SH9 Motor Kompression prüfen testen

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Anleitung zum Kompressionstest

Einleitende Arbeiten:

  • Motor laufen lassen bis Betriebstemperatur erreicht ist.
  • Stoppen Sie den Motor, lösen Sie die Zündkerzenstecker und Säubern Sie das Innere des Steckers.
  • Entfernen Sie alle Zündkerzenstecker und Dichtungen.
  • Stellen Sie die Vergaserdrosselklappe auf max. Öffnung ein.
  • Erden Sie die Zündspule und schalten Sie den Zündungsschalter ein.

Kompressionstest:

  • Schließen (nicht mit Gewalt anziehen!) Sie die Kompressionsprüfvorrichtung an die Zündkerzenöffnung an oder drücken Sie die Vorrichtung auf die Öffnung.
  • Motor starten bis der Druck die Arbeitshöhe erreicht hat; meistens sind 3 bis 4 Wiederholungen ausreichend.
  • Nehmen Sie einen Messwert und notieren Sie ihn.
  • Entfernen Sie die Prüfvorrichtung von der Zündkerzenöffnung und Fahren Sie am nächsten Zylinder fort.
  • Messwerte für die Zylinder notieren.

Spezifikationen:

  •  Es ist wichtig, dass alle Zylinder den gleichen Kompressionsdruck aufweisen.
  • Bei hohen Kompressionsmaschinen (150 PSI und höher) sollte sich der Druck nicht mehr als 15 PSI vom höchsten zum niedrigsten Zylinder verändern.
  • Bei niedrigen Kompressionsmaschinen (unter 150 PSI) sollte sich der Druck nicht mehr als 10 PSI vom höchsten zum niedrigsten Zylinder verändern.
  • Die Kompressionsmesswerte sind unausgeglichen, wenn die Werte von ein oder zwei Zylindern beträchtlich höher oder niedriger sind als die der Anderen.

Ursachen der Unausgeglichenheit / des Kompressionsverlustes:

Niedrige Zylinderkompression wird verursacht durch:

  • Defekte Zylinderkopfdichtung
    Zylinder - Aussenwand: Kompression in einem Zylinder ist niederig. Ein explosiver Ton ist wahrnehmbar, wenn der Motor gestartet wird.
    Zylinder - Zylinder: Kompression ist in zwei angrenzenden Zylindern niedrig.
    In beiden Fällen kann Kühlwasser in die Zylinder oder in das Kurbelwellengehäuse eindringen. Dies erkennen Sie an starker weisser Rauchentwicklung (Abgas) welche vom Wasserdampf herrührt, sowie an Wasser im Öl.
    Achten Sie beim Tausch der defekten Zylinderkopfdichtung unbedingt auf plane Flächen an Kurbelgehäuse sowie Zylinderkopf sowie die entsprechenden Herstellervorgaben für das Ersetzen und Anziehen der Kopfschrauben.
  • Beschädigung / Verschleiss der Ventilsitzringe. In einigen Fällen können Ventilsitzringe mit speziellen Werkzeugen nachbearbeitet werden. Ist dies nicht möglich, muss ein Austausch vorgenommen werden.
    Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch, dass bei defekten Ventilsitzen in den aller meisten Fällen auch die Ventilschaftdichtungen ersetzt werden müssen.
  • Beschädigung / Verschleiss der Kolbenringe. Starker Benzingeruch im Öl deutet auf verschlissene Kolbenringe hin. Diese können mit entsprechendem Werkzeug ausgetauscht werden, wobei u.U. die Zylinderlauffläche nachbearbeitet (gehont) werden muss.
  • Zu hohen Öldruck in Verbindung mit Hydrostösseln (Automatischer Ventilspielausgleich).
    Durch den zu hohen Öldruck werden die Ventile, durch die sich ausdehnenden Hydrostössel, länger/ständig geöffnet. Dies kann sich in Leistungsverlust und Kaltstartproblemen selten auch bis hin zum Totalausfall des Motors äußern. Ursachen für den zu hohen Öldruck können u.A. ein defektes Überdruckventil der Ölpumpe oder die Verwendung eines falschen (zu dicken) Öles sein.

Zu hohe Zylinderkompression wird verursacht durch:

  •  Rückstände / Ablagerungen (z.B. Ölkohle) im Zylinder.

 

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