Sanitätsoffizier in der BW? Nicht als Schweinemajor!

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Von Hochstaplern und Betrügern wird immer wieder behauptet, sie seien z.B. " Sanitätsoffizier" in der Bundeswehr. Dazu war schon zur Wissensvermittlung einiges klargestellt worden:  Offiziere im Sanitätswesen der Bundeswehr sind immer Arzt oder Apotheker!

Man sollte auf solche Schwindler also nicht hereinfallen, besonders dann, wenn sie ständig die angeblichen Berufe (ver) wechseln und weder ihre akademischen Grade noch sonstige Titel kennen.

Hier noch ein Hinweis zu einer eingeschränkten Offizierslaufbahn, die es im Sanitätswesen der Bundeswehr jedoch NICHT gibt!



Offizier des militärfachlichen Dienstes

" Offiziere des militärfachlichen Dienstes (OffzMilFD) der Bundeswehr sind Offiziere, die zuvor als Unteroffiziere gedient und sich auf Grund ihrer Leistung für eine weitere Förderung qualifiziert haben.

Die Laufbahn der Offiziere des Militärfachlichen Dienstes wurde am 28. August 1968 von der Bundesregierung beschlossen. Ziel war es, qualifizierten Unteroffizieren mit Portepee einen Aufstieg in Spezialistenfunktionen zu ermöglichen.

Voraussetzungen für die Auswahl zum Anwärter OffzMilFD sind das Bestehen eines Eignungs- und Verwendungsverfahrens und als Schulbildung mindestens die Mittlere Reife oder ein Hauptschulabschluss mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. In Einzelfällen kann fehlende Schulbildung an einer Bundeswehrfachschule nachgeholt werden. Bei Eignung durchläuft der Offizieranwärter eine dreijährige Ausbildung zum Offizier und wird anschließend mit der Beförderung zum Leutnant oder Leutnant zur See gleichzeitig zum Berufssoldaten übernommen.

Der höchste zu erreichende Dienstgrad ist im Heer und der Luftwaffe der Dienstgrad Stabshauptmann und in der Marine der Dienstgrad Stabskapitänleutnant. Jedes Jahr werden einzelne, besonders leistungsstarke OffzMilFD in die Laufbahn der Offiziere des Truppendienstes übernommen.

Die Einrichtung von Fachdienstoffizieren war innerhalb der Bundeswehr nicht unumstritten, da ein Auseinanderdriften des Offizierkorps befürchtet wurde. Trotzdem genießen Fachdienstoffiziere in der Truppe oft großes Ansehen, da sie sich aus der Mannschafts- und Unteroffizierslaufbahn hochgearbeitet haben und über mehr Erfahrung und Fachkenntnisse auf ihrem Teilgebiet verfügen als junge Truppenoffiziere."

wikipedia.org/wiki/Offizier_des_militärfachlichen_Dienstes


Hochstapler verwickeln sich in aller Regel irgendwann in ihre Lügenkonstrukte, denn zum Lügen braucht man viel Intelligenz und ein gutes Gedächtnis.


Den "Schweinemajor" gibt es im Sanitätsdienst nicht!


"Der Stabshauptmann (scherz- und boshaft: Schweinemajor) ist ein Offizierdienstgrad verschiedener Armeen und bezeichnet in Deutschland einen Soldaten im höchsten Offizierdienstgrad in der Laufbahn des militärfachlichen Dienstes bei der Bundeswehr. Bei der Deutschen Marine heißt dieser Dienstgrad Stabskapitänleutnant.

In der Laufbahn der Sanitätsoffiziere der Bundeswehr gibt es keinen vergleichbaren Dienstgrad.
"

wikipedia.org/wiki/Stabshauptmann


Alles Gute bei Ausbildung,Beruf und Selbstdarstellung wünscht Euch Euer Dr. Päde.

Ehrlich!



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