Schmuck aus Naturmaterialien – ein Ratgeber für den Onlinekauf

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Schmuck aus Naturmaterialien – ein Ratgeber für den Onlinekauf

Schmuck aus Naturmaterialien zieht seine Faszination aus seiner Einfachheit. Farben, Formen und Machart zeigen kunstvolle Handarbeiten mit wenig Mitteln. Vielleicht erinnert sich jemand an die Apfelkernkette, die auch in deutschen Kindergärten oder Grundschulklassen gebastelt wurde. Doch die Experten in der Herstellung und kunstvollen Gestaltung von Naturschmuck sind die Naturvölker entfernterer Kontinente. In Afrika, Asien, Südamerika, Australien und auf der Insel Neuseeland im Pazifik sitzen die erfahrenen Produzenten von Naturschmuck. Eine lange Tradition hat zum Beispiel Südamerika, wo indianische Ureinwohner mit der Herstellung und Gestaltung dieser Art Schmuck befasst sind. Auch in Australien bilden die Aborigines eine Bevölkerungsgruppe, die mit Naturmaterialien umzugehen weiß. Auch von den Naturschmuckkreationen aus der Karibik können wir Europäer etwas lernen. Mit starken Traditionen und magischen Bedeutungen können alle diese Länder dienen. Neben schöner handwerklicher Verarbeitung zeigt der Schmuck auch im Design und durch besondere Zeichnungen und Muster seine Besonderheit und dient auch europäischen Schmuckdesignern als Inspiration. Als Synonyme für Naturschmuck oder als Spielart von Naturschmuck gibt es den „Surferschmuck“, den „Folkloreschmuck“ oder auch den „Tribal Schmuck". Unter diesen Begrifflichkeiten finden Sie auch bei eBay eine große Auswahl.

Welche Materialien werden für Naturschmuck verwendet und woher stammen sie?

Als Materialien werden neben Holz auch Knochen, Horn, Muschel- und Schneckenhäuser sowie Bast, Leder, Kautschuk und Baumwolle eingesetzt. Die Materialien stammen direkt aus der Natur. Dazu gehört natürlich auch das Holz von Bäumen. Aus dem Meer stammen Muscheln und Schneckenhäuser. Auch Früchte und Samen von Pflanzen oder Bäumen, wie Kokosnüsse oder Palmholz, sind geeignete Materialien für geschnitzten Naturschmuck. Im Falle des Horns handelt es sich um Ausgangsprodukte tierischen Ursprungs. Das Material selbst ist nicht besonders teuer und in der jeweiligen Region leicht zugänglich.

Naturschmuck aus Holz

Holzschmuck ist leicht und fühlt sich auf der Haut warm an. Hier einige Beispiele für Naturschmuck aus Holz.

Kreolen aus Holz

Die Kreolen aus Holz sind ein sehr klassischer und mit gutem Grund beliebter Ohrschmuck. Sie sind klein und kompakt. Hübsche Holzmaserungen von hellen Braun- bis zu tiefdunklen Brauntönen ziehen die Blicke auf sich. Schöne Maserungen, die durch entsprechende Nachbehandlungen betont werden, oder einfarbige Brauntöne sorgen für die schlichte Schönheit des Materials. Die Kreolen variieren auch in ihren Formen und werden von den Herstellern kreativ verändert. Sie sind zumeist aufwändig poliert und überzeugen mit ihrem seidigen Glanz.

Kettenanhänger aus Holz

Helles und dunkles Holz sowie kunstvoll geschnitzte Embleme gibt es bei den Kettenanhängern aus Holz. Sie gehören auch zu der Kategorie Tribal-Schmuck. Der Begriff Tribal-Schmuck gehört zu den Synonymen des Begriffes Naturschmuck. Dieser Schmuck lässt sich im Sommer auf nackter Haut tragen und kann auch im Winter, zum Beispiel an längeren Kautschukbändern, effektvoll über längeren Pullovern getragen werden und so die Figur ein wenig strecken.

Armbänder und Armreifen aus Holz

Stabile Armreifen aus Holz tragen teilweise mit Kunstharz versiegelte Heiligenbildchen als Kettenglieder. Auch Stretcharmbänder mit Holzelementen zeigen häufig religiöse Motive. Die Armreifen werden auch mit auffälligen geschnitzten Holzspalten, die in ihrer Größe auch an Modeschmuck erinnern, gearbeitet. Holzarmreifen sind gefärbt oder in den natürlichen Brauntönen erhältlich. Sie sehen im Sommer zur gebräunten Haut schön aus und passen auch zu auffälligeren Outfits.

