Rubine - darauf sollte man beim Kauf achten

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Rubine - darauf sollte man beim Kauf achten

Manche Menschen möchten ein außergewöhnliches Schmuckstück erwerben, etwas Seltenes und Hochwertiges zugleich, das seinem Träger sofort klassische Eleganz verleiht. Sie wollen weg vom Gewöhnlichen, von silber- und goldfarbenem Schmuck, und hin zum Besonderen; hin zu Schmuck, der die Klasse und den exzellenten Geschmack des Trägers vom ersten Moment an betont. Der Rubin ist das perfekte Juwel für einen solchen Anspruch. Als einer der seltensten Edelsteine der Welt besitzt er eine Klasse wie nur wenig andere. Beim Kauf des Rubins gibt es einige Regeln zu beachten, die im Folgenden erläutert werden.

Der Rubin: Fakten und Wissenswertes

Als Rubin wird die rote Variante des Minerals Korund bezeichnet. Die anderen Farbvarianten des Korunds sind die Saphire. Der Rubin zählt zu den seltensten Edelsteinen der Welt. Sein Vorkommen ist sogar seltener als das eines Diamanten. Dadurch, dass kleine Mengen an Chrom im Rubin enthalten sind, erhält er seine rote Färbung. Diese bestimmt auch seinen Namen, der aus dem lateinischen rubens, rubinus (rot, der Rote) abgeleitet ist. Kennzeichnend ist seine rötliche Färbung, die je nach Herkunftsort, aber auch von Stein zu Stein von Rosa bis ins dunkle Purpur reichen kann. Die begehrteste Nuance ist das Kaminrot oder „Taubenblutrot“, ein sehr tiefer Ton der Farbe. Aufgrund der Herkunft vieler dieser Steine wird dieser Rotton auch als „Burma-Farbe“ und der Stein als „Burma-Rubin“ bezeichnet, obwohl diese kaminroten Rubine nicht zwangsläufig aus Birma kommen müssen. In natürlichem oder weißem Licht strahlt der Rubin am schönsten. Bei Tageslicht fluoreszieren außerdem viele dieser Edelsteine stark und glühend rot. In der Natur kommen fast keine ganz klaren Rubine vor, sie werden, wie auch die Saphire, als Edelsteine des Typs II kategorisiert. Hierzu zählen solche Edelsteine, die im Normalfall sichtbare kleine Einschlüsse haben.

Geschichte des Rubins

Schon vor über 2000 Jahren, zu Zeiten der alten Ägypter, Griechen und Römer, nahm der Rubin einen außergewöhnlichen Platz in vielen Kulturen ein. Er wurde beispielsweise in Indien verehrt und als Talisman benutzt. Rubine sollten ihren Besitzern unter anderem ein langes Leben bescheren oder vor dem Teufel und der Pest bewahren, vor Krankheit und Unglück schützen, und in manchen Ländern außerdem Glück im Spiel bringen. Auch Macht und Würde verlieh der Stein seinem Eigentümer angeblich. Im Alten Testament spielt er ebenfalls eine Rolle und war unter anderem der Edelstein des göttlichen Stammes Juda. Er verkörpert, beispielsweise in der Esoterik, Liebe und Romantik. Seit der Bronzezeit ist das Mineral des Korunds und damit auch der Rubin bekannt. Es wird vermutet, dass bereits zu dieser Zeit Rubine in Birma (Myanmar) gefördert und exportiert wurden. Im Mittelalter bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts bezeichnete man noch alle roten Edelsteine als Rubine. Erst danach erkannte man seine Verwandtschaft zum Saphir und ordnete die beiden schließlich der Gruppe der Korunden unter. Somit geschah es, dass zum Beispiel einige der britischen Kronjuwelen nicht wirklich echte Rubine sind. Künstliche Rubinkristalle wurden Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals von Gaudin hergestellt, aber erst Ende desselben Jahrhunderts waren diese mit Hilfe des Flammschmelzverfahrens hochwertig.

