Sammelkarten leichtgemacht ( SKS TCG )

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Verfasst: 29.12.2005, Version 1.0, Dragonlord Games

Einleitung und Vorwort

Sammelkartenspiele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und die Zahl der Spieler und Sammler nimmt jedes Jahr zu. Es gibt unzählige Systeme, durch die man ersteinmal durchsteigen muss, wenn es darum geht die heiss ersehnten Karten zu kaufen und nicht sein letztes Hemd zu geben, denn manche der Pappkärtchen erreichen stattliche Preise und sind eine regelrechte Geldanlage. Damit der Einkauf und die Auswahl der richtigen Angebote leichter fällt, habe ich versucht, einen kleinen Leitfaden aufzustellen. Ich hoffe er ist bei dem ein oder andren Schnäppchen nützlich und verhilft zum noch fehldenden Goldstück in der Sammlung. In allen folgenden Abschnitten habe ich teilweise Erläuterungen und Slangwörter eingefügt, die hilfreich beim verstehen der verschiedenen Auktionstexte und Beschreibungen ist.

Zustand der Karten

Bei Sammelkarten ist es wichtig, dass die Karten sich in einem entsprechend gepflegten Zustand befinden, damit sie ihren vollen Wert behalten. Kratzer, Knicke und Risse senken den Wert drastisch in Richtung Klopapier. Aber auch schon beanspruchte Oberflächen, Druckstellen, Wölbungen und leichte Stösse beeinflussen den Wert. Damit der Wert der teuren Kärtchen erhalten bleibt, müht sich ein ganzer Zweig der Spieleindustrie ab, uns Schutzuntensilien wie Einzelhüllen, Hartcases (kleine Plastikboxen), Toploader (Harte Hülle), Deckboxen, Ordnern und vielem mehr zu versorgen. Eine kleine Investition zum Werterhalt lohnt. Hüllen kosten nicht die Welt und sind meistens weitaus günstiger als der Wertverfall von beschädigten Karten.
Um den Zustand einer Karte mit einem kurzen Begriff bestimmen zu können, gibt es wiederum ein paar Slangbegriffe, die man sich einprägen sollte:

Mint - Die Karte ist wie neu, keine Fehler (Manche achten hier sogar auf Druckbild und Zentrierung, bei ablsolut perfektem Zustand sprechen manche von "GemMint")

NearMint - Die Karte ist wie neu, nur unmerkliche Makel

Excellent - Die Karte ist in gutem Zustand, hat aber kleines Makel

Played - Die Karte ist Bespielt, man erkennt dies durch einfaches Hinsehen.

Good - Die Karte hat Makel, ist aber noch annehmbar

Poor - Die Karte ist in Limo eingeweicht, angerissen, geknickt, überfahren, bemalt, gelocht, gepinnt, geklebt, gespalten oder sontwie in Müll verwandelt und dadurch auch meist nicht mehr Turnierlegal, sprich (fast) Wertlos.

Anmerkung: Diese Einteilung ist Geschmackssache, viele versuchen die Genauigkeit noch mit + oder - zu verbessern (z.B. NearMint+ zeigt eine Karte an die eben fast Mint ist.) Einige Sammler verwenden Poor und Good überhaupt nicht usw. Hier bleibt einem dann nur das Bild (Abbildung in der Auktion), dass man von der Karte anschauen kann. Ich rate aber vom Kauf von Karten in schlechterem Zustand als Played ab.

Wertbestimmung - wie kommt der Wert zustande und was beinflusst ihn ?

Der Wert einer Sammelkarte setzt sich aus vielen Faktoren zusammen, die ich hier kurz anreissen möchte. Dann kann sich der werte Leser selbst den ein oder andren Schluss daraus ziehen:
Seltenheit - Hier spielt einmal die Seltenheitsstufe ( Rarity, nächster Abschnitt ) eine Rolle, aber auch die Schwierigkeit der Beschaffung.*
Zustand - Wie oben besprochen
Edition - Viele Karten werden in verschiedenen Versionen "nachgedruckt" ältere sind im Regelfall wertvoller, Erstauflagen deutlich
Legalität - Ist die Karte Turnierlegal ?
Spielbar - Wird die Karte auf Turnieren gespielt oder war sogar in einem hoch platzierten Deck ? Gut
spielbare Karten nennt man auch "Spoiler"

Speziell bei Auktionen:
Vertrauenswürdigkeit des Anbieters - Bewertungen sprechen da Bände
Sonstige Kosten - Porto ? Verpackung ?

