SYNQ – PCM1 Media Controller

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Salection - November 08

Belgien schickt über SYNQ ein 19“ Gerät ins große Controller-Rennen. Besonderheit ist, neben einer eingebauten 6-Kanal Soundkarte ein kleiner, integrierter Mixer.

 


Racktaugliche Geräte sind besonders bei der Zielgruppe der Mobil-DJ gefragt. Und wer mobil sein will, mag auch nur das Nötigste von A nach B befördern. Insofern dürfte der PCM1, als kompakter Controller, ein interessanter Kandidat sein. Neben den controllertypischen Elementen, die auch hier vom klassischen 19″ Doppel CD-Player Layout inspiriert sind, verfügt das Gerät über eine ASIO-Soundkarte mit drei getrennten Stereoausgängen. Die beiden Hauptausgänge sind als Cinch ausgelegt, ein dritter als Kopfhöreranschluss mit 6,35mm Klinke. Somit kann man den PCM entweder mit zwei Ausgängen und einem externen Mixer einsetzen oder direkt mit dem Mastersignal an die Anlage gehen. Zur Ausstattung gehören noch Anschlüsse für den Fader Start und für ein externes Netzteil.

Verarbeitet ist der RPM recht solide. Das Gehäuse ist aus Metal, Fader, Buttons, Knöpfe sowie die Frontplatte sind aus Kunststoff in “Metallic-Style”. Auf der zur Verfügung stehenden Fläche wurden jede Menge Elemente untergebracht. Die Übersichtlichkeit ist gegeben, Grobmotoriker könnten aber leicht in Schwierigkeiten kommen.

Zwischen den zwei Decksektionen liegt ein kleiner Mixer mit Crossfader, zwei 70mm langen Kanalfadern und Reglern für einen 3-Band EQ pro Kanal. Zu guter Letzt gibt es noch einen Track Select Knopf und zwei Buttons um die angewählten Songs ins Deck zu laden. In der Praxis benötigt man zur Bedienung von EQ und Track Select sicher spitze Finger.

Die Decksektionen sind weitgehend identisch. Dominiert werden die insgesamt 34 Bedienelemente eines Decks (die mittels Shift auch doppelt belegt werden können) von einem, für mehrere Funktionen verwendbaren, Jogwheel. Dieses ist aber schon durch die 19″ Vorgabe nicht mit dem eines VCI100 vergleichbar. Effektsteuerung, Loops und Cue sind jeweils in einer eignen Sektion zusammengefasst, bei den Effekten und der Auto-Loop Länge gibt eine simple LED-Kette Auskünfte über den Status. Ein Display sucht man am PCM1 vergebens, nötig ist das auch nicht, da man in der angesteuerten Software alle Informationen finden dürfte. Eine Spiegelung der Decks hätte ich vorteilhafter gefunden, denn so wäre der Pitchregler des linken Decks auch außen und nicht direkt neben dem Linefader.

Gewöhnungsbedürftig sind die Regler für den Master-Out und CUE-Mix bzw. CUE-Volume. Während man ersten nicht so oft anfasst, sind letztere für mich essentiell. Die verbauten Puppenstubenpotis sind, mit den Eigenschaften klein und schwergängig, alles andere als schön. Hier würde ich mir normal große Drehregler wünschen.
Ausgeliefert wird der dafür maßgeschneiderte PCM1 mit der House Edition (voller Funktionsumfang, ausser Vinyl Tracking System) von Deckadance. Diese DJ-Software, die aus demselben Haus wie Fruity Loops kommt, zählt zu denen, die man eher selten sieht. Eigentlich schwer nachvollziehbar, den an Features (Effekte, CUE und Loops, Relooper Editoren, Sampler, VST-Fähigkeit) wird mehr geboten als bei manchem etablierten Mitbewerber. Deckadance kann als Standalone-Programm oder VST-Plugin eingesetzt werden. Die Software läuft auf Windows- und Mac-Rechnern und gibt MP3-, WAV- und OGG-Dateien wieder. Der PCM1 ist voll USB MIDI kompatibel und dadurch auch mit jeder MIDI-fähigen DJ-Software verwendbar.

Preislich liegt der PCM1 inklusive Software bei 349 Euro und ist damit eine Empfehlung für Leute die eine leicht verständliche und ultrakompakte All-In-One Lösung suchen.

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