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Rundzellen oder Akku-Pack – die Energieversorgung von Foto- und Filmkameras

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Rundzellen oder Akku-Pack – die Energieversorgung von Foto- und Filmkameras
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Rundzellen oder Akku-Pack – die Energieversorgung von Foto- und Filmkameras

Rundzellen oder Akkupack – je nach Kameramodell befinden sich verschiedene Batterietypen in den Produkten, um sie mit Energie zu versorgen. Und irgendwann muss jeder Kamerabesitzer die Energieversorger austauschen. Entweder machen sie nach einer langen Zeit in Benutzung schlapp oder man möchte im Urlaub auf Nummer sicher gehen und zusätzliche Batterien oder Akkus anschaffen. Doch welche Produkte sind für Ihre Kamera besser geeignet?

Was sind Rundzellen?

Als Rundzellen werden herkömmliche Alkali-Batterien bezeichnet, die in Geräten eingesetzt werden und daher auch den Namen „Gerätebatterie" tragen. Die korrekte Bezeichnung von Alkali-Batterien lautet „Alkali-Mangan-Zelle". Die Produkte befinden sich zum Beispiel in Uhren, Taschenlampen, Radios, Rauchmeldern oder eben Kameras. Sie sind weit verbreitet und können häufig sogar in Supermärkten gekauft werden.

Gerätebatterien müssen so robust sein, dass sie bei normaler Benutzung und Lagerung im Gerät weder auslaufen noch ausgasen. Daher sind sie von einem Metallgehäuse umgeben, das sie schützt.

Wenn Sie schon einmal eine Batterie aus einem Gerät entfernt haben und sich an dieser eine weiße kristalline Ablagerung befand, ist die Batterie ausgelaufen. Selbst der robuste Metallmantel kann beschädigt werden, wenn das in der Batterie befindliche Kaliumhydroxid ausläuft, denn es korrodiert dann mit metallischen Bestandteilen wie Leiterbahnen und Kontakten.

Wiederaufladbare Alkali-Batterien

Neben herkömmlichen Alkali-Batterien, die nach dem Entladen entsorgt werden müssen, gibt es wiederaufladbare Produkte. Mit einem entsprechenden Ladegerät können sie je nach Modell 50 bis 500 Mal aufgeladen werden. Damit dies gelingt, dürfen die Batterien nicht zu tief entladen werden.

Alkali-Batterien für Kameras

Alkali-Batterien sind überwiegend für Niedrigstrom-Anwendungen, zum Beispiel in Fernbedienungen oder Uhren, gedacht. Für Hochstromanwendungen wie zum Beispiel Digital- und Filmkameras sind sie eher weniger geeignet.

Viele alte Kameramodelle funktionieren dagegen noch mit Alkali-Batterien. Ein Beispiel sind Produkte der Canon A-Serie wie die A620. In diese passen vier Rundzellen hinein und versorgen die Digitalkamera mit Strom. Die A620 kam vor über sieben Jahren auf den Markt, mittlerweile hat sich in der Welt der Digitalkameras und Filmkameras einiges getan. Kaum ein Produkt muss noch mit Alkali-Batterien versorgt werden, stattdessen setzen sämtliche Hersteller auf Akkus.

Akkus für Kameras

In der Welt der Digital- und Filmkameras geht nichts mehr ohne Akkus. Akku ist eine Abkürzung für „Akkumulator", was auf lateinisch „Sammler" bedeutet. Daher werden Akkus in einigen Fällen auch als „Sammler" bezeichnet.

Akkus sind Speicher für elektrische Energie auf elektrochemischer Basis und können wieder aufgeladen werden. Die erste Batterie, die nach der Entladung wieder aufladbar war, gab es bereits 1803. Johann Wilhelm Ritter, ein deutscher Physiker und Philosoph, baute die erste Vorform des heutigen Akkus. Den ersten Bleiakkumulator entwickelte der Physiker und Mediziner Wilhelm Josef Sinsteden 1854. Bleiakkumulatoren sind die bekanntesten Akkutypen, sie werden zum Beispiel in Autos eingesetzt.

Akkus können eine gewisse Ladungsmenge speichern, die in Amperestunden (Ah) angegeben wird. Diese Ladungsmenge wird als Kapazität (Nennkapazität) bezeichnet, die sich auf einen bestimmten Entladestrom bezieht.

