweisungen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, da das Angebot an mobilen Endgeräten fast schon unüberschaubar ist.

Das Inhaltsverzeichnis

Wie bereits erwähnt, können Bedienungsanleitungen durchaus 100 und deutlich mehr Seiten umfassen, was jedoch nicht abschrecken sollte: Sie benötigen nicht alle Informationen, um Ihr neues Handy nutzen zu können. Die Inhaltsangaben sind zumeist sehr logisch aufgebaut und in Teilbereiche untergliedert, sodass Sie gezielt suchen können; zudem werden Sie beim Überfliegen durchaus auf Möglichkeiten aufmerksam gemacht, auf die Sie sonst gar nicht kommen würden. Viele Informationen erhält man übrigens auch beim Erfahrungsaustausch etwa mit Freunden, Bekannten oder Kollegen, die möglicherweise das gleiche Modell oder ein ähnliches desselben Herstellers besitzen und ihre Kenntnisse gerne weitergeben, denn: So manches steht in dieser Form ganz einfach nicht im Handbuch oder der Gebrauchsanleitung.

Vor dem ersten Start: Unbedingt lesen und beachten

Natürlich möchte man das neue Handy oder gar Smartphone möglichst schnell in Gebrauch nehmen, empfehlenswert ist es jedoch, sich zunächst ein wenig in Geduld zu üben. Im Klartext: Wichtig ist, den mitgelieferten Akku zunächst komplett aufzuladen und das Handy erst wieder an das Ladegerät anschließen, wenn der Akku komplett leer ist. Dieser Vorgang sollte möglichst mehrmals wiederholt werden, um die Leistungsfähigkeit des Akkus voll ausschöpfen zu können. Erfahrene Handy-Nutzer kennen diese Empfehlung, die in Gebrauchsanweisungen gleich auf den ersten Seite nachzulesen ist. Sollte dieser dennoch in der Leistung nachlassen oder kaputtgehen, finden Sie auf eBay eine große Auswahl an Ersatz-Akkus.

Die Hardware besser kennenlernen

Wer etwa den Smartphone-Hersteller und damit das Modell gewechselt hat, wird von sich aus zum Handbuch greifen, um die spezifischen Eigenheiten zu studieren. Hilfreich sind dabei die Abbildungen, die alle äußeren Merkmale des Gerätes leicht verständlich erklären und beschreiben. Bereits das Einsetzen der Sim-Karte kann unterschiedlicher kaum sein: Als exemplarisches Beispiel seien hier etwa das HTC Desire X sowie das Nokia Lumia 800 genannt. Aufgrund der Bauweise ist das Einsetzen der SIM-Karte völlig unterschiedlich, man muss es ganz schlicht und einfach nachlesen, um Fehler oder gar Defekte am Gehäuse zu vermeiden. Ähnliches gilt für das Einsetzen des Akkus, denn die Vorgehensweise hängt hier ebenfalls entscheidend von der Bauweise des Handys ab, was auch für die im Lieferumfang enthaltene Speicherkarte zutrifft. In diesem Zusammenhang ist die Schnellanleitung sehr hilfreich, die bei fast allen Gebrauchsanweisungen auf den vorderen Seiten zu finden ist. Man kann das Handy also relativ schnell startklar machen und ans Netz hängen, um die Akkus zu laden und sich dann in Ruhe der Lektüre des Handbuches zu widmen.

Die Hardware besser kennenlernen

Das Handbuch zu lesen, macht in diesem Zusammenhang definitiv Sinn, da jedes Gerät über spezifische Möglichkeiten verfügt: Bei der ersten Inbetriebnahme führt das Menü intuitiv und damit leicht nachvollziehbar durch die ersten Einstellungsmöglichkeiten - von der Sprachauswahl über die Einstellung von Datum und Uhrzeit bis hin zu Sicherheitseinstellungen. Je nach Betriebssystem (mehr im nächsten Abschnitt) stehen noch viele weitere Optionen zur Verfügung: So lassen sich die meist verwendeten Programme, Widgets und Apps in Form von Kacheln für einen Schnellzugriff auf der Startseite positionieren, das Hintergrundbild den persönlichen Wünschen anpassen und vieles mehr. Je nach Betriebssystem (Android ab 4.1 - Jelly Bean zum Beispiel) kann das Handy mit zwei oder mehr unterschiedlichen Profilen für die verschiedensten Ansprüche belegt werden, etwa für Arbeit und private Profile, zwischen denen man hin und her switchen kann; ist diese Möglichkeit vorhanden, finden Sie entsprechende Information in der Gebrauchsanleitung.

Handys sind kleine Computer zum Mitnehmen

Jedes Handy hat wie auch ein Computer ein Betriebssystem mit all seinen Vor- und Nachteilen sowie Besonderheiten, mit denen Sie sich beschäftigen sollten - einerseits um grundlegende Funktionen durchführen zu können, andererseits, um herauszufinden, welche besonderen Möglichkeiten diese Betriebssysteme bieten. Für Handys gibt es aktuell drei Haupt-Varianten:

Es gibt natürlich noch weitere, allerdings mittlerweile eher exotische Betriebssysteme wie etwa Symbian 3 von Nokia, für das der Hersteller im Jahr 2013 bereits das Ende der Weiterentwicklung angekündigt hat, oder das bada-OS von Samsung. Die Zukunft der drei oben gelisteten Betriebssysteme scheint dagegen gesichert zu sein, auch wenn Windows Phone mit der ersten Version einen eher wackeligen Start an den Tag gelegt hat. Was die verfügbaren Apps anbetrifft, liegen iOS und Android noch ganz klar in Führung, wie sich das weiter entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Viele Grundfunktionen der Betriebssysteme ähneln sich, vor allem wenn es um das Organisieren geht - von den Kontakten über den Kalender und die Terminverwaltung bis hin zur Anordnung der Widgets. Gebrauchsanleitungen geben allerdings eine sehr gute Hilfestellung, wenn es an die Feinheiten und das Handling geht - als Nutzer kommt man eigentlich nicht um die Lektüre herum.

