Schleichendes Gift im Räuchermehl

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Das Räuchern, also die Haltbarkeitsmachung, von Lebensmitteln, in erster Linie Fisch und Fleisch, bedarf der Grundlage eines Naturproduktes: Holz. Natürlich gibt es auch den Flüssigrauch, doch findet dieser nur im verarbeitenden Großgewerbe Verwendung.

Räucherhölzer findet man in verschiedenen Fraktionierungen: Gemahlen, gerebelt und gehackt, sowie natürlich auch in Scheiten für z.B. die Altonaer Öfen. Scheit- und Hackhölzer sind dabei mit bloßem Augen auf Ihre natürliche Beschaffenheit zu prüfen. Problematisch und letztlich für den Laien oder normalen Anwender nicht mehr durchführbar ist eine Prüfung von gemahlenen oder gerebelten Holz, also Holz in Kleinstpartikeln: dem so genannten Räuchermehl.


Das echte Räuchermehl


Ein Räuchermehl ist ein aus natürlichem Stammholz gewonnenes Holzmehl speziell für das Räuchern von Lebensmitteln. In verschiedensten Fraktionierungen (also Korngrößen) ist es für alle Temperaturbereiche vom Kalt- bis zum Heißräuchern einsetzbar. Bevorzugtes Räucherholz ist die Buche. Aber auch andere Hölzer, wie beispielsweise Eiche und Erle, werden eingesetzt.

Es kommen nur unbehandelte Hölzer zum Einsatz.

Das Räuchermehl wird nach der Verarbeitung aus unbehandelten Stammhölzern noch einmal gereinigt und entstaubt. Verschiedene Spanwerke und Hersteller haben hier unterschiedliche Methoden entwickelt. Doch eines bleibt immer gleich:

Es wird nur Holz für die Herstellung von Räuchermehlen verwertet – denn Räuchermehl ist kein Abfallprodukt der Holzverarbeitung, sondern Holz, was für seine Bestimmung gefertigt wird!

Die großen deutschen Hersteller und Marken sind:

•    Thomsen
•    Springer
•    Rettenmaier, JRS
•    Teutoburger
•    Laschinger
•    Toprauch

Auch in den großen Handelsmarken wie DAM, Balzer oder Landmann finden Sie diese Qualität wieder.

Hier wird auf Qualität und Holzleistung geachtet. Die Produktionsabläufe sind kontrolliert und letztlich kommt das in den Räucherofen, was auch hinein soll: Reines Räuchermehl.


Qualität auch bei eBay


Auch bei eBay finden Sie Händler, die die oben aufgeführten Marken und Hölzer dieser Hersteller führen. Fragen Sie ggf. nach.


Von Giftstoffen, Geschäftemacherei und Ihre Gesundheit


Es geht immer alles billiger und billiger und billiger… Nur zu welchem wirklichen Preis. Gerade im mehr oder minder anonymen Auktionshandel hat sich ein Trend in den vergangenen Monaten verstärkt entwickelt, der mehr als unbefriedigend ist: Der Handel mit billigen und billigsten „Räuchermehl“.

Wie Eingangs berichtet, ist es für den normalen Verbraucher nicht nachprüfbar, was er letztlich für Hölzer in seinem Räuchermehl hat. Natürlich kann es im besten Fall auch im verarbeiteten Zustand erkennbar sein, ob ich Buchenholz, Erle oder Eiche vor mir haben. Und weiter?

•    Wo stammt das Holz her?
•    Wurden Abfallhölzer verarbeitet?
•    Wurden verleimte Hölzer verarbeitet?
•    Wurden behandelte Hölzer verarbeitet?
•    War das Holz lasiert, lackiert oder oberflächlich geölt?
•    Sind Spanhölzer verarbeitet worden?
•    Sind die Verarbeitungsmaschinen sauber?
•    Arbeiten die Maschinen ölfrei?
•    Wissen die herstellenden Menschen überhaupt, wie ein Räuchermehl hergestellt wird und beschaffen sein muss?
•    Welche Trocknungsverfahren werden angewendet?
•    Wird das Holz gereinigt und entstaubt?
•    Oder ist es gar nur der zusammengefegte Dreck des Schreiners von neben an?


Mit der Kettensäge macht man kein Räuchermehl – Billig geht nicht!


Wie Eingangs den Produktionsablauf von Räuchermehl bereits kurz skizziert wurde, ist eines sicherlich für jeden erkennbar: Es bedarf eines bestimmten und kontrollierten Aufwandes um ein Räuchermehl herzustellen, welches dem Standard der Lebensmittelindustrie genüge trägt. Und dieser Standard ist auch der Standard, auf dem Sie sich als Privatanwender verlassen können und sollten.

Produktionsabläufe kosten, ganz platt gesagt, nun einmal im Vorfeld Geld. Die entstehenden Kosten müssen natürlich bei jedem Hersteller mit in die Preisgestaltung mit einfließen. Und so hat sich in den vergangenen Jahres ein Preissegment gebildet, welches durch die seriöse Herstellung auch nicht mehr unterboten werden kann.

Preise die unter den Mittelwerten liegen können nicht mehr aus einer seriösen Herstellung stammen (ausgenommen einmal Kurzzeitangebote).

Der Regelfall zeigt, dass der so genannte Hersteller XYZ gerne einmal die Kettensäge schwingt oder die Absauganlage seiner Holzverarbeitungsmaschinen ausleert und den ganzen Abfall dann gerne als Räuchermehl anbietet. Da kriegt man ja noch Geld für seine Entsorgung!

Doch was befindet sich nun in diesen Abfallhölzern. Im schlimmsten Fall eine ganze Menge an Giftstoffen aus z.B. Leim- und Lackresten. Befindet sich auch noch Abfall aus der Verarbeitung von z.B. Spanplatten darunter, so haben wir gleich noch die entsprechende Dosis Formaldehyd (als Aminoplaste wird Formaldehyd als Bindemittel von Holzwerkstoffen verwendet), welches irreversible Schäden an inneren Organen verursachen kann.

Natürlich kann ich mit diesem Holz ein Räuchermehl in meiner kleinen „Hexenküche“ zusammen brauen, welches ich zu kg-Preisen von unter 0,20 EUR abgeben kann oder auch schon mal den 25kg-Sack für 1 EUR Auktionsendpreis.

Meine Gewinnspanne ist immer noch gigantisch (immerhin von Abfall zum Gewinn) und was schert mich die Gesundheit anderer. Außerdem gibt es keine eindeutige Rechtssprechung in Deutschland, die diese Geschäftemacherei unterbinden kann.


Der schleichende Prozess der Vergiftung


Die Giftstoffe aus dem so genannten Räuchermehl füllen Sie vor dem Räuchergang mit in Ihren Räucherofen. Beim Räuchergang selbst lösen sich auch diese Giftstoffe, je nach Temperatur die unterschiedlichen Stoffe, und gehen mit dem Rauch, der ja der eigentliche Zweck des Räucherns ist, auf Ihr Räuchergut übrig.

Was bleibt da noch zu sagen: Na dann, Guten Appetit!


Ihrer Gesundheit zu liebe


Sparen ist schön und gut – doch es geht nicht immer billig und am billigsten. Günstige Qualität beim Räuchermehl finden Sie auch hier bei eBay.

Und wir als Gemeinschaft aller seriösen Hersteller, Anbieter und Händler möchten Sie noch lange als gesunde Kunden behalten.

In diesem Sinne: Immer einen guten Rauch im Ofen!

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