Abgrenzung zwischen Batterien und Akkus

Im deutschen Sprachgebrauch ist die Abgrenzung zwischen den Wörtern „Batterie" und „Akku" etwas schwammig. Batterie wird umgangssprachlich als Oberbegriff genutzt und umfasst sämtliche Typen. Vermutlich kommt diese sprachliche Ungenauigkeit aus dem Englischen, denn dort gibt es für Batterien, Primärzellen und Akkus nur den Oberbegriff „battery".

Prinzipiell wird aber zwischen Akkumulatoren, Batterien und Primärzellen unterschieden. Wenn Produkte nicht wiederaufladbar sind, werden sie als Batterien bezeichnet. Akkuzellen sind dagegen wiederaufladbar. Daher sprechen einige Hersteller von „batteriebetriebenen" oder „akkubetriebenen" Produkten.

Akkus für hochpreisige Modelle

Die meiste Energie geht bei Fotokameras für die Beleuchtung des Displays drauf. Auch bei Filmkameras benötigt das Display viel Strom, doch der wird auch für das Filmen an sich benötigt. Bei hochwertigen Modellen haben die Käufer meistens gar keine Wahl und müssen auf Akkupacks zurückgreifen. Das hat durchaus einen Sinn, denn Akkus können schließlich mehrmals benutzt und müssen erst nach einer gewissen Zeit ersetzt werden.

Nicht jeder Akku kann in Ihrer Digitalkamera oder Filmkamera verwendet werden. Fast alle bekannten Hersteller wie Nikon, Canon oder Sony haben eigene Akkus mit speziellen Maßen. Ein Akku von Nikon wird daher kaum in eine Kamera von Sony passen. Beim Kauf einer Kamera gehört ein Akku fast immer zum Lieferumfang – weitere Energieversorger müssen Sie selbst erwerben. Dabei ist es wichtig, den genauen Typ Ihrer Kamera zu kennen, denn selbst Digitalkameras und digitale Spiegelreflexkameras derselben Marke werden häufig mit unterschiedlich großen Akkus betrieben. Die genaue Bezeichnung Ihres Modells finden Sie in der Bedienungsanleitung, die Typenbezeichnung ist fast immer auch auf der Kamera selbst abgedruckt.

Wofür Kameras Strom verbrauchen

Das stromhungrigste Teil jeder Kamera ist das Display. Je größer und hochauflösender es ist, desto mehr Energie wird benötigt. Wenn Sie sich nach dem Fotografieren nicht jedes Mal das Bild anzeigen lassen, können Sie einiges an Strom sparen und den Akku schonen. Bei Modellen mit digitalen oder elektronischen Suchern können Sie das Display sogar komplett ausschalten.

Auch motorbetriebene Zoomobjektive sind wahre Stromfresser. Diese werden vor allem bei Digitalkameras und einigen Camcordern eingesetzt. Planen Sie daher vorab, wie Sie die Aufnahme machen wollen, und zoomen Sie nicht unnötig ein und aus.

Auch der Blitz einer Kamera oder das Kameralicht zerrt am Akku. Am helllichten Tage können Sie den Blitz fast immer ausschalten – Sie werden sich wundern, wie natürlich die Bilder ohne hartes Blitzlicht wirken.

Akkus richtig laden

Die Langlebigkeit eines Akkus kann durch richtiges Laden und Lagern erheblich verlängert werden. Beim Kauf einer Kamera wird meistens ein Ladegerät des Herstellers mitgeliefert. In dieses kommt der Akku hinein und wird geladen – bis die LED-Anzeige leuchtet und anzeigt, dass er voll ist.

Doch wenn die grüne Lampe des Ladegeräts aufleuchtet, heißt dies noch nicht, dass Sie mit der vollen Ladekapazität und Nutzungsdauer rechnen können. Denn neben einem guten Ladegerät benötigen Sie auch hochwertige Akkus. Für Nickel-Cadmium-Akkumulatoren (NiCd-Akkus) und Nickel-Metallhydrid-Akkumulator (NiMH-Akkus) werden Schnellladungen empfohlen. Das setzt allerdings voraus, dass das Ladegerät mit einer Mess- und Abschaltautomatik ausgestattet ist, die dafür sorgt, dass die Akkus nicht überhitzen. Denn neben Tiefenentladungen zwingt Überhitzen einen Akku besonders schnell in die Knie – entweder funktioniert der Akku gar nicht mehr oder seine Leistung nimmt erheblich ab. Die genannten Akkutypen werden allerdings nur selten bei Kameras eingesetzt, stattdessen sind sie häufig in elektrischen Zahnbürsten, Elektroautos, GPS-Geräten, Fernsteuerungen oder Audio-, Foto- und Videogeräten zu finden.

