Romansammlungen suchen und kaufen

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Romansammlungen suchen und kaufen

Gerade im Internet gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Romansammlungen zu erwerben, sei es gebraucht oder im neuwertigen Zustand (z.B. als Bücherserie oder gesammelte Werke). Einerseits haben Sie so oft die Möglichkeit, eine Vielzahl von Büchern zu sehr günstigen Preisen zu erwerben, anderseits fällt die Auswahl angesichts der Vielfalt nicht immer leicht.

Romansammlungen

Eine große Auswahl an Romansammlungen finden Sie bei eBay. Zum Teil sind sie auch als eBook erhältlich. Wenn Sie eine bestimmte Art von Roman oder Schriftsteller interessiert, so könnten Fortsetzungsromane oder gesammelte Werke eines bestimmten Schriftstellers für Sie interessant sein. Manche Romane sind auch in Form einer Serie mit einer gemeinsamen Rahmenhandlung verfasst. Eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen bieten Bücherforen oder die Websites von Internetbuchhändlern. Wenn Sie sich speziell für Bücherserien interessieren, so könnte die Seite buecherserien.de für Sie interessant sein. Dort können Sie entweder alphabetisch geordnet nach bestimmten Autoren oder nach bestimmten Genres (z.B. historische Romane, Kriminalromane, Abenteuerromane) suchen.

In Papierform oder als eBook?

Je nach Vorliebe können eBooks oder „klassische“ Bücher für die Romansammlung besser geeignet sein. Gerade Sammlungen von Klassikern, für die das Urheberrecht mittlerweile abgelaufen ist, lassen sich als eBook teilweise zu sehr günstigen Preisen erwerben. Andererseits ist im Bereich der herkömmlichen Buchformate (Taschenbuch, gebundene Ausgabe) die Auswahl immer noch erheblich größer. Ein wesentlicher Aspekt beim Kauf eines eBooks ist die Qualität der Navigation. Manchmal ist die elektronische Ausgabe nur geringfügig verlinkt. So kann es sogar vorkommen, dass überhaupt keine Links zu den verschiedenen Kapiteln vorhanden sind, was insbesondere bei längeren Romanen lästig ist. Weiterhin sollten Sie vor dem Kauf eines eBooks überprüfen, inwiefern die elektronische Ausgabe mit den verschiedenen Formaten kompatibel ist.

Was ist eigentlich ein Roman?

Der Roman ist sicherlich die bekannteste und vielfältigste Erzählform. Er lässt sich nicht immer klar von anderen Genres abgrenzen. Kennzeichnend ist zunächst, dass es sich um eine Langform der Erzählung handelt, wodurch er sich von der Novelle und der Kurzgeschichte abhebt. Durch seine Fiktionalität unterscheidet er sich von der (Auto-)Biografie und der Dokumentation. Er zeichnet sich häufig durch die Ästhetik und Schönheit seiner Prosa aus. Letztlich entscheidend dürfte sein, dass im Roman eine eingehende Auseinandersetzung mit einzelnen Personen und den geschichtlichen Hintergründen stattfindet und nicht lediglich bestimmte Ereignisse als solche thematisiert werden. Im Laufe der Zeit haben sich zahlreiche Unterformen des Romans entwickelt, wovon der Abenteuerroman, der historische Roman und der Gesellschaftsroman sicherlich die wichtigsten sind. Insgesamt ist die Auswahl riesig, so dass es sich lohnt, sich mit den einzelnen Untergattungen zu beschäftigen, um sich einen besseren Überblick für die zielgerichtete Suche zu verschaffen.

Die verschiedenen Roman-Gattungen

Abenteuerroman

Der Abenteuerroman berichtet die Geschehnisse aus Sicht einer Person oder einer Gruppe von Personen, die das Gute verkörpern. Diese brechen aus der Alltagswelt in eine fremde Welt auf, um zahlreiche Probleme zu lösen und Abenteuer zu bestehen. Der Abenteuerroman zeichnet sich durch eine klare Trennung von Gut und Böse aus, die zumeist eindeutiger ist als etwa beim historischen oder beim Gesellschaftsroman. Ferner wird zumeist klar zwischen Alltagswelt und Abenteuerwelt getrennt. Die Handlung ist zudem häufig stark zugespitzt, es geht um die Rettung der Welt oder zumindest das Überleben der Protagonisten. Weiterhin ist die Sprache oft deskriptiv und einfach. Der Abenteuerroman ist eine der häufigsten Formen des Romans und ist sowohl in der Hochliteratur als auch der Unterhaltungs- und Trivialliteratur sowie der Kinder- und Jugendliteratur weit verbreitet. Sehr beliebt sind etwa Neufassungen von epischen Werken der Antike oder des Mittelalters. Dabei ist anzumerken, dass die Neufassungen häufig nicht mehr das Muster des Abenteuerromans in Reinform verfolgen, sondern sich oftmals beispielsweise durch differenziertere Charaktere oder – soweit möglich – eine stärkere Orientierung an der historischen Faktenlage auszeichnen. Insofern kann es durchaus zu Überschneidungen mit dem historischen Roman kommen.
Von den Epen aus der Antike wurde insbesondere die „Ilias und Odyssee“ in mehreren modernen Fassungen veröffentlicht, beispielsweise als Familien- und Vorlesebuch von Walter Jens oder als Prosafassung von Karl Ferdinand Lempp. Aus dem Mittelalter ist insbesondere die Artus-Saga sehr bekannt, die beispielsweise durch die „Artus-Chroniken“ von Bernard Cornell neu interpretiert wurde. Abenteuerromane mit gesellschaftskritischem Ton wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von B. Traven verfasst. Eine bekannte Vertreterin des Abenteuerromans für Kinder und Jugendliche ist Tonke Dragt.

Der historische Roman

Der historische Roman spielt in vergangenen Zeiten. Die Epoche, in der die Erzählung spielt, dient idealerweise nicht nur als Kulisse, sondern wird mit ihren Eigentümlichkeiten thematisiert. Außerdem wird die Mentalität der Menschen zur damaligen Zeit widergespiegelt. Im Gegensatz zum Abenteuerroman sind die Charaktere häufig vielschichtiger, die Handlung ist zumeist nicht so extrem zugespitzt und es werden mehr die Probleme der Alltagswelt thematisiert. Häufig stellen gerade die einfachen Menschen die Protagonisten dar und die Ereignisse orientieren sich oftmals stärker an den historischen Fakten. Wie bereits erwähnt sind die Übergänge zwischen Abenteuerroman und historischem Roman aber häufig fließend. Von den bekannten Autoren hat sich insbesondere Ken Follett dem historischen Roman gewidmet, wobei seine Werke zum großen Teil dem Stil des Thrillers folgen. Der Schriftsteller Noah Gordon wurde insbesondere durch die Medicus-Reihe bekannt, welche die Ungerechtigkeiten des Mittelalters und die Machtstellung der Kirche behandelte. Erwähnt sei auch der italienische Autor Umberto Eco, der durch „Der Name der Rose“ und „Das Foucaultsche Pendel“ sehr bekannt wurde.

Der Gesellschaftsroman

Der Gesellschaftsroman spielt im Gegensatz zum historischen Roman zu Lebzeiten des Autors. Er behandelt die damaligen Zustände und Entwicklungsprozesse, wobei insbesondere gesellschaftliche Unterschiede und Umbrüche thematisiert werden. Wichtige deutsche Vertreter dieses Genres waren insbesondere Theodor Fontane und Thomas Mann. Fontanes Romane zeichnen sich durch eine detailgenaue Charakterisierung der Personen aus, die gesellschaftliche Konventionen erfüllen und dabei dennoch ungewollt ihre wahren Interessen enthüllen. Eines seiner bekanntesten Werke ist wohl „Effi Briest“.
Die Werke von Thomas Mann sind geprägt durch Ironie, Ambiguität und psychologischen Scharfblick. Zu seinen bekanntesten Werken gehören wohl „Die Buddenbrocks“. Von den französischen Autoren ist Emile Zola zu erwähnen, der die zum Teil extremen gesellschaftlichen Unterschiede zu Zeiten der Industrialisierung im 19. Jahrhundert thematisiert und unter anderem mit seinen Werken „Germinal“ und „Nana“ berühmt wurde. Erwähnt sei auch Charles Dickens, der in „Oliver Twist“ die unerträglichen Zustände in den britischen Waisenheimen zur damaligen Zeit thematisierte. Einige Formen des Romans sind mit dem Gesellschaftsroman eng verwandt, zeichnen sich jedoch durch einige Besonderheiten aus.

Der Bildungs- und Entwicklungsroman

Im Entwicklungsroman ist die Hauptfigur zumeist eine junge Person, die Erfahrungen in ihrer Umwelt und Umgebung sammelt und hierdurch einen Reifungsprozess durchmacht, der auch mit häufigem Scheitern verbunden ist. Ein sehr bekanntes Beispiel ist „Homo Faber“ von Max Frisch. Eine Unterform des Entwicklungsromans ist der Bildungsroman. Der Bildungsroman zeichnet sich dadurch aus, dass der Protagonist am Ende durch seine Erfahrungen eine höhere Befähigung erwirbt und es somit zur Aussöhnung mit der Umwelt kommt.

