Russisches Papiergeld für Sammler

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Russisches Papiergeld für Sammler

Russisches Papiergeld bietet wie die Münzen ein umfangreiches Sammelgebiet mit spannendem geschichtlichen Hintergrund. Ob Zarenzeit, Besatzungszeit, UDSSR oder Neuzeit, Geldscheine aus Russland haben einiges zu erzählen. Hier erhalten Sie einen ersten Überblick über die unterschiedlichen Epochen sowie seltene Banknoten aus Russland.

  

Die Einführung der Papier Rubel – die ersten russischen Geldscheine

Schon Zarin Katharina II gründete 1768 eine Notenbank und brachte erstes Papiergeld heraus. Seit dem 19. Jahrhundert gehörte der Zaristische Rubel in Russland zu den gängigen Zahlungsmitteln. Eine für Sammler besonders interessante Banknote ist der 3-Rubel-Schein. Er ist von Beginn an bei den russischen Geldscheinen mit dabei und hat sich bis in die 1990er Jahre hinein gehalten. Das ist für Banknoten mit solch einem ungewöhnlichen Geldwert äußerst selten. Nach der russischen Oktoberrevolution mit dem Sturz des Zaren und der Machtübernahme durch die Bolschewiki im November 1917 wurde das Papiergeld in Russland abgeschafft. An seine Stelle traten die sogenannte Sowsnak, eine Art Solawechsel. Das heißt, der Aussteller dieses Wechsels gilt gleichzeitig als Hauptschuldner. Diese Sowsnaki waren bis 1924 im Umlauf. Eine interessante Zeit für Geldscheinsammler ist die Zeit von 1921 bis 1924. Denn da die Nationalbank ab 1921 zur Bekämpfung der immens hohen Inflation wieder damit begann, Münzen und Papiergeld auszugeben, waren die Sowsnakis bis zu ihrer Einstellung 1924 eine russische Doppelwährung.

 

Die neuen Rubel der Sowjetunion – Papiergeld in 7 Auflagen

Die Zeit des Neuen Russischen Rubels während des Bestehens der UdSSR war geprägt von zahlreichen Währungsreformen, um die laufende Inflation abzubremsen. Insgesamt gibt es daher 6 unterschiedliche Geldscheinserien. Sie sind als 1. bis 6. Sowjetischer Rubel bekannt und bilden eines der Hauptsammelgebiete für Münz- und Geldscheinliebhaber. Besonders erwähnenswert ist hierbei der Vierte Sowjetische Rubel von 1924, auch Goldrubel genannt. In dieser Zeit gab es nur Geldscheine bis maximal 10 Rubel in Papiergeld. Alles darüber wurde in Goldmünzen, den Tschernowerz, ausgezahlt.

 

Papiergeld der sowjetischen Besatzungszone – Sammlerstücke aus Deutschland

Mit zu den russischen Banknoten gehört in jedem Fall auch das Papiergeld aus der Sowjetischen Besatzungszone. Während die West-Alliierten 1948 eine Währungsreform durchführten, um die brachliegende deutsche Wirtschaft anzukurbeln, ging die UdSSR eigene Wege. Sie führten eine unabhängige Währungsreform durch, druckten aber die erste Zeit dafür kein neues Geld. Stattdessen bekamen die bestehenden Bestände der Reichsmark Wertmarken aufgeklebt. Dieses Geld erhielt von der Bevölkerung abfällige Spitznamen wie „Coupon-Geld“, „Klebegeld“ oder „Tapetenmark“. Heute sind diese Geldscheine begehrte Sammlerstücke.

 

Der Rubel der Russischen Föderation – Geldscheine der Neuzeit

1991 brach die Sowjetunion zusammen und die Russische Föderation wurde gegründet. Eine erneute Währungsreform brachte Russland den derzeit gültigen russischen Rubel sowie den Weißrussischen und den Transnistrischen Rubel. Wobei Transnistrien nicht international anerkannt ist.

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