Lithium-Ionen-Akkumulator

Der gängigste Akkutyp für Digital- und Filmkameras ist ein Lithium-Ionen-Akku (Li-Ionen Akku), der seinen Namen trägt, da er ein Akku auf der Basis von Lithium ist. Die Produkte sind bekannt für ihre hohe Energiedichte und ihren geringen Memory-Effekt, nach dem sich unvollständige Lade- und Entladezyklen negativ auf die Leistung des Stromspeichers auswirken. Das heißt, die nutzbare Kapazität eines Li-Ionen Akkus verringert sich nicht oder nur minimal bei häufigen Teilentladungen.

Durch ihre hohe Energiedichte werden Li-Ionen Akkus vor allem in tragbaren Geräten mit hohem Energiebedarf eingesetzt. Das sind neben Digital- und Filmkameras zum Beispiel Mobiltelefone, Notebooks oder Taschenlampen.

Li-Ionen Akkus richtig laden

Auch bei Li-Ionen Akkus müssen Ladegerät und Akku genau aufeinander abgestimmt sein. Im Akku selbst befindet sich eine integrierte Schutz- und Überwachungsautomatik, sodass dieser nicht überladen oder überhitzen kann. Die Produkte sind sofort einsatzbereit und können dank des nicht vorhandenen Memory-Effekts auch zwischendurch nachgeladen werden – selbst, wenn ihre Kapazität noch nicht erschöpft war.

Neue Akkus ab Werk

Wenn Sie eine brandneue Digital- oder Filmkamera erwerben, sind die Akkus ab Werk meist nur halb vollgeladen. Zwar kitzelt es in den Fingern, die neuen Produkte sofort auszuprobieren, doch sollten Sie vor dem ersten Einsatz die Akkus mit dem mitgelieferten Ladegerät zunächst vollständig laden. Dann sind sie einsatzbereit und können zu beliebigen Zeitpunkten wieder aufgeladen werden.

NiCd-Akkus und NiMH-Akkus benötigen sogar ein spezielles Vorgehen, damit ihre Kapazität möglichst lang genutzt werden kann. Sie sollten dreimal nacheinander auf- und anschließend entladen werden. Das Entladen übernimmt ebenfalls das Ladegerät, wenn dieses einen Entlademodus hat. Ist dies nicht der Fall, können Sie die Akkus in eine Taschenlampe stecken und diese auf Dauerbetrieb leuchten lassen. In der weiteren Nutzung der Akkus sollten Sie darauf achten, diese niemals vollständig zu entladen oder unnötig zu laden. Ist dies häufig der Fall, nimmt die nutzbare Kapazität ab.

Akkus richtig lagern

Akkus fühlen sich in einem Temperaturbereich zwischen 20 °C bis 25 °C am wohlsten. Bei einem Einsatz bei niedrigen Außentemperaturen sollten sämtliche Akkutypen warm aufbewahrt werden. Das können Sie gewährleisten, indem Sie die Produkte körpernah tragen und unter eine Kleidungsschicht stecken. Kurz vor dem Einsatz holen Sie diese dann heraus und stecken Sie in die Digital- oder Filmkamera. Das lässt sich natürlich nur verwirklichen, wenn Sie nicht auf der Jagd nach spontanen Schnappschüssen sind, bei denen keine Zeit für einen Einlegen des Akkus bleibt.

Bei niedrigen Temperaturen lohnt sich eine körpernahe Aufbewahrung, da sich die chemischen Prozesse in den Akkuzellen bei Kälte verlangsamen und somit auch die Abgabe von Energie begrenzt wird.

Bei der Lagerung macht man sich diesen Effekt zunutze. Am besten bringen Sie Ihre Akkus an einem kühlen und trockenen Ort unter, optimale Lagerungstemperaturen liegen zwischen 5 °C bis 10 °C. Im Idealfall werden die Akkus im entladenen Zustand aufbewahrt. Einige Hersteller empfehlen, die Produkte vorher auf eine Nennkapazität von 40 Prozent aufzuladen und sie dann einzulagern – das ist aber nur bei NiCd-Akkus und NiMH-Akkus der Fall. Li-Ionen Akkus sollten dagegen vollgeladen gelagert und nach spätestens zwölf Monaten wieder nachgeladen werden, da sie sonst zerstört werden können.

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