Sammeln und katalogisieren leicht gemacht – Software für Sammler vorgestellt

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Sammeln und katalogisieren leicht gemacht – Software für Sammler vorgestellt

Begriffserklärung: Software

Software ist ein Sammelbegriff für Programme, die ausgeführt werden können, und den dazugehörigen Daten. Mit ihrer Hilfe können Aufgaben erledigt werden, indem diese von einem Prozessor ausgewertet werden und auf diese Weise softwaregesteuerte Apparaturen in ihrer Arbeit beeinflussen. Durch das von einer Software gesteuerte Arbeitskonzept kann eine Hardware nach speziellen Vorgaben arbeiten. In der heutigen Zeit wird die Software nicht mehr nur von klassischen Computern verwendet, sondern auch von vielen anderen Systemen.

Begriffserklärung: Sammeln

Sammeln bezeichnet heute meist die systematische Suche, Beschaffung und Aufbewahrung von Objekten oder Informationen. In den westlichen entwickelten Staaten hat sich das Sammeln von einer eher materiellen zu einer ideellen Beschäftigung gewandelt. Institutionalisiertes Sammeln wird dadurch betrieben, dass von der öffentlichen Hand, Verbänden oder Stiftungen Sammlungen in Archiven, Museen und Bibliotheken angelegt werden. Der Mensch in den fortschrittlicheren Kulturen der westlichen Welt sammelt nicht mehr fürs Überleben, sondern in erster Linie für das persönliche Freizeitvergnügen. Den Objekten der Begierde sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Neben beliebten Fundstücken aus der Natur werden auf den ersten Blick komplett nutzlose Dinge gesammelt, wie Bierdeckel, der Inhalt von Ü-Eiern, Papierservietten aus Restaurants oder leere Zigarettenschachteln. Das Sammeln selbst steht hierbei absolut im Vordergrund.

Prinzipiell wird alles gesammelt, aus Platzgründen sind dies jedoch besonders handliche Gegenstände. Eine Kategorie der Sammler geht vorwiegend systematisch vor. Diese sammelt Dinge eines speziell eingegrenzten Bereichs, der eine Epoche, eine Gattung, eine Region oder eine Thematik sein kann, oder er möchte die Waren eines Produzenten möglichst vollständig besitzen. Daneben gibt es aber auch den weniger systematischen Sammler, der nur die Objekte sammelt, die ihm attraktiv erscheinen oder die in ihm bestimmte Erinnerungen hervorrufen. Vor allem wecken dabei äußerst seltene Gegenstände, sogenannte Raritäten, das größte Interesse bei den Sammlern. Dabei werden beliebte Sammelobjekte zum Teil bereits bei der Herstellung künstlich verknappt, was sich in den sogenannten Limited Editions, in den begrenzten Auflagen, niederschlägt.

Welche Sammelgebiete gibt es?

Neben den klassischen Sammelgebieten wie Briefmarken und Münzen gibt es noch viele weitere Bereiche, für die sich die Sammler interessieren. Um wenigstens einen Überblick zu erhalten, der allerdings keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, folgt eine Liste von weiteren möglichen Sammelgebieten:

  • Antiquitäten
  • Autogramme
  • Banknoten
  • Bierkrüge
  • Blechspielzeug
  • Bücher
  • DVD-Filme
  • DVD-Games
  • Fossilien
  • Fotos
  • Kameras und Objektive
  • Kunst
  • Messer
  • Mineralien
  • Modellautos
  • Modellbahnen
  • Musikinstrumente
  • Plüschtiere
  • Porzellan
  • Puppen
  • Schallplatten
  • Schmuck
  • Schuhe
  • Telefone
  • Telefonkarten
  • Uhren
  • Waffen
  • Wein.

Den Sammler macht die Beschäftigung mit den Objekten seiner Leidenschaft oder allein schon ihre Betrachtung glücklich. Zahlreiche Menschen sehen darin einen entspannenden Ausgleich zum Stress des Arbeitsalltags und finden gleichzeitig Impulse zur eigenen Weiterbildung, weil er sich im Normalfall mit den geografischen, geschichtlichen und kunsthistorischen Gesichtspunkten beschäftigt. Darüber hinaus fördert die Kommunikation mit Gleichgesinnten das soziale Leben. Ein begeisterter Sammler wird sich immer gerne austauschen. Sammler-Software hilft bei der Katalogisierung, geschichtlichen Einordnung und bei der Wertbestimmung der einzelnen Stücke.

