Rohloff Speedhub

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Einfach ein ganz tolles Teil. Zwar ist die Schaltung nicht gerade billig, aber man merkt sehr bald, dass sie ihr Geld wert ist. Die Rohloff schaltet immer, auch über mehrere Gänge im Stand, und sie schaltet schnell und leicht. Die 14 Gänge sind auch für Bergtouren mehr als ausreichend. Im Gegensatz zu Sram oder Shimano muss die Rohloff nie nachgestellt werden. Sie ist extrem wartungsarm und gegen Verschmutzung geschützt. Also, optimal für Leute, die lieber Radfahren, als Radbasteln. Bis die Nabe eingefahren ist (ca. 1000km), entwickelt die Rohloff einen gewissen "Sound", der Fussgänger auch ohne Klingel auf das Näherkommen eines Radfahrers aufmerksam macht. Dies ist aber weiter nicht störend. Wer die Rohloff Speedhub einmal kennengelernt hat, wird wohl kaum mehr auf eine Kettenschaltung umsteigen.

Einen Nachteil sollte man jedoch nicht verschweigen. Der Wirkungsgrad dieses Getriebes ist gegenüber einer Kettenschaltung geringer (Rohloff gibt diesen mit 98% an). Als Radfahrer ist dies auf längeren Anstiegen schon spürbar - man muss mehr Kraft aufwenden, um mit einem Fahrer mit Kettenschaltung mithalten zu können. Das größere Gewicht - eine Rohloffschaltung wiegt ca. 300g mehr als eine komplette Kettenschaltung - macht sich nicht negativ bemerkbar. Dadurch dass die Rohloffnabe größer ist, sind die Speichen am Hinterrad kürzer und stehen in einem breiteren Winkel zueinander. Daher sollte man die Speichen regelmäßig nachspannen, um eine Untersteuerung des Hinterrades zu vermeiden.

Für Radfahrer, die bislang ausschließlich mit einer Kettenschaltung gefahren sind, bedeutet die Nabenschaltung jedoch eine Umstellung. Während Shimano & Co. nur unter Last geschalten werden können, sollte man dies bei der Rohloff eher meiden. Nun ist es aber gerade am Berg nicht immer möglich im Leerlauf zu schalten. Um hier die Belastung auf die Nabe möglichst gering zu halten, empfiehlt es sich bei Lastwechsel, d.h. wenn die Pedale auf 6 bzw. 12 Uhr stehen, die Schaltung vorzunehmen. Die Rohloff schaltet zwar auch mal unter Last, aber jedoch nicht immer. Ein Durchrutschen, wie es bei einer Kettenschaltung schon mal vorkommt, ist eher selten und höchsten eine viertel Umdrehung. "Naben-Anfänger" sollten daher eine gewisse Einübung in Kauf nehmen.

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