Schmuck aus Perlmutt und Knochenschmuck

Der Begriff Folkloreschmuck wird als Synonym für Naturschmuck verwendet und drückt dabei vor allem aus, dass der Schmuck aus der Tradition bestimmter Volksgruppen stammt. Ebenso wird der Begriff Surferschmuck für diesen hier beschriebenen Naturschmuck verwendet. Der Begriff bringt die Welt der Surfer berechtigterweise in enge Verbindung mit den handgemachten naturfarbenen Halskettchen und Muschelanhängern auf sonnengebräunter Haut. Die Naturnähe zu Wind und Wasser gehört einfach zu den Surfern, genauso wie die Halskettchen aus Muscheln oder Knochen, die von den Wirbeltieren aus dem Meer stammen. So waren früher die gestrandeten Wale für die Eingeborenen ein Glücksfall, da sie dann sehr viel Knochenmaterial verarbeiten konnten. Auch andere Fischknochen dienen als Material. Muschelschmuck ist nicht nur ein Produkt aus dem Meer, sondern auch - wenn man will - vom Surferstrand. Bei manchen Stücken stimmt die Ursprungsangabe nicht ganz. Viele als Muschelschmuck deklarierte Stücke sind Schmuck aus Schneckenhäusern. So ist der beliebte Schmuck aus „Kaurimuscheln“ eigentlich Schmuck aus dem Schneckenhaus der tropischen Kaurischnecke, einem Salzwassertier. Die ebenfalls die sehr beliebten Naturschmuckarbeiten mit einem Shiva-Auge sind Schmuck aus dem Haus der Turbanschnecke, einem Meerestier. Der sorgfältig polierte Perlmuttkegel mit einer Spiralenmusterung ist als Ohrring, Halskette oder Armschmuck gleichermaßen reizvoll.

Ohrringe und sonstiger Schmuck aus Perlmutt und Knochen

Australische Ureinwohner oder die Maori aus Neuseeland zeigen bei den Knochenschmuckschnitzereien schöne Symbole. Sie sind optisch reizvoll aufgrund ihrer ausgewogenen Formen und werden ausdrücklich auch als Glücksbringer bezeichnet. Die für uns ungewohnten Formen und Zeichen haben ihre eigene Magie und niemand möchte ihnen eine glücksverheißende Wirkung absprechen. Der elfenbeinartig schimmernde Knochenschmuck hat eine schöne gedeckte Farbe. Auch er wird sorgfältig poliert und gewinnt so an Glanz. Es werden auch sehr schöne Ringe in Kombination mit Holz hergestellt. Die Oberfläche des Knochens wird mit feinen schwarzen Linien und schönen Mustern verziert. Ob ornamentale Muster oder Spiralen oder schöne Zeichen - dieser Kontrast von der Knochenfarbe zu den schwarzen Linien sieht harmonisch aus. Das Shiva-Auge gibt es sowohl als Ring, Kettenanhänger als auch als Einlegearbeit in die Glieder eines Stretcharmbandes oder als Einlegearbeit in feste Holzarmbänder. Das Shiva-Auge wirkt besonders gut, wenn man die Naturtöne des Shiva-Auges in der Kleidung wiederholt. Das Shiva-Auge mit seinem zarten Perlmuttglanz sieht auch zu festlicheren Anlässen sehr gut aus. Je nach Fassung kann es auch als hochwertiger Silberschmuck gearbeitet sein. Die Spirale aus der Turbanschnecke wirkt aber auch schön und strahlend an einem lässigen Kautschukband als einfacher Kettenanhänger.

Die Schaumkoralle - leichter und luftiger Schmuck

Die Korallenart der Wurzelkorallen und der Schaumkoralle können die selten gewordene Edelkoralle gut ersetzen. Es handelt sich dabei um einen leichten Schmuck, der in China in großer Menge zur Verfügung steht. Die kräftig roten und interessant gemaserten Schmuckstücke dieser Korallenarten sind ein tolles Highlight auf Armbändern, an Ohrringen oder als Anhänger. Wer mit diesem Schmuck aus dem Meer einen Farbakzent setzen möchte, kann dazu im Prinzip alles anziehen, da sich die kräftige Farbe von keiner Kleidung dominieren lässt und immer ausreichend auffällig bleibt.