Alles Wissenswerte über Multimedia & Co.

Moderne Handys sind längst schon multifunktionale Fast-Alles-Könner: Neben der Telefonie ermöglichen sie Bild- und Videoaufzeichnungen, das Abspielen von Musik sowie das Surfen im Internet. Die Grundfunktionen lassen sich in der Regel noch intuitiv erfassen, wer dagegen zum Beispiel das Optimum aus der integrierten Kamera herausholen will, sollte sich die Möglichkeiten näher zu Gemüte führen. Wichtig sind zudem die Einstellungsmöglichkeiten in Bezug auf die Verbindung ins Internet - dabei geht es hauptsächlich um das vertragsbedingte Datenübertragungs-Volumen, das zur Verfügung steht. Zum Beispiel ist es gut zu wissen, wie man neue Verbindungen zu einem WLAN erstellt, damit etwa Updates für das Betriebssystem nicht auf Kosten des Volumens durchführt werden, da jede Menge an MBs fällig sind, eine WLAN-Verbindung ist die deutlich bessere Wahl.

Technische Details - Ersatz und Erweiterung des Speicherplatzes

Wer sein Smartphone vielseitig einsetzt, etwa als Kamera, oder gerne Musik hört, Videos, Spiele oder Apps auswählt und diese auf dem Gerät abspeichern möchte, wird schnell feststellen, dass der Speicherplatz oft zu klein ausfällt, zumal das Betriebssystem selbst noch reichlich Platz benötigt. In den meisten Fällen lässt sich das Handy mit einer neuen SD-Speicherkarte aufrüsten, was besonders bei Einsteigermodellen oder Mittelklasse-Modellen mit etwa 4 GB oder 8 GB notwendig werden kann. Bei sogenannten Flagschiffen wie etwa dem iPhone 5 oder dem HTC One X sind allerdings keine Slots vorhanden, um die Speicherkarte auszuwechseln, diese verfügen allerdings von Haus aus über Kapazitäten von 16 GB an aufwärts in Form eines Flash-Speichers; es ist also vor dem Kauf notwendig, sich Gedanken darüber zu machen, was man genau mit dem Handy machen möchte.

Zunächst geht es bei allen anderen Geräten um technische Details wie die Baugröße und die maximal mögliche Speicherkapazität, die abgeklärt werden müssen. Informationen dazu finden Sie in der Gebrauchsanweisung unter der Rubrik Technische Details, die einen schnellen Überblick verschaffen. Zum Glück hat sich gegenüber der Vergangenheit die sogenannte Micro SD Speicherkarte als Standardformat mehr oder weniger durchgesetzt, allerdings gibt es hier verschiedene Varianten mit verschiedenen Speichervolumina:

  • Micro SDHC Karte bis maximal 32 GB
  • Micro SDXC Karte bis 64 GB und deutlich mehr

An dieser Stelle noch eine Erläuterung zu der Micro SDXC Karte (SD eXtended Capacity): Mit diesem noch recht neuen Standard können Speicherkarten in Zukunft mit bis zu 2 TB (TerraByte) ausgeliefert werden, was umgerechnet 2048 GB entspricht - wie gesagt, im Augenblick noch Zukunftsmusik, aber gut zu wissen. Beim Kauf sollten Sie auf die Geschwindigkeitsklasse achten: Wer etwa mit seinem Smartphone Full HD Videos aufnehmen möchte, benötigt eine Speicherkarte ab der Class 6 aufwärts, nachfolgend ein Überblick über die verschiedenen Klassen (Class 2 und Class 4 nicht berücksichtigt:

  • Class 6: minimal 6 MBits pro Sekunde, maximal 48 Mbits
  • Class 10: minimal 10 Mbits pro Sekunde, maximal 25 Mbits
  • USH I (SDHC): bis maximal 50 Mbits pro Sekunde
  • USH I (SDXC): bis maximal 104 Mbits pro Sekunde
  • USH II SDHC): bis maximal 156 Mbits pro Sekunde
  • USH II (SDXC): bis maximal 312 Mbits pro Sekunde.

Entsprechende Angaben finden Sie in den Produktbeschreibungen der Anbieter bei eBay, in der Regel werden die Speicherkarten mit Adaptern ausgeliefert, um die Kompatibilität zu gewährleisten. Informationen, die naturgemäß nicht in der Gebrauchsanleitung für ein Handy stehen, aber hilfreich sind, wenn es um das Aufrüsten geht.

Wie Sie sehen, lohnt sich die Lektüre und am Ende können Sie auf die Frage: "Schon mal wirklich die Gebrauchsanweisung Ihres Handy gelesen?" mit einem klaren Ja antworten.

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