Schlafapnoe

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Wer nachts infernalisch schnarcht, dann eine längere Zeit gar nicht mehr atmet, um dann wie ein Ertrinkender auf einmal heftig-geräuschvoll-gurgelnd nach Luft zu schnappen, treibt seinen Partner/rin wegen akuten Schlafmangel in den Wahnsinn oder zum Scheidungsanwalt. Der Grund für die Schnarcherei: bei einigen Mitmenschen erschlafft die Gaumenmuskulatur - speziell nach Alkoholgenuss oder im Alter - und der Schläfer kämpft im Schlaf gegen seine schlaffe Gaumenmuskulatur an, weil sie ihn beim Atmen behindert. Die Lebensdauer eines Menschen kann durch die Sauerstoff-Unterversorgung im Schlaf verkürzt werden.  Einige Krankenhäuser gehen per Laser an das Gaumensegel, um es zu verkleinern und dadurch - vielleicht - das Schnarchen zu verhindern. Das klappt aber nicht bei allen Patienten, einige schnarchen trotzdem fröhlich weiter. Wie kann man dem abhelfen? Der Hals-Nasen-Ohrenarzt verkabelt den Patienten, um eine Nacht lang sein Verhalten im Schlaf aufzuzeichnen. Das Gerät darf der Patient nach Hause mitnehmen. Stellt sich bei der Auswertung der aufgezeichneten Daten heraus, daß  beim nächtlichen Schnarchen der Sauerstoffgehalt des Blutes dramatisch absackte,  muß dem Einhalt geboten werden. Es besteht das Risiko, erstens durch mangelhafte Durchblutung des Gehirns bleibende Schäden davonzutragen. Zweitens ist die Gefahr eines Herzinfarktes im Schlaf nicht auszuschließen. Abhilfe schafft ein CPAP-Beatmungsgerät. Dadurch hört die Schnarcherei auf und Partner/rin kann endlich auch wieder schlafen Die CPAP-Geräte sind richtig teuer, arbeiten extrem leise, werden aber voll von der Krankenkasse bezahlt. Die meisten Geräte haben eine Befeuchter-Einheit, womit durch abgekochtes keimfreies Wasser die Atemluft des Gerätes für den Schläfer befeuchtet wird. Das Gerät produziert  einen stetigen Luftstrom, dessen Intensität je nach Patient vom Fachmann eingestellt wird. Der Schnarcher trägt nachts eine Beatmungsmaske mit einem Kopfgeschirr aus Stoff. Das sieht ungefähr so aus wie bei einem Jet-Piloten während des Fluges. Hört der Schnarcher im Schlaf auf zu atmen, wird ihm durch das Gerät die Luft zwangsweise in die Lungen gepresst. Nach einer Gewöhnungszeit sollen die Patienten sich morgens wesentlich ausgeschlafener fühlen als ohne. Ihre Partner/innen auf jeden Fall! Ein Problem der CPAP-Beatmungsgerät ist die gewissenhafte tägliche Reinigung. Die Maske und die Befeuchtungseinheit sollten jeden Tag mit heißem Wasser und Spüli gereinigt werden. Auch der Schlauch muß peinlich sauber gehalten werden. Bei Verschmutzung besteht die Gefahr, daß sich der Patient alle möglichen Keime und Sporen durch das nichtgewartete Gerät in die Lungen pusten lässt.
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