Naturschmuck aus Samen

Schmuck aus Samen ist spannend. Die verschiedensten Samen lassen sich färben und man kann sie wie Holzschmuck angenehm auf der Haut tragen. Der Schmuck ist sehr leicht und lässt sich auch an heißen Tagen tragen, ohne zu beschweren. Die Samenketten setzen schöne Farbeffekte auf einem T-Shirt oder einem Kleid. Auch eine weite Tunika lässt sich mit einer langen Kette, zum Beispiel aus den Samen der Steinnusspalme, der Tagua-Nuss, betonen. Lotossamen sind traditionell auch die Perlen für die buddhistischen Gebetsketten, die Malas.

Die Oberflächenbearbeitung der Naturmaterialien beim Naturschmuck

Oft werden die Naturmaterialien mit großem Aufwand poliert. Die Kaurimuschel, das Shiva-Auge, Horn- oder Holzohrringe erfahren eine intensive Politur, sodass das auffallende Licht einen schönen Glanz erzeugt. Genauso gibt es auch raue Oberflächen, die das Licht nur zart einfangen, wie beim etwas matter glänzenden zarten Kokosschmuck. Naturschmuck wird manchmal auch gefärbt, aber beige Farbtöne und warme Brauntöne sind besonders typisch für den Schmuck aus Naturmaterialien.

Wo liegt die Grenze zwischen Naturschmuck und Schmuck?

Auch Gold oder Silber sind Naturmaterialien, da sie als Bodenschätze gefördert werden. Auch bei Schmuck mit Edelsteinen handelt es sich um „natürliche“ Materialien. Doch der Aufwand, der für die Gold-, Silber- und Edelsteingewinnung betrieben wird, ist hoch, und letztlich wird dieser meist teurere Schmuck in den gesicherten Auslagen eines Juweliers präsentiert. Schmuck aus Naturmaterialien hingegen, der unter „Naturschmuck" gehandelt wird, ist ein Schmuck, der durch seine Einfachheit und durch seine direkte Gewinnung aus dem natürlichen Umfeld der regionalen Produzenten stammt. Verkauft wird er auf Märkten und in eigenen Geschäften. Auch bei eBay gibt es eine große Zahl von Händlern, die Naturschmuck anbieten. Auch Naturschmuck unterliegt Trends. Sind in dem einen Jahr Muscheln Trend, so können im Folgejahr Schmuck aus Nusskernen oder feine Fadenohrringe diesen Trend ablösen. Im Bereich Naturschmuck bewegt sich viel. Seine große Leichtigkeit, seine angenehme Wärme auf der Haut und die kunstvolle handwerkliche Bearbeitung der Materialien aus der Natur machen den Naturschmuck aus. Manchmal fusionieren Naturschmuck und Metallschmuck. So sind hin und wieder Trenner und Highlights aus Edelmetall oder in dem hellen Tibetsilber verarbeitet. So werden Armbänder, Ohrringe oder Halsketten interessanter. Naturschmuck geht hier Paarungen mit Gold-und Silberelementen ein, die nicht immer echt sein müssen. In der Sparte des sogenannten Indianerschmucks treffen Sie häufig auf die Kombination von Naturmaterialien mit echtem Silber. Hier zeigt sich eine gelungene Fusion zwischen Naturschmuck und dem Edelmetall Silber. Auch bei Leder-, Baumwoll- oder Kautschukarmbändern werden silberne Highlights gesetzt. Abzugrenzen vom Naturschmuck ist aber der Modeschmuck mit massiveren Metallelementen oder der Modeschmuck aus Kunststoff.

Naturschmuck: magische Zeichen und fremde Formen

Kunstvolle Schnitzereien und überlieferte uralte Muster und teilweise auch geheimnisvolle Zeichen und Formen verleihen diesen Schmuckstücken aus Naturmaterialien ihre besondere Ausstrahlung. Sehr vielen solcher Schmuckstücke werden magische Kräfte zugesprochen. Auch das unterscheidet sie von unserer Apfelkernkette. In der Tradition der Naturvölker erzählen diese Schmucklinien, egal ob Indianerschmuck, Schmuck aus Afrika oder der Schmuck mit Ursprung bei den Maoris auf Neuseeland, von Kontinent zu Kontinent immer eine eigene Geschichte. Welcher Naturschmuck zu einem passt, entscheidet man am besten intuitiv.

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