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollzähligkeit. Regionale Unterschiede gibt es auch bei Sammelkarten, ausserdem gilt auch hier das "Prinzip von Angebot und Nachfrage"

Seltenheit

Sammelkarten gibt es normalerweise in verschiedenen Seltenheitsstufen (rarity). Im Normalfall sind weniger seltene Karten auch entsprechend weniger Wert als seltene Karten, aber auch hier gibt es Ausnahmen, die ja bekanntlich die Regel bestätigen. Hier wird auf folgende Sammelkartenspiele ( Trading Card Games ) eingegangen, viele der genannten Informationen lassen sich aber auch auf andere Sammelkartenspiele umlegen. Magic the Gathering, Yu-Gi-Oh!, weitere folgen

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Magic the Gathering: Magic kommt mit 3 Stufen aus: gewöhnlich (common) - ungewöhnlich (uncommon) - selten (rare)

Wie erkenne ich die Seltenheit: Bei Magic ist es seit dem Set "Exodus" (Brückensymbol) so, dass das Seriensymbol der Karte (unter dem Bild rechts) ensprechend eingefärbt ist, in Schwarz (common), Silber (uncommon) und Gold (rare). Die Serien davor sind nur anhand einer guten Liste auseinander zu halten. Als Referenz dienen hier Sammlermagazine (Inquest, Scrye und in Deutsch das Kartefakt) oder auch Internetdatenbanken. (Link leider nicht erlaubt. Magiccards.info)

Limitiert oder unlimitiert ?: Magic Karten existieren mit weissem und schwarzem Aussenrand. Ein schwarzer Rand ist ein Hinweis darauf dass die Karte nur limitiert (auf eine bestimmte Auflage festgelegt) gedruckt wurde. Solche Ausführungen sind normalerweise mehr Wert, als Ihre Weissrand-Pendants.

Besonderheiten: Alle Karten seit Urzas Legacy existieren zusätzlich im Premiumdruck. Diese Foilkarten oder auch Foils und "Glitzerkarten" genannten und auf spezieller Folie gedruckten Ausführungen der jeweiligen Karte haben /bisher) immer einen schwarzen Rand (sind somit limitiert)

Sonderdrucke, Promos und Fehldrucke: Es existieren bei Magic eine nicht unbeachtliche Anzahl an Sonderdrucken und Promos, die sich von normalen Karten durch ein besonderes Seriensymbol oder einen Datumsaufdruck unterscheiden oder sogar eine existierende Karte mit neuem Bild ( Artwork ) sind. Hier sollen nur ein paar Schlagwörter genannt sein ( Nach denen man auch prima in Ebay suchen kann ;D ): Prerelease, FNM, DCI Promos, Judge Foils, Book Promos. Hierauf noch näher einzugehen würde den Rahmen dieses Ratgebers ersteinmal sprengen.

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Yu-Gi-Oh! hat 4 grundlegende Seltenheitsstufen: gewöhnlich (common) - selten (rare) - super selten ( superrare) - ultra selten ( ultrarare ) 

Wie erkenne ich die Seltenheit: Die gewöhnlichen Karten haben schwarze oder weisse Namen, die seltenen Karten haben silberne Schrift, die super seltenen haben schwarze oder weisse Schrift und einen Holoeffekt im Bild, die ultraseltenen haben Goldschrift + Holoeffekt. Als Referenz dienen auch hier Sammlermagazine (Inquest, Scrye und in Deutsch das Kartefakt) oder auch Internetdatenbanken. (Link leider nicht erlaubt. etcg.de)

Limitiert oder unlimitiert ?: Bei den "Yugi-Karten" unterscheidet man hier einfach nur zwischen "1te Edition" mit Goldhologramm in der unteren rechten Ecke und "unlimitiert" mit Silberhologramm. (Wenn gar kein Hologramm vorhanden ist, oder die eben genannten Hologramme nicht übereinstimmen, handelt es sich um eine Fälschung.)

Aus welcher Edition ist meine Karte?: Darüber gibt der Code unten rechts unter dem Bild aufschluss. Dieser kürzt den Seriennamen ab und ist durch eine Dreistellige Kartennummer vervollständigt. (z.B. DB1-014 ist die 14te Karte aus dem Set "Dark Beginning 1".

Besonderheiten: Seit "Soul of the Duelist" sind die sogenannten "Secret Rares" aus den Editionen verschwunden und durch "Ultimate Rares" ersetzt. Diese Ultimate Rares sind vergleichbar mit den Foilkarten bei Magic, haben alle Eigenschaften einer Ultrarare plus zusätzliche Holoeffekte beim Symbol oben rechts und eventuell vorhandenen Levelsternen. Sonderdrucke, Promos: Es existieren bei YuGiOh! eine nicht unbeachtliche Anzahl an Sonderdrucken und Promos, die sich von normalen Karten durch ein besonderes Seriensymbol (sprich Kennummer unter dem Bild)  oder einen Sonderdruck (z.B. Parallel-Rare) unterscheiden. Ausserdem kommen regelmässig Karten zusätzlich zu den Videospielen heraus, die teilweise auch einen Blick wert sind.

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Soviel ersteinmal dazu, mehr kommt noch, wir würden uns freuen, wenn dieser Artikel Ihnen hilft.

Gruß, Das Dragonlord Games Team

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