Der Zeitroman

Im Zeitroman. unternimmt der Autor den Versuch, die Gegenwart vollständig und nachvollziehbar darzustellen. Im Gegensatz zum Gesellschaftsroman verfolgt die Erzählung eine allumfassende Sichtweise, die Epoche wird als solche dargestellt ohne Fixierung auf bestimmte Gesellschaften oder Schichten. Ein sehr bekanntes Beispiel ist „Die Blechtrommel“ von Günther Grass.

Der Verführungsroman

Der Verführungsroman behandelt die patriarchalische Ordnung von Ehe und Familie und ist sehr gesellschaftskritisch. Die Romane enden in der Regel in einer Katastrophe. Kritisiert wird jedoch in der Regel nicht die gesellschaftliche Ordnung, sondern das Verhalten von jungen Frauen und Männern, die ihren Gefühlen folgen und hierdurch die gesellschaftliche Ordnung untergraben. Der erste Verführungsroman, der sich stärker mit den Belangen der Frauen beschäftigt ist wohl „Das Erwachen“ von Kate Chopin.

Mischgattungen

Der Kriminalroman

Der Kriminalroman beinhaltet zahlreiche Untergattungen. Die klassische Form des Krimis ist wohl der Polizeiroman, Detektivroman oder sogenannte Whodunnit, wo zentrales Thema die Ermittlung des Täters ist. Heutzutage herrscht in diesem Bereich insofern eine größere Vielfalt als oftmals auch andere Personen die Protagonisten sind, insbesondere Gerichtsmediziner – so z.B. in der Reihe „Gerichtsmedizinerin Dr. Samantha Ryan“ von Nigel McCrery – oder Journalisten – so wie in der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson oder der Eifelkrimi-Reihe von Jaques Berndorf. Während es beim klassischen Krimi schwerpunktmäßig um die Aufklärung eines Verbrechens geht, stehen beim Thriller andere spannungserzeugende Motive im Vordergrund wie etwa die Gefährdung des Protagonisten oder die Frage, ob ein Verbrechen verhindert werden kann. Die Grenzen zwischen Krimi und Thriller sind oft fließend und es gibt zahlreiche Mischformen.

Der Science-Fiction-Roman

Die Stilrichtung der Science-Fiction beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen des Fortschritts von Wissenschaft und Technik, wobei die Hard Science Fiction schwerpunktmäßig die technischen Hintergründe behandelt, während die Soft Science Fiction sich eher für die politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge sowie philosophische und psychologische Fragestellungen interessiert. Auch im Bereich der Science-Fiction gibt es sehr viele Erzählungen, die auf Grund der Komplexität der Handlungsstränge und der Tiefgründigkeit der Charaktere eindeutig Romane darstellen.

Der Fantasy-Roman

Gerade auch aus dem Fantasy-Genre gibt es zahlreiche Erzählungen in Romanform. Fantasy ist eine Erzählform, die in einer fiktiven, von irrealen Elementen (z.B. Elemente der Magie, irreale Lebewesen) geprägten Welt spielt, die jedoch zumeist Anspielungen an vergangene Perioden wie etwa das Mittelalter, das Altertum oder die Steinzeit enthält. Überschneidungen mit dem Romangenre gibt es insbesondere im Bereich der High Fantasy, die zumeist in einer mittelalterlich geprägten Fantasiewelt spielt. Im Kern geht es hier zumeist um einen Helden, der sich auf eine Reise begibt, um eine bestimmte Aufgabe zu lösen oder einen bestimmten Gegenstand zu finden und hierbei zahlreiche Abenteuer erlebt. Bekannte Vertreter dieses Genres sind etwa J.R. Tolkien („Herr der Ringe“) oder Tad Williams.

Romane aus dem Bereich der Trivialliteratur

Der Wildwestroman

Wildwestromane spielen zumeist zwischen amerikanischem Bürgerkrieg und dem Ende der 1880er Jahre. Schwerpunktmäßig behandeln sie Konflikte zwischen Weißen und Indianern, den Kampf gegen Viehdiebe sowie die Durchsetzung von Recht und Gesetz abseits der Zivilisation. Besonders beliebt waren sie wohl in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und zu großen Teilen des 20. Jahrhunderts, während sie mittlerweile fast nur noch als Heftromane vertrieben werden.

Der Liebesroman

Der Liebesroman umfasst wohl in erster Linie Werke der Trivialliteratur, zum Teil aber auch der Hochliteratur. Ein eindrucksvolles Beispiel für anspruchsvollere Werke ist etwa „Das böse Mädchen“ von Mario Vargas Llosa.

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