Schimmerndes Nordlicht in Stein gebannt - interessante Hintergründe zu Labradoriten

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Schimmerndes Nordlicht in Stein gebannt - interessante Hintergründe zu Labradoriten

Der grün-blau schimmernde Stein fasziniert durch sein Farbspiel und ist ein beliebter Heilstein, da er das Immunsystem stärkt und durch seinen hohen Kalziumgehalt hilfreich bei Knochenerkrankungen ist. Dieser Ratgeber stellt Ihnen diesen besonderen Stein und seine Verwendung als Schmuck- und Heilstein ausführlich vor.

Die Geschichte des Labradoriten

Der Labradorit wurde im Gegensatz zu den meisten anderen Steinen erst relativ spät entdeckt. Man fand ihn Ende des 18. Jahrhunderts in Labrador in Kanada. Der Labradorit glänzt metallisch und hat ein Farbenspiel, das von Blau bis Grün reicht. So avancierte der funkelnde Stein schnell zu einem beliebten Schmuckstein und bald entdeckte man auch seine vermeintlich heilenden Fähigkeiten. Den besonders farbenfrohen Spektrolith entdeckte man erst 1962 in Finnland, in der Stadt Ylämaa. Der Galaxyit ist der jüngste Stein in der Gruppe der Labradoriten. Eine erste ausführliche Beschreibung dieses Steins ist datiert auf das Jahr 1995.

Verschiedene Labradoritarten und ihre Handelsnamen

Der Labradorit hat seinen Namen von seinem Entdeckungsort Labrador in Kanada. Andere Bezeichnungen für diesen magisch schimmernden Stein sind neben anderen Regenbogenstein, Silicit, Ochsenauge, Carnatit, Labradorstein, Labradownit, Anemousit, Mauilith oder Mornit. Die Handelsbezeichnung „Schwarzer Mondstein” für den Labradorit ist falsch, da es einen echten Mondstein dieses Namens gibt. Auch der Labrador hat nichts mit dem Labradorit zu tun, sondern bezeichnet einen Stein aus der Gruppe der Syeniten. Grün schimmernde Labradoriten werden als Luchsauge bezeichnet. Labradoriten mit einem rot-braunem Schein werden Sonnensteine genannt.
Andere Varietäten des Labradorits sind der Galaxyit, der Spektrolith und der Bytownit. Der Galaxyit ist ein kanadisches Mineral, das sehr amphibolhaltig ist und zahlreiche Einsprengsel von Labradoriten besitzt. Dieser wunderschöne Stein ist ein beliebter Schmuckstein, wird aber auch als Heilstein verwendet. Der Spektrolith stammt aus Finnland und hat ein Farbspektrum, das von Braun bis Schwarz reicht – er wird auch Sternenstein genannt. Dieser Labradorit zeigt starke und prächtige Lichteffekte, die alle Farben umfassen. Der Stein erhielt seinen Namen nach dem Wort „Spektrum”, für Lichtbrechung. Der in der Stadt Bytown gefundene Labradorit mit dem Namen Bytownit besitzt die stärkste Heilwirkung unter den Labradoriten und besticht durch einen Reigen an durchscheinenden Regenbogenfarben.

Die physikalische Beschaffenheit des Labradorits

Das Kristallsystem des Labradorits ist triklin und seine Härte auf der Mohsschen Skala beträgt 6-6,5. Die Dichte des Steins liegt bei 2,69-2,70 und seine Spaltbarkeit ist unvollkommen. Der Bruch des Labradoriten ist splittrig, uneben und spröde. Der Stein besitzt eine helle, gelbe oder graugrüne Farbe und verfügt über einen glasigen Glanz. Die Strichfarbe des Labradoriten ist Weiß.

Die chemischen Eigenschaften des Labradorits

Bei dem Labradorit handelt es sich um ein Mineral aus der Klasse der Gerüstsilikate. Der Stein ist ein Mischkristall aus der Plagioklasreihe, der aus 30-50 Prozent aus Albit besteht und zu 50-70 Prozent aus Anorthit. Der Anteil an Fremdstoffen im Labradorit richtet sich nach der jeweiligen Fundstelle. Das Farbenspiel des Steins ist meist grün- oder blaumetallisch und glänzend. Der besondere Schein des Labradorits entsteht durch die blättrige Struktur des Steins und Einlagerungen von verschiedenen Stoffen wie Ilmenit, Titan und Magnetit.