Vorkommen, Lagerstätten und Gewinnung des Rubins

Zwar gibt es prinzipiell Rubinvorkommen auf allen Kontinenten der Erde, bis auf der Antarktis. Am ehesten assoziiert mit dem dunkelroten Edelstein wird aber das Mogok-Tal im Zentrum Birmas. Birma, bekannt für viele weitere Edelsteinvorkommen, liefert vor allem Rubine mit dunklem Kern und hellem Rand, die durch eine Erhitzung das tiefe Taubenblut-Rot erlangen können, die weltweit gefragteste Farbe des Burma-Rubins. Auch andere asiatische Vorkommen sind begehrt: Thailändische Steine, die ein tiefes Rot mit einem Stich ins Violette aufweisen, genauso wie vietnamesische mit violetteren Nuancen und Ceylon-Rubine aus Sri Lanka, die häufig hellrot sind. Die Farbe des Rubins ist aber nur ein Indiz für seinen Herkunftsort: Sie kann innerhalb eines Ortes und sogar im Rubin selbst so stark variieren, dass Experten beispielsweise auch die Kristallstruktur als Herkunftsmerkmal benutzen. Auch in Tansania und Kenia gibt es seit den 1960er Jahren eine vermehrte Förderung der Rubine, die eine starke Färbung aufweisen. Außerdem gibt es Rubin-Vorkommen in Pakistan, Afghanistan, Indien, Laos und vielen anderen Ländern. In Nord- und Südamerika, Australien und Europa kommen die Steine weniger vor: In Europa beispielsweise im Tessin (Schweiz), in Finnland und Norwegen. Die Gewinnung des Rubins an seinen Entstehungsorten, also aus Gestein, spielt kaum eine Rolle. Stattdessen werden durch Regen, Frost, Wind und andere wetterbedingte Einwirkungen die Rubine mit der Zeit freigelegt und gelangen durch Regen und Flüsse in die Täler. An diesen sogenannten sekundären Lagerstätten erfolgt dann die Gewinnung des Rubins durch mühevolle „Auswaschung“: Er wird aus Flüssen und Sanden per Hand herausgesiebt.

Verwendung des Rubins

Die häufigste Verwendung des Rubins ist die Weiterverarbeitung zu Schmucksteinen. Hierzu wird bei klaren Steinen der sogenannte Facetten-Schliff verwendet. Rubine, die Einschlüsse aufweisen, werden mit der Cabochon-Methode geschliffen. Durch Erhitzung und Brennbearbeitung der Steine können außerdem zum Beispiel bräunlichere Rubine in kräftigere, rote Farben gewandelt werden. Andere Verwendungsmöglichkeiten der Rubine sind der Rubinlaser oder beispielsweise die Nutzung als Lagerstein von teuren Uhrwerken.

Variationen von Rubin-Schmuck

Als erstes sollten Sie sich Gedanken über die Art des Schmuckstücks machen: Sie können Rubine als Ringe oder Ohrringe, Ketten oder Anhänger kaufen. Bei eBay finden Sie für jede Entscheidung eine große Auswahl. Möchten Sie beispielsweise edlen Halsschmuck mit Rubinen erwerben? Hier können Sie unterscheiden zwischen verschiedenen Schliff-Formen, Qualitäten und ob es sich wahlweise um einen Rubin-Anhänger oder eine zumeist aus mehreren aufgereihten, runden Rubinen bestehende Rubin-Kette handeln soll. Rubinschmuck überzeugt auch als Herrenschmuck. Hier können Sie entscheiden zwischen Krawattennadeln, Manschettenknöpfen oder pompösen Ringen. Auch kleine Ohrstecker für den Mann sind eine Augenweide, oder die verschiedensten mit Rubinen besetzten Armband- oder Taschenuhren. Diese sind sowohl für Frauen als auch Männer ein luxuriöser Weg, guten Geschmack zu beweisen.

Die Form des Rubins: Tropfen- oder Rechteckschliff

Ein Rubin mit einer Tropfenform besticht den Betrachter vor allem als Kettenanhänger oder Ohrring, während rechteckig geschliffene Rubine sich am besten für Ringe eignen. Natürlich lassen sich sämtliche Formen auch ohne Fassung erwerben und selbstständig von beispielsweise einem Goldschmied in eine Ihnen vorschwebende Fassung einsetzen lassen.

Qualitätskennzeichen des Rubins: Farbe und Klarheit

Grundlegend gilt: Der Rubin ist einer der kostbarsten und seltensten Edelsteine der Welt. Das wichtigste Qualitätskriterium des Rubins ist seine Farbe, nur zweitrangig seine Klarheit. Viele Korunde, wie beispielsweise auch der Smaragd, haben auf Grund des Chroms naturgegebene Einschlüsse. Diese Bezeichnung gilt für feine Kristallnadeln aus Rutil im Innern des Steins. Rubine ohne jegliche Einschlüsse zu bekommen ist äußerst schwer. Es gilt also zu beachten: Werden sehr klare Steine für sehr wenig Geld angeboten, handelt es sich meistens um Synthesen. Bestehen Sie also bei Interesse an Echtschmuck immer auch auf ein Echtheitszertifikat.