Das Katalogisieren und geschichtliche Einordnung einer Sammlung

Traditionell sind in einem Katalog vor allem Bücher verzeichnet. Der Katalog einer Bibliothek ist ein Verzeichnis von Publikationen oder Sammlungen in einer Bibliothek. Hierbei werden die Kataloge, die nach Verfassern und Elementen des Titels geordnet sind, gegenüber alphabetisch geordneten Katalogen unterschieden. Daneben gibt es in Bibliotheken nach Schlagwörtern geordnete Sachkataloge oder systematisch gegliederte und den die Aufstellung der Bücher dokumentierenden Standortkatalog. Alle im Bibliothekswesen üblichen Katalogformen wurden mit dem Aufkommen des digitalen Zeitalters in elektronische Formen überführt. Anfangs wurden die althergebrachten Zettelkataloge in Mikroformen angelegt.

Mit einer modernen Sammler-Software kann der Anwender alle Sammlungsgegenstände mit Beschreibung erfassen, Schlagworte vergeben, Hersteller- und Zustandsangaben einfügen, Kaufpreis- und -datum und viele weiteren Informationen eingeben. Darüber hinaus kann der Sammler Fotos seiner Objekte in allen gängigen Formaten hinzugeben. Darüber hinaus gibt es heutzutage die Möglichkeit, Dokumente und sogar Sprachaufzeichnungen und Videos seinem Katalog hinzuzufügen. Mithilfe einer solchen Katalogisierung kann der Sammler seine Wunsch- oder Suchliste auf dem neuesten Stand halten.

Wertbestimmung am Beispiel Münzsammlung

Münzen können beispielsweise neben einem Kurswert auch einen meist weit höheren ideellen Wert ausweisen. Anfangs ist der Sammlerwert wie bei den meisten Gegenständen abhängig von Angebot und Nachfrage, das maßgeblich von der Höhe der Auflage der Münze beeinflusst wird. Die Nachfrage nach einer Münze ist abhängig vom Interesse aller anderen Sammler und von der Attraktivität des Sammelgebiets. Ferner üben Kursschwankungen, aktuelle politische Ereignisse, Veränderung des Geschmacks, Naturkatastrophen und ähnliche Effekte einen bestimmten Einfluss auf die Nachfrage der Münze aus. Bei Sammlern sind die Einzelexemplare besonders beliebt, wenn diese außerordentlich selten und daher auch besonders stark nachgefragt sind und dementsprechend hohe Preise erzielen.

Freie Software für Sammler im Internet

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die frei im Internet abrufbare Software für Sammler ganz allgemein bei der Archivierung hilft. Diese Programme sind in der Lage, umfangreiche Bestände zu ordnen und auch den leidenschaftlichsten Sammlern beim Überblick über ihre Kompendien zu helfen. Dabei ist es gleichgültig, um welche Gegenstände – Restaurantservietten, Münzen oder Briefmarken - es sich handelt. Die Benutzeroberfläche des Anwenders lässt sich an die individuellen Bedürfnisse anpassen. Dabei versieht der Sammler, der seine Bestände mithilfe der Software archivieren möchte, die übersichtlichen Formularfelder in den Eingabemasken für jedes einzelne Sammlerstück mit allen relevanten Informationen. Fotos können ebenfalls gemäß den eigenen Ansprüchen in die verschiedenen Dateiformate importiert werden. Die Formularblätter einer derartigen Software enthalten beispielsweise Eingabemöglichkeiten zum Preis, Kaufdatum oder Grad des Zustands. Die Informationen lassen sich vom User beliebig erweitern und umbenennen. Eine Beispiel für eine freie Software (shareware oder freeware) ist das Produkt „Jäger und Sammler“, die eine umfassende und einfach zu bedienende Sammlungsverwaltung darstellt und die sich auf die persönlichen Bedürfnisse und das Sammelgebiet des Anwenders anpassen lässt.

Briefmarkenspezialist MICHEL bietet auch Software für andere Sammelgebiete

Hervorgegangen ist die Software des Briefmarkenspezialisten MICHEL aus den Katalogen des renommierten Verlags aus Unterschleißheim. Diese Kataloge gehören zu den meist verbreiteten des deutschsprachigen Gebietes. Briefmarkensammler schätzen sie als Standardwerke und sie werden aufgrund ihrer großen Detailgenauigkeit selbst im fremdsprachigen Ausland sehr geschätzt. MICHEL-Kataloge werden nicht für den Sektor Briefmarken angeboten, sondern sie sind auch für die Kategorien Münzen, Stempel, Telefonkarten und Postkarten erhältlich. Die modernen MICHEL-Kataloge sind aus den umfangreichen Preislisten und Katalogen des 1906 gegründeten Briefmarkenhandel Hugo Michel in Apolda hervorgegangen. Der MICHEL erscheint seit 1919 als eigenständiges Katalogwerk im Leipziger Schwaneberger Verlag. Der heutige Firmensitz ist in Unterschleißheim bei München. Die Anzahl der Katalog-Bände ist im Zuge der Jahrzehnte entsprechend der global steigenden Briefmarkenproduktion und durch das Hinzunehmen weiterer Themengebiete ständig gestiegen.

In den MICHEL-Katalogen werden die von sämtlichen staatlichen Stellen ausgegebenen Briefmarken aller Staaten der Welt dargestellt. Dabei werden auch Postwertzeichen aufgeführt, die von Ländern oder Regionsverwaltungen ausgegeben wurden oder werden, die nicht offiziell anerkannt worden sind. Briefmarken privater Dienste werden in speziellen Katalogen gelistet. Der Verlag veröffentlicht zur Ergänzung der Kataloge monatlich die Hauspostille „MICHEL-Rundschau“. Die präsentiert Neuerscheinungen und informiert über die Änderungen von Bewertungskriterien früherer Briefmarkenausgaben. Unter dem Label „MICHELsoft“ werden Fakten zu den verschiedensten Sammelgebieten auch in Form eines Software-Kataloges auf CD oder DVD angeboten. Ebenfalls wird seit 2003 ein kostenpflichtiger „Online-Briefmarkenkatalog“ mit mittlerweile fast allen der etwa 638.000 Briefmarken der ganzen Welt angeboten.

Marktführer MICHEL bei der Sammler-Software

Was eine Sammler-Software bietet, kann an der Briefmarkensoftware von MICHEL beispielhaft demonstriert werden. Denn, ob es sich bei den Sammelobjekten schlussendlich um Postwertzeichen oder Bierdeckel handelt, spielt bei der Wertbestimmung oder der Archivierung keine entscheidende Rolle. Mit der Software des Marktführers, der MICHELsoft, lassen sich Briefmarken bequem verwalten. Dieses komfortable Produkt stellt dem Briefmarkensammler eine optisch ansprechend gestaltete Oberfläche in einem modernen Design zur Verfügung. Diese eröffnet den Vorteil, dass sie sehr übersichtlich strukturiert und mit vielen unterstützenden Features ausgestattet ist. MICHELsoft ordnet streng nach Sammelgebieten. Die Software liefert wesentlichen Informationen wie MICHEL-Nummer, Jahrgang, Kurzbezeichnung und Preisfestlegungen aus den MICHEL-Katalogen. Dazu gibt es zahlreiche weitere Datenfelder, die die Eingabe von Fakten wie das betreffende Album, das Motiv, den Ausgabeanlass, die Zuordnungsnummer und einen Kommentar gestatten. MICHELsoft erlaubt auch das Anfügen beliebig vieler Fakten zu den Briefmarken. Zu den standardisierten Preisspalten können auch weitere für eigene Zwecke per Klick angelegt werden. Das Anlegen eigener Bilddaten wird ebenfalls ermöglicht. Daneben lassen sich alle Informationen auch schnell und zuverlässig in vielen möglichen Listen, je nach Wunsch mit oder ohne Abbildungen, ausdrucken. Umso größer der Aufwand ist, den der Sammler betreiben möchte, umso mehr kann er neuere oder ältere Software hinzufügen und einsetzen, was sich selbstverständlich im Preis niederschlägt.

Sammler-Software von anderen Anbietern

Sammler-Software für ganz unterschiedliche Sammelbereiche ist auch bei anderen Anbietern auf eBay erhältlich. Beispielsweise von:

  • GS Sammlersoftware.de
  • Die Sammlersoftware der Ntex Publishing GmbH & Co.
  • Die Sammlerscout Software.

Der Sammler, gleich ob er Modellbahnen, Autogramme oder Mineralien sammelt, verwendet heutzutage in der Regel eine Software zur Archivierung und Verwaltung seiner Bestände.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden