Ride with the Devil, Tobey Maguire, Skeet Ulrich, DVD

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Ride with the Devil - die Teufelsreiter (1999), Ang Lee, DVD

Für FSK 12 sehr brutal ... hier war wohl Charles Manson bei der FSK ?

Handlung ist hier schon öfters beschrieben worden, deshalb nichts mehr unbedingt noch dazu anzugeben.

Hatte hier (ebenso wie wschl. einige andere auch) lange Zeit Vorurteile gegen diesen Film. Und das nur wegen der geringen Altersfreigaben Einstufung (bevorzuge sonst auch eher echte Western, - und solche, die Elemente davon in der Handlung vorweisen).

Aber da ich mich seit meiner Jugendzeit, - und mit ausgelöst durch damals auch "Fackeln im Sturm" (nicht unbedingt die beste Referenz) intensiv für das Thema amerikanischer Bürgerkrieg interessiere, legte ich mir diesen Film irgendwann dann doch mal einfach zu.

Und siehe da, - wie lange nicht mehr wurde ich hinterher sehr positiv überzeugt. Und heute gehört dieser Streifen (auch, - oder gerade wegen der wunderbar spielenden Jewel Kilcher, von der ich vorher garnichts wußte, - für deren Karriere ich mich aber nun dadurch besonders interessiere) zu meinen absoluten Lieblingsfilmen.

Regisseur Ang Lee ("Hulk") ist hier etwas wenig vergleichbares gelungen, - ein Film, der in keine exakte Kategorie einzustufen ist. Und gerade dadurch ausnahmsweise mal wirklich nur jedem nicht direkt übersättigten Cineasten nur wärmstens zu empfehlen ist.

Aber nun der eigentliche Grund dieser Rezension: die (deshalb auch die oben gewählte Überschrift). Für ein solches geringes FSK Prädikat, - dh. bei genauerer Betrachtunsweise, wirklich ungewöhnlich brutalen Gewaltdarstellungen (wenn diese hier auch nicht immer ganz so offentsichtlich gezeigt werden) und die hervoragenden schauspielerischen Leistung sämtlicher Beteiligten (gerade von Tobey Maguire oder Skeet Ulrich, - verglichen hierzu beispielsweise nur mal "Spider Man" oder "Chill Faktor", - habe ich schon "schlimmeres" gesehen).

Beides macht diesen Film warlich zu einem der seltenen Juwele abseit's vom gängigen Mainstream.

Zwar ist es unglücklich gewesen, die Haupthandlung, - ein nicht jedem wirklich vertrautes Kapitel abseits der bekannten, historischen Geschichte, - sehr zu empfehlen wäre hierzu auch "Glory" von Regisseur Edward Zwick (vielen wschl. mehr durch "Last Samurai" ein Begriff), eher am Rande abzuhandeln. Und stattdessen die Liebesgeschichte oder hollywood - gerechte Parabeln auf die Freundschaft, Treue, Ehrgefühl usw. in den Vordergrund zu stellen.

Aber das mindert (hier mal ausnahmsweise nicht so extrem) nicht unbedingt den eher gehobeneren Anspruch dieses Films.

Fazit: Nicht allzu voreingenommen betrachten oder gleich gar allzu viel hinein interpretieren, - sondern einfach nur gut unterhalten lassen und später erst anfangen ernsthaft darüber nachzudenken, - für die historischen Fakten aber (bei dadurch entstandener Neugier) lieber nochmal die einschlägigen Quellen befragen. Kauf, - und Ausleihtip.
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