Edle Färbungen des Rubins

Wie bereits erwähnt, sind die reinen Rottöne sehr selten und nur begrenzt erhältlich. Insbesondere wenn sie noch dazu eine herausstechende Klarheit aufweisen, gelten sie als erstklassig und besonders wertvoll. Diese Steine werden dann mit dem Zusatz „AAA“ ausgezeichnet. Als edelster dieser Juwelen gilt der zweifarbige, dichotroitische bzw. plechroitische Rubin, der allerdings auch nur zu ungefähr 80 Prozent rein rot ist und einen Stich anderer Farbtöne, wie Orange oder Lila aufweist.

Klarheit oder Transzendenz des Rubins

Klare Rubine sind äußerst selten zu finden und damit extrem wertvoll: Der AAA-Tansania-Rubin beispielsweise überzeugt durch seine einzigartige Klarheit. Als Folge besteht eine hohe Nachfrage, die aber leider kaum befriedigt werden kann, da er nur sehr selten vorkommt. Günstiger ist hier der Madagaskar-Rubin, der nur minimale Einschlüsse zeigt und Marktstandard geworden ist. Diese kaum sichtbaren Einschlüsse werden auch als „Seide“ bezeichnet und steigern den Wert des Rubins.

Besondere optische Effekte des Rubins

Teilweise als besonders wertvoll werden solche Einschlüsse im Edelstein eingeschätzt, die speziell angeordnet sind und dadurch das Licht auf besondere Weise spiegeln, zum Beispiel durch seidige Schimmer. Verlaufen sie in mindestens zwei verschiedene Richtungen nadelförmig und parallel, zeigen sie manchmal auch die Form eines Sterns oder einer Katzenpupille. Für diesen Schliff wird immer der Cabochonschliff verwendet, den seine äußerst polierte Form ohne jegliche Facetten kennzeichnet. Am besten zeigen sich diese Ausprägungen, wenn ein gebündelter Lichtstrahl auf den Stein fällt. Diese besonderen optischen Effekte steigern den Wert und die Schönheit dieser Edelsteine immens.

Der sogenannte Asterismus oder Sterneffekt des Rubins

Nur durch das perfekte Schleifen des Fachmanns lässt sich auf einem Stern-Rubin ein deutlicher Stern erkennen, der ihm dann seinen Namen verleiht. Dieser entsteht durch einen Cabochonschliff und bewegt sich bei einfallendem, punktförmigem Licht und Bewegung des Steins über dessen Oberfläche. Seine Strahlen sind gerade und liegen im gleichen Abstand zueinander. Im Normalfall ist dieser sechsstrahlig, in Ausnahmefällen auch zwölfstrahlig. Dieser Stern ist neben der Farbe und Klarheit auch das dritte Qualitätsmerkmal des Sternrubins: Sein Wert steigt, je mittiger er auf dem Edelstein liegt und je mehr seine Strahlen sich über die gesamte Oberfläche strecken und zu den Seiten abgegrenzt sind.

Katzenaugeneffekt und Trapiche-Rubine

Der Katzenaugenrubin, auch Cayotance genannt, zeigt einen helleren Lichtstreifen oberhalb des Steins. Dieser gleitet bei Bewegung des Juwels über der Oberfläche hinweg. Einen weiteren, besonderen optischen Effekt weist der Trapiche-Rubin auf: Die Form der Rutilnadeln und der bestimmte Carbochonschliff lassen ein Rad mit Speichen sichtbar werden.

Zusammenfassung der Möglichkeiten bei einem Rubinkauf

Insgesamt lassen sich für Sie als Interessent an Rubinschmuck und rubinbesetzten Uhren folgende Auswahlmöglichkeiten festhalten: Sie können zwischen Schmuck für verschiedenste Körperstellen wählen, in edlen sowie außergewöhnlichen Varianten und zwischen verschiedenen Schliffformen, wie der Tropfen- oder der rechteckigen Form. Außerdem haben Sie die Wahl zwischen Rottönen und Transzendenzgraden sowie besonderen optischen Effekten wie dem Asterismus. So oder so überzeugt ein Rubin und verleiht Ihnen oder Ihrem Beschenkten zeitlose Eleganz. Für jeden Geschmack finden Sie bei eBay eine große Auswahl an passendem Schmuck.

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