Sanitätsoffiziere in der Bundeswehr

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Was ist ein Sanitätsoffizier?

Das ist ganz einfach zu beantworten:

Der Status der Sanitätsoffiziere bei der Bundeswehr wurde am 10. Juli 1957 auf Grund einer Entscheidung des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages vom 11. April 1956 für Ärzte, Zahnärzte, Veterinäre sowie für Apotheker und Lebensmittelchemiker festgelegt.

Zunächst wurden Mediziner und Apotheker mit vorhandener Approbation in den Dienst in der Bundeswehr übernommen. Um den Bestand an Sanitätsoffizieren decken zu können, vergab die Bundeswehr einige Jahre Stipendien für ein Studium an zivilen Universitäten an zukünftige Sanitätsoffiziere. Später wurde die heutige Laufbahn der Sanitätsoffizieranwärter (SanOA) eingeführt, für die sich seit Anfang der 1990er-Jahre auch Frauen bewerben können. Nach erfolgreicher Teilnahme an einem Auswahlverfahren werden Sanitätsoffiziere als Soldaten auf Zeit in die Bundeswehr übernommen und absolvieren noch vor dem Studium die Allgemeine Grundausbildung bis hin zum Offizierlehrgang, einhergehend mit verschiedenen Truppenverwendungen. Von der Einberufung an bzw. bei bereits aktiven Antragstellern ab der Zulassung führen Sanitätoffiziersanwärter den Zusatz „SanOA“ zum jeweiligen Dienstgrad bis zum Zeitpunkt der Approbation. Für das Studium an einer zivilen Hochschule werden die Sanitätsoffizieranwärter vom Dienst freigestellt und erhalten in dieser Zeit finanzielle Unterstützung durch die Bundeswehr. Nach der Approbation werden SanOA seit Wegfall des AiP-Jahres direkt vom Leutnant (SanOA) zum Stabsarzt oder Stabsveterinär befördert und werden damit Sanitätsoffiziere. Die Beförderung zum Stabsapotheker setzt die Approbation zum Apotheker und eine staatliche Prüfung als Lebensmittelchemiker voraus.

Ein Großteil des Bedarfs an Sanitätsoffizieren wird heute aus der Laufbahn der Sanitätsoffizieranwärter gewonnen. Zudem können sich aber nach wie vor approbierte zivile Mediziner und Apotheker bei der Bundeswehr bewerben und werden bei Übernahme als Stabsarzt bzw. Stabsapotheker oder bei vorhandenen Voraussetzungen auch mit höherem Dienstgrad eingestellt. Dabei ist für Apotheker keine Prüfung in Lebensmittelchemie mehr erforderlich.

Insgesamt dienen in der Bundeswehr derzeit 3.150 Sanitätsoffiziere, davon
  • 2.400 als Ärzte,

  • 430 als Zahnärzte,

  • 240 als Apotheker 

  • 80 als Veterinäre

  • keiner als Spediteur, Museumswärter, Gutachter oder "Dr. hist."


Sanitätsoffiziere werden eingesetzt bei den Sanitätstruppen, in der wehrmedizinischen Forschung, in den bundeswehreigenen Instituten oder in den Bundeswehrkrankenhäusern. Sanitätsoffiziere der Bundeswehr dürfen nach einem Erlass vom 16. Dezember 1960 auch in Nebentätigkeit privat praktizieren, insofern dies die Wahrnehmung dienstlicher Aufgaben nicht gefährdet.

Durch die zunehmende Zahl der Auslandseinsätze, in denen neuartige gesundheitliche Gefahren drohen, hat sich das Spektrum der Aufgaben nochmals erweitert.

Eine Übersicht zu den Dienstgraden der Sanitätsoffiziere findet sich unter Dienstgrade der Sanitätsoffiziere bei der Bundeswehr.

Quelle: wikipedia.org/wiki/Sanitätsoffizier


Alles Gute bei der Ausbildung und im Beruf wünscht Euch Euer Dr. Päde.

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