Wie entsteht der Labradorit?

Siliziumarme Magmatiten sind meist Sitz von Labradoriten. In basischen, metamorphischen Gesteinen und Basalten finden sich häufig Labradoriten. Auch in Plutoniten sind Labradorite vorhanden, hier sind sie auch gesteinsbildend.

Woher kommt der Labradorit?

Fundstellen des Labradorits sind vor allem Kanada, Finnland, Madagaskar, Italien, die Ukraine, Grönland, Australien Mexiko und die USA. Besonders schöne und reine Labradoriten wurden in Madagaskar gefunden. Diese Steine gelten zusammen mit dem strahlend weißen Bytownit als die Labradoriten mit der stärksten Heilwirkung.

Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Steinen und Nachahmungen des Labradorits

Eine Verwechslungsmöglichkeit des Labradorits mit anderen Steinen ist eigentlich nur mit dem Madagaskar-Mondstein möglich. Es gibt Versuche, den Stein mit Glassplittern oder Kupferspänen zu kopieren.

Charakteristische Eigenschaften des Labradoriten

Der Stein besitzt keine senkrechten kristallinen Strukturen, sondern die Strukturen des Labradoriten verlaufen schräg zueinander. Obwohl der Stein triklin ist, bildet er selten tafelige oder prismatische Kristalle, sondern vorwiegend körnige Aggregate. Man findet den Labradorit vor allem in spatigen Aggregaten oder derben Massen. Die kristallisierende Lamellenstruktur des Steins führt dazu, dass sich einfallendes Licht bricht und die Farben irisieren – diesen besonderen Effekt des Labradorits nennt man Labradorisieren. Die Lichtstrahlen überlagern sich in der lamellenartigen Struktur und eine große Palette von Spektralfarben entsteht. Das sich so bildende Farbenspiel reicht von Kupferrot, über Goldgelb bis hin zu Pfauenblau. Der Labradorit ist druckempfindlich. Der Stein ist den Sternzeichen Steinbock, Fisch und Wassermann zugeordnet.

Der Labradorit als Schmuckstein

Der Labradorit ist ein sehr beliebter Schmuckstein. Auch in Gebäuden wird der Labradorit häufig als dekorativer Spiegelstein eingesetzt. Der Stein hat einen hohen Marktwert und ist als Rohstein, Trommelstein und Handschmeichler erhältlich. Als Schmuckstein wird er häufig in Ketten oder Broschen verarbeitet.

Der Labradorit und seine Wirkung auf die Seele und den Geist

Der Labradorit hat – so sagt man – eine starke ausgleichende und harmonisierende Wirkung. Mithilfe diese Steins ist es möglich, Erinnerungen aufzufrischen, die mit der Zeit verloren gingen. Gerade in Zeiten der Depression, der Ratlosigkeit und Niedergeschlagenheit ruft der Labradorit positive Erinnerungen aus der Kindheit hervor, die einem zeigen, dass das Leben auch einfacher und sinnvoller sein kann, als es im Moment erscheint. Er hilft dabei, sich von Illusionen zu lösen und einen neuen inneren Halt zu finden.
Gleichzeitig hat der Labradorit eine stark beruhigende und stabilisierende Wirkung. Alte emotionale Blockaden können mithilfe des Steins entdeckt und aufgebrochen werden. Der Labradorit symbolisiert Kreativität und Fantasie. Er ermöglicht es, ein tiefes Mitgefühl für alles Lebendige zu entwickeln und die Kreativität des Lebens an sich zu sehen. Der Stein hilft dabei, neue Sichtweisen zu entwickeln und die eigenen Lebensziele Stück für Stück zu verwirklichen. Er stabilisiert die Aura, was einen schützenden Einfluss vor negativen Energien aus der Umwelt hat. Gleichzeitig hat der stabilisierende Effekt eine Wirkung auf die Wahrnehmung anderer, durch die das Miteinander mit anderen Menschen erleichtert wird.
Der Bytownit besitzt eine sanfte Vibration, die die Aura reinigen und stabilisieren soll und so vor Energieverlust durch negative Einflüsse schützt. Die Labradoritkugel soll die Fähigkeit haben, Lebensräume von negativen Energien zu reinigen. Der Galaxyit fördert die Erfüllung von Sehnsüchten und steht für tiefe Gefühle. Durch seine beruhigende und stabilisierende Wirkung eignet sich der Labradorit besonders gut für Menschen, die cholerisch oder besonders leicht erregbar sind. Eine sehr starke Wirkung entwickelt der Labradorit im Bereich des Nabel-Chakras und in den Nebenchakren der Hände. Der schillernde, farbenfrohe Stein eignet sich auch sehr gut für die Meditation. Sie merken bereits, esoterisch interessierte Menschen werden den Labradorit zu schätzen wissen,

Der Labradorit als Heilstein

Der Labradorit hat angeblich allgemein eine stärkende und stabilisierende Wirkung auf das Immunsystem. Er aktiviert die Thymusdrüse und hilft bei Beschwerden und Schmerzen im Bereich des Skeletts. Bei Knochenerkrankungen findet er häufig Verwendung, da er einen hohen Kalziumgehalt hat. Labradoritwasser oder -tee verspricht Linderung bei Gicht oder rheumatischen Erkrankungen. Auch Rückenschmerzen und Knochenschmerzen können durch den Labradorit – so einige spirituelle Quellen – gemindert werden. Bei der Anwendung im Bereich des Hals-Chakras besitzt der Labradorit eine fördernde Wirkung auf die Ausdrucksweise. Aus diesem Grund wird empfohlen, den Stein vor Prüfungen oder Ansprachen in der Öffentlichkeit unter die Zunge zu legen.
Des Weiteren hat der Stein eine lindernde Wirkung auf das Kältegefühl und kann vor Erkältungen schützen. Der Stein soll den Blutdruck senken und den Herzrhythmus ausgleichen und stärken. Insgesamt unterstützt der Stein die Selbstheilungskräfte des Körpers. Auch auf das Gehirn soll der farbenfrohe Stein eine besondere Wirkung besitzen, so fördert er das klare Denken und hilft dabei Fehler zu vermeiden. Gleichzeitig sorgt der Labradorit für einen guten und schnellen Stoffwechsel und fördert die Verdauung. Dem Spektrolith sagt man nach, dass er eine besonders förderliche Wirkung auf den Thymus hat und so direkt auf das Zell- und Immunsystem einwirkt. Seine besonders heilende Wirkung soll der Stein auch bei Augenerkrankungen entfalten.

Die Heilkräfte von Spektrolith, Galaxyit und Co

Auch bei psychischen und seelischen Blockaden soll er eine stärkere Wirkung besitzen als der Labradorit. Besonders zur Reinigung des Geistes wird der Spektrolith u. a. von Esoterikern bevorzugt angewandt. Der Galaxyit hat eine besonders harmonisierende Wirkung auf den Herzschlag und den Kreislauf allgemein. Auch bei Nierenbeschwerden wird der Galaxyit als Heilstein verwendet. Auch wenn dem Labradoriten ein stark heilender und fördernder Effekt nachgesagt wird, gilt wie bei allen Heilsteinen: Die Behandlung mit Steinen kann fördernd und lindernd wirken, ersetzt aber, gerade bei schweren Beschwerden und Erkrankungen nicht den Arztbesuch. Die heilende Wirkung von Steinen kann eine medizinische Behandlung ergänzen und sollte nur mit entsprechender Fachkenntnis angewandt werden.

Die Anwendung des Labradorits zur Heilung und bei der Meditation

Für eine optimale Gesamtwirkung sollten Sie den Labradorit direkt am Körper tragen. Amulette und Handschmeichler eignen sich besonders als stärkender Schmuck für das Tragen am Körper. In anderen Bereichen wendet man den Labradorit an, indem man ihn direkt auf die zu behandelnde Körperstelle oder das jeweilige Chakra legt. Legt man den aufgeladenen Stein in Wasser, so kann man die Wirkung des Steins auch innerlich nutzen, indem man das Wasser pur oder als Tee trinkt. Zur Reinigung halten Sie den Stein einige Zeit unter fließendes Wasser. Wenn der Stein sich trübt, können Sie ihn einige mehrere Tage in Mineralwasser legen und dies in die Sonne stellen. So wird der Stein gereinigt und zugleich wieder aufgeladen.

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