Sapphire Radeon Atlantis 9100

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1. Kaufgrund:
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Ich habe auf der Arbeit für meinen Computer einen neuen Monitor bekommen. Ich habe mich sehr gefreut endlich einen 18“ TFT zu haben da das arbeiten auf dem 19“ Röhrenmonitor nach längerer Zeit doch sehr anstrengt. Leider hatte die im Rechner verbaute Grafikkarte keinen DVI-Ausgang und so machte ich meinem Chef klar, dass ich den TFT schon in bester Qualität nutzen wolle und unbedingt eine Grafikkarte mit passendem Ausgang bräuchte. Dieser genehmigte mein Anliegen mit einem Schmunzeln. Ich konnte natürlich keine Radeon 9700 Pro einkaufen, dann hätte mich mein Chef wohl gefragt was ich so auf der Spätschicht mache anstatt zu arbeiten. Allerdings war es in meinem Interesse dass die Karte zumindest ein bisschen 3D kann. Ich entschied mich dann für die Sapphire Atlantis 9100 mit 128 MB Ram für 83,99 Euro.


2. Testkonfiguration:
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Damit Ihr meine Erfahrungen auch richtig einschätzen könnt, hier die wichtigsten Daten meines Firmenrechners:

Intel Pentium 4 - 2,53 Ghz
1536 MB PC 333 DDR Ram
Asus P4S8X Mainboard


3. Karte im Detail:
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Die Radeon 9100 verfügt wie die Radeon 8500 über zwei Geometrieeinheiten (Vertex-Shader) anstelle von nur einer wie bei der Radeon 9000. Der Radeon 9100 ist also ein umbenannter Radeon 8500 LE, Sapphire taktet den Grafikchip mit 250 MHz und die 128 MB DDR Ram mit 400 Mhz. Auf die optimierten Pixel- und Vertex-Shader der Radeon 9000 Pro muss man verzichten, diese sind dem Rotstift zum Opfer gefallen. Die Karte besitzt einen TV Out Ausgang, einen analogen VGA Ausgang, einen DVI-Ausgang und unterstützt AGP 1x, 2x, 3x und 4x.


4. Treiber:
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Die auf der CD befindlichen Treiber sind die Treiber vom Grafik-Chiphersteller ATI, Catalyst Version 3.3. Die Installation lief völlig problemlos und die Treiber liefen über die gesamte Zeit seit ich die Karte habe stabil. In den erweiterten Einstellungen der Treiber kann man alles einstellen was das Herz begehrt. Hier eine kleine Übersicht der Menüs ohne näher darauf einzugehen, da dies den Rahmen sprengen würde:

Einstellung für Ausgabegerät TV, Monitor, Farbanpassung u.s.w.

3D Anti Alasing Einstellung (aktivieren/deaktivieren/Tiefe)

Direct 3D Einstellungen (Vsync, MipMapping)

Open GL Einstellungen: (Antiosopic Filterung u.s.w.)


5. Grafikleistung:
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Ich werde in Klammern immer die Leistung meiner alten Grafikkarte (Geforce 4 TI 4200 mit AMD Athlon XP 2500+) angeben, damit man einen Bezug hat. Alle Tests wurden in der Auflösung 1024 x 768 in Farbauflösung 32 Bit und mit einer Bildwiederholrate von 60 Hz gemacht. Dies ist zwar nicht die optimale Auflösung für den TFT Monitor, da ich aber zuhause nur mit dieser Auflösung fahre, nahm ich diese um einen genauen Vergleich anstellen zu können.

Die Leistung unter Direct X7 habe ich mit meinem Spiel Giants gemessen, dort kommt die Karte auf 57,4 (Bilder pro Sekunde) (TI4200 = 68 fps)

Für DirectX8 nahm ich den 3D Mark 2001 SE Build 330 und erreichte damit 7182 Punkte. (TI4200 = 9145 Punkte)

Die OpenGL Leistung habe ich mit Quake3 gemessen, Ergebnis durchschnittliche 122,5 fps (TI4200 = 222,5 fps)


6. Grafikqualität:
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Im 2D Bereich, also im Windows Betrieb, bringt die Karte ein herrlich scharfes Bild. Die Farben sind klar und satt.

Als erstes testete ich die Anisotropische Filterung (4x), die Leistung brach um ca. 35 % ein. Bei der Geforce Karte um 20 Prozent.

Dann machte ich mich ans FSAA (Full Screen Anti Alasing).
Leistungseinbußen bei 2x FSAA ca. 30 % und bei 4x FSAA ca. 70%. Die Geforce bei 2x um die 20% und bei 4x fast 60 %.


7. Lautstärke:
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Nun kommen wir zu der Lautstärke der Karte, normalerweise erwähne ich diese nur am Rande, bei dieser Grafikkarte muss ich auf einen eigenen Absatz bestehen. Die Grafikkarte besitzt keinen Kühlkörper, der Lüfter ist direkt auf den Grafikchip geklebt. Als ich den Rechner das erste Mal einschaltete dachte ich das kann nicht wahr sein, habe ich eine Geforce FX 5800 verbaut? Ich weiß nicht mit wie viel Umdrehungen pro Minute der Lüfter arbeitet, aber er ist so was von dermaßen laut das ich es kaum glauben kann. Um die Lautstärke zu verdeutlichen: Dagegen ist eine 9700 Pro oder Geforce 4200 sozusagen unhörbar und diese sind auch nicht gerade leise. Eine Möglichkeit die Geräuschkulisse genau zu messen habe ich nicht. Jedoch kann ich ganz gut abschätzen wie laut ein Geräusch in db ist. Den Lüfter schätze ich auf 55-60 db.

Nun dachte ich mir, ziehst Du das Stromkabel vom Lüfter der Grafikkarte ab und schließt dieses an eine 5V Leitung des Computers an. Normalerweise wird der Lüfter mit 12V betrieben und wenn man die Stromzufuhr reduziert dreht sich der Lüfter langsamer und sollte somit auch leiser werden. Das ganze wurde dann nicht wirklich leiser. Ich würde sagen die Lautstärke reduzierte sich von absolut unerträglich laut auf unerträglich laut.

Jetzt kommt das wirklich allerbeste. Mittlerweile hatte ich mich schon bis zur Weißglut geärgert und die „Faxen“ dicke. Also zog ich einfach das Stromkabel ganz ab so dass der Lüfter sich überhaupt nicht mehr dreht. Jetzt war es schön ruhig, aber ich rechnete damit dass die Karte stehen bleibt oder kaputt geht. Aber nein, sie lief auch ohne Lüfter über den ganzen Testzeitraum einwandfrei!


8. Fazit:
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Wenn die Sache mit dem Lüfter nicht gewesen wäre, hätte ich ja noch 3 oder eventuell 4 Sterne als Bewertung abgegeben. Aber wieso wird überhaupt ein Lüfter verbaut, wenn dies anscheinend gar nicht nötig ist? Und wenn man einen verbaut, dann bitte nicht einen von der billigsten Sorte. Ich krieg mich darüber gar nicht mehr ein, wie laut der war! Ich verstehe dies bei Highend Grafikkarten bei denen man unter Umständen akzeptieren muss, dass diese eben ab Werk lauter sind als andere. Aber bei einer Grafikkarte die gerade soeben flüssige Bilder in Direct X8 hervorbringt und eher als Office Karte gekauft wird, für mich absolut unverständlich. Bei dem „Baustellenlärm“ kann sich doch keiner konzentrieren. Ich brachte das Teil am nächsten Tag zurück und nahm für den Aufpreis von 15 Euro eine Radeon 9200 mit Passivkühlung, Bericht folgt morgen. 2 Sterne bekommt diese Grafikkarte von mir weil sie wenigstens funktioniert und ältere Spiele durchaus spielbar sind. Jedoch kann ich dieses „Propellerflugzeug“ unter gar keinen Umständen, für gar kein Einsatzgebiet und für gar niemanden empfehlen.

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