Sachmängelhaftung

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Bei den meisten, als privat gekennzeichneten Verkäufern findet man die übliche Disclaimer, die auf den Ausschluß der gesetzlichen Gewährleistung abzielen.
Dabei vergessen viele, dass damit nicht die sog. Sachmängelhaftung ausgeschlossen werden kann. Da der Verkäufer die Verantwortung für die Beschreibung seiner Ware trägt, haftet er für den Zustand.
Sachmangel heißt, dass der Artikel nicht in dem Zustand ist, der beschrieben wurde. Sogar ein defektes Gerät, über dessen Zustand nichts geschrieben wurde, kann als mangelhaft gerügt werden, auch wenn es in der Rubrik "für Bastler" eingestellt war.
Wenn man einen solchen Sachmangel feststellt, sollte man dem Käufer mit einem eBay-Mail eine "Mängelrüge" mit genauer Beschreibung des Fehlers schicken. Den voreingestellten Text im der Überschrift " Mitteilung eines ....." kann man in "Mängelrüge zum Artikel Nr. ..." ändern.
Der Käufer hat lt. BGB das Recht auf eine Nachbesserung (mangelfreien Artikel nachliefern),  eine sog. Wandlung* (volle Rückerstattung) oder eine Minderung (Teil-Erstattung), falls die Ware evtl. eingeschränkt tauglich ist (z.B. eine Festplatte hat statt der angegebenen 80 GB nur 40). *Die Wandlung kann erst nach einer angemessenen Frist  oder nach vergeblicher Nachbesserung erfolgen.
Mit einer sachlichen Mängelrüge und einer Bitte um Lösungsvorschlag erreicht man meistens sein Ziel. Merkt der Verkäufer, dass er es hier mit einem Käufer zu tun hat, der seine gesetzlichen Rechte kennt (und ggf. bereit ist, sie auch durchzusetzen) wird er eher einlenken als wenn man als "Unwissender" auftritt, den man ignorieren kann.
Und zu guter Letzt entsteht trotz der Panne mit der Ware wieder ein guter Kontakt inkl. zwei ehrlicher, Positiv-